Mitchell Weiser arbeitet beim SV Werder Bremen weiter an seinem Comeback nach dem im vergangenen Jahr erlittenen Kreuzbandriss. Nachdem die Grün-Weißen den Vertrag des 32-Jährigen erst kürzlich verlängert haben, gibt es nun auch einen konkreten Fahrplan für die nächsten Schritte in der Rehabilitation.
Beim Trainingsauftakt am 12. Juli wird der Schienenspieler noch nicht voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Wie Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube erklärte, soll Weiser zunächst individuell arbeiten. Bereits in der zweiten Vorbereitungswoche ist dann die teilweise Rückkehr ins Teamtraining vorgesehen. „Mitch befindet sich nach wie vor im Rehaprozess und liegt voll im Plan“, so Fritz.
Werder setzt auf behutsamen Aufbau
Trotz der positiven Entwicklung wollen die Bremer Verantwortlichen weiterhin kein Risiko eingehen. Nach mehr als einem Jahr ohne Pflichtspieleinsatz steht eine kontrollierte Belastungssteuerung im Vordergrund. „Mitch ist hochmotiviert und möchte der Mannschaft schnellstmöglich wieder helfen“, erklärte Fritz, betonte zugleich aber die vorsichtige Herangehensweise: „Nach einem Jahr Ausfallzeit werden wir ihn behutsam wieder an die Belastung heranführen, damit er Schritt für Schritt wieder sein bestes Niveau erreichen kann.“
Die lange Reha soll dabei auch dazu beitragen, das Risiko eines erneuten Kreuzbandrisses möglichst gering zu halten.
Vertrauen in den langjährigen Leistungsträger
Intern scheint der Glaube an eine erfolgreiche Rückkehr des Routiniers ungebrochen. Fritz betont, dass Werder weiterhin von Weisers Qualitäten überzeugt sei und ihm zutraue, wieder an sein früheres Leistungsniveau anzuknüpfen. Vor seiner schweren Verletzung gehörte der 32-Jährige zu den wichtigsten Spielern im Bremer Kader.
Offen bleibt vorerst lediglich die Frage nach seiner künftigen Rolle. Gegenüber BILD wollte sich Fritz nicht auf eine feste Position des Routiniers festlegen. Zwar wisse man, „was er uns als Rechtsverteidiger mit seinem Tempo und Offensivdrang geben kann“, grundsätzlich komme Weiser aber auch für andere Aufgaben infrage. Die Entscheidung darüber liege letztlich bei Cheftrainer Daniel Thioune.
Für Werder ist die Entwicklung jedenfalls ein positives Signal. Verläuft die weitere Vorbereitung ohne Rückschläge, dürfte Weiser im Laufe des Sommers zunehmend an die Mannschaft herangeführt werden und sich Schritt für Schritt für ein Pflichtspiel-Comeback empfehlen.



Aber hauptsache erst so tun, als sei ein Einsatz im April 26 realistisch gewesen 😂