Für Jeffrey Gouweleeuw könnte das kommende Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FC Union Berlin (Samstag, 15:30 Uhr) zu einem besonderen werden. Der 35-jährige Innenverteidiger hat mit Daniel Baier gleichgezogen und könnte nun zum alleinigen Rekordspieler der Fuggerstädter aufsteigen. Für Cheftrainer Manuel Baum steht allerdings zunächst die sportliche Aufgabe im Vordergrund.
„Wenn es so weit kommt, dann werde ich ihm von Herzen dazu gratulieren“, erklärte Baum auf der Pressekonferenz. Auch Gouweleeuw selbst wolle das mögliche Jubiläum nicht in den Mittelpunkt rücken. „Es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen, und wenn es passiert, dann passiert es. Dann feiern wir ihn und lassen ihn natürlich hochleben.“
Unabhängig vom Rekord unterstrich Baum die Bedeutung des Routiniers für seine Mannschaft. Gouweleeuw nehme eine „mega wichtige Rolle“ ein und könne dank seiner Erfahrung in unterschiedlichen Spielsituationen helfen. Besonders beeindruckt zeigte sich der Coach von dessen langjähriger Vereinstreue: „Es ist schon eine mega Leistung, dass ein Spieler überhaupt so lange bei einem Verein ist und das mit allem, was er hat, lebt.“
Viererkette bleibt eine mögliche Variante
Ob der FCA gegen Union Berlin erneut in einer Dreierabwehrkette auflaufen wird, ist noch offen. Beim jüngsten 3:4 gegen die SV Elversberg hatte Baum im zweiten Durchgang auf eine Viererkette umgestellt. Diese taktische Anpassung sei vor allem eine Reaktion auf das hohe Anlaufen des Gegners gewesen.
Grundsätzlich möchte der FCA-Trainer seine Mannschaft jedoch nicht mit zu vielen unterschiedlichen Systemen beschäftigen. „Mir ist es lieber, in der Tiefe, also im Detail, besser zu werden, als in der Breite sich zu überlegen, was man alles machen könnte“, erläuterte Baum. Eine erneute Umstellung schloss er damit nicht aus, machte sie aber von den jeweiligen Anforderungen abhängig.
Auch bei der personellen Besetzung ließ sich der 46-Jährige nicht festlegen. Statt ausschließlich auf gestandene Kräfte oder jüngere Spieler zu setzen, strebt er eine ausgewogene Kombination an. Erfahrung definiere sich für ihn ohnehin nicht allein über das Alter, sondern vielmehr über die bereits gesammelten Einsatzminuten.
„Die beste Mischung ist, wenn du erfahrene Spieler hast und Spieler, die Erfahrungen sammeln dürfen“, betonte Baum. Beide Spielertypen seien im Augsburger Kader vorhanden. Wie er sie gegen Union Berlin miteinander kombinieren wird, ließ der Coach offen: „Wir schauen mal, wie wir das am Samstag zusammenbauen.“


