Nach dem 0:2 im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden hat sich Schalkes Cheftrainer Miron Muslić zur Situation seiner Offensive geäußert. Die Angreifer Edin Džeko, Kenan Karaman, Junior Adamu und Heechan Hwang blieben weitgehend wirkungslos. Die Verantwortung dafür sieht der Coach allerdings nicht allein bei seinen Stürmern.
„Ich muss die Stürmer in Schutz nehmen. Wir müssen das als Mannschaft besser vorbereiten“, erklärte Muslić auf der Pressekonferenz. Sein Ziel sei es, die Angreifer überhaupt erst häufiger in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu bringen. „Ich möchte in die Situationen kommen, in denen Edin, Heechan, Kenan, Adamu und Co. auch Chancen liegen lassen. Dann weiß ich genau, dass wir im Spiel sind.“
Davon sei Schalke derzeit noch ein Stück entfernt. „Da müssen wir hinkommen. Das ist aber eine kollektive Aufgabe und hat nicht nur etwas mit den zwei Jungs zu tun, die da vorne stehen“, stellte der Trainer klar. Vor dem schwierigen Bundesliga-Duell mit RB Leipzig am Samstag bleibt die Verbesserung des Offensivspiels somit eine zentrale Aufgabe.
Hwangs Verhalten sorgt für Gesprächsbedarf
Unabhängig von den sportlichen Schwierigkeiten sorgte Hwang nach einer emotionalen Reaktion für Ärger. Der Südkoreaner schubste zunächst den Vierten Offiziellen und anschließend einen Schalker Physiotherapeuten zur Seite, der ihn beruhigen wollte.
Muslić kündigte an, den Vorfall aufzuarbeiten: „Ich habe die Aktion von Heechan gesehen und sie hat mir nicht gefallen. Aber das werden wir intern besprechen.“ Auch Profifußball-Direktor Youri Mulder stellte laut der WAZ klar: „Das müssen wir ansprechen.“ Ob Hwang Konsequenzen drohen, ist bislang offen.

