Felix Keidel ist einer der Shootingstars dieser Bundesliga-Saison bei Aufsteiger Elversberg. Bei den Saarländern bildet er eine wichtige Säule der Mittelfeldachse und im September wurde er zum deutschen Nationalspieler. Er ist Standardschütze und Dauerläufer, dennoch hat er laut Trainer Vincent Wagner noch Luft nach oben.
„Felix darf in seiner Persönlichkeit noch zulegen, so wie viele andere bei uns auch. Wenn man als Nationalspieler berufen wird und zwei so spannende Wochen mitnehmen darf, dann darf man an Persönlichkeit reifen“, so Wagner fordernd. Das habe bei Keidel gegen Union noch nicht so gut geklappt: „Da hat er ein bisschen zu ängstlich nach hinten gespielt, es dann am Wochenende gegen Augsburg schon wieder deutlich besser gemacht.“
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig (Samstag, 15:30 Uhr) wurde Wagner sehr deutlich: „Mutig nach vorne! Immer, wenn Felix mutig nach vorne spielt, wird es überragend. Wenn er ängstlich nach hinten spielt, wird es scheiße. Deswegen hoffen wir, dass er weiter mutig nach vorne spielen möge.“
Der Trainer macht klar, wie wichtig Keidels Mut für die SVE in der Bundesliga ist. Mit dem Willen, selbstbewusst nach vorne zu spielen, kann der Neuling im deutschen Oberhaus überraschen. Das hat Elversberg an den ersten Spieltagen auch schon eindrucksvoll bewiesen, auch gegen echte Schwergewichte. Nach Leverkusen (3:2) konnte der Aufsteiger auch Gladbach auswärts besiegen (4:3).
Ob Keidel als Schlüsselspieler von Beginn an mitwirken kann, ist nicht gänzlich geklärt. Beim 4:3-Erfolg gegen den FC Augsburg war der Deutsche in der Schlussphase mit Problemen ausgewechselt worden.


