Mick Schmetgens macht beim SV Werder Bremen weiter große Schritte. Der 19-Jährige kam an den ersten drei Bundesliga-Spieltagen jeweils zum Einsatz und half dabei zuletzt auf der Rechtsverteidigerposition aus. Dass seine Entwicklung auch über die Vereinsgrenzen hinaus wahrgenommen wird, unterstreicht die Auszeichnung mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze.
Cheftrainer Daniel Thioune sieht darin auch eine Bestätigung für die jahrelange Nachwuchsarbeit an der Weser. „Die Entwicklung begleiten wir als Verein ja schon sehr lange“, erklärte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr). Schmetgens befinde sich zwar erst in seinem ersten Seniorenjahr, habe in jungen Jahren aber bereits „sehr viel gesehen“.
Dazu gehören neben seinen ersten Bundesliga-Erfahrungen auch Erfolge im Nachwuchs. In der Saison 2024/25 hatte der Innenverteidiger maßgeblichen Anteil am DFB-Pokalsieg der Bremer U19. Auch bei der deutschen U19 übernimmt er laut Thioune eine wichtige Rolle: „Wenn er jetzt wieder zur Nationalmannschaft gehen wird, wird er gesetzt sein und wieder sehr viel Verantwortung übernehmen.“
Perspektivisch zurück ins Abwehrzentrum
Bei den Profis profitiert Schmetgens nach Einschätzung seines Trainers insbesondere von den erfahrenen Spielern in seinem direkten Umfeld. Thioune nannte Marco Friedl und Amos Pieper sowie den ebenfalls noch jungen polnischen Nationalspieler Oskar Wójcik als Akteure, an denen sich das Talent orientieren könne. Das Ziel sei, Schmetgens Schritt für Schritt so weiterzuentwickeln, „dass er eine Rolle spielen kann in einem Profikader, auch in der ersten Elf“.
Langfristig soll es für den gelernten Innenverteidiger dabei auch wieder auf seine angestammte Position gehen. „Er wird bei uns auch noch seine Spiele und Minuten machen, vielleicht auch auf der Innenverteidigerposition“, stellte Thioune in Aussicht. Aktuell sieht der Trainer allerdings keinen Anlass, die bestehende Ordnung vorschnell zu verändern. „Wir sind gerade am dritten Spieltag. Dass ich da nicht alles durcheinanderwerfe, ist völlig normal.“
Geduld bleibt entsprechend gefragt – Zweifel am grundsätzlichen Weg des Youngsters hat Thioune jedoch keine. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand Mick verhindern kann auf seinem Weg, Bundesligaspieler zu werden“, sagte der Werder-Coach. Wann Schmetgens diesen Status dauerhaft erreicht, wollte er nicht prognostizieren. Die bisherigen Fortschritte sprechen aber für sich: Während er in der vergangenen Saison lange auf Bundesliga-Minuten warten musste, hat er in der laufenden Spielzeit bereits nach drei Spieltagen drei Einsätze auf dem Konto.


