Heechan Hwang benötigt beim FC Schalke 04 offenbar noch etwas Zeit, um sich vollständig an die Anforderungen seiner neuen Mannschaft zu gewöhnen. Die zurückliegende Länderspielpause kam für den 30-jährigen Angreifer dabei zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, wie Cheftrainer Miron Muslić auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 erklärte.
„Diese lange Länderspielpause war extrem unpassend für ihn, weil er neu dazugekommen ist und diese zwei, drei Wochen gebraucht hätte, um auf einen Topzustand und näher an unsere Prinzipien zu kommen“, erläuterte Muslić. Gerade in der Anfangsphase bei einem neuen Verein seien die gemeinsamen Trainingseinheiten wichtig, um sich mit den taktischen Abläufen vertraut zu machen.
Dass Hwang in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf hat, wollte der Schalke-Coach dem Südkoreaner ausdrücklich nicht vorwerfen. „Sonst wirkt er wie ein Fremdkörper. Das ist nicht seine Schuld, wenn er halt die Einheiten verpasst“, stellte Muslić klar.
Hinzu kam die späte Rückkehr von der Nationalmannschaft. Sowohl Hwang als auch Adil Aouchiche waren erst am Donnerstag wieder bei den Königsblauen eingetroffen. Muslić vermutete deshalb, dass dem Angreifer beim jüngsten Auftritt möglicherweise auch die nötige mentale Frische gefehlt habe.
Hwang steht gegen Mainz zur Verfügung
Immerhin konnte Hwang in dieser Woche wieder regulär mit der Mannschaft arbeiten. „Sie haben eine saubere Woche gehabt, stehen beide zur Verfügung und geben uns gute Optionen für die Offensive“, sagte Muslić über den Südkoreaner und Aouchiche.
Ob Hwang angesichts des Ausfalls von Moussa Sylla bereits gegen Mainz für die Startelf infrage kommt, ließ der Trainer offen. Zwar ist der Stürmer grundsätzlich einsatzbereit, die durch die Länderspielpause unterbrochene Eingewöhnung dürfte aber weiterhin eine Rolle bei der Bewertung seiner Einsatzmöglichkeiten spielen.
Für Hwang geht es somit zunächst darum, seinen körperlichen Zustand weiter zu verbessern und die Spielprinzipien der Königsblauen zunehmend zu verinnerlichen.


