Nach über zweimonatiger Zwangspause wegen einer Adduktorenverletzung feierte Paul Nebel beim Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 sein Saisondebüt. Beim Mainzer Gastspiel stand der 24-Jährige für rund 15 Minuten als Einwechsler auf dem Rasen. Für einen Platz in der Anfangsformation reicht es beim Offensivmann, der kürzlich zum ersten mal Nachwuchs bekommen hat, laut Trainer Urs Fischer aktuell aber noch nicht.
„Er ist sicher nicht so weit, dass er beginnen kann“, stellte der Chefcoach im Anschluss an die Begegnung unmissverständlich klar. Dass Nebel nach den aufregenden Tagen im Privatleben überhaupt wieder mitwirken konnte, bewertete Fischer dennoch positiv: „Die Minuten haben ihm gutgetan. Man darf nicht unterschätzen, dass einiges im mentalen Bereich und im Körper geschieht, wenn man Vater wird. Davor haben wir ihn ein bisschen geschützt. Aber diese Woche hat er gut trainiert.“
Sportlich erfüllte der Rückkehrer seinen Auftrag als belebendes Element in der Schlussphase, offenbarte aber auch noch etwas Nachholbedarf: „Es war wichtig, noch mal Frische auf den Platz zu bekommen. Paul hat seinen Job erledigt. Vor allem hatte er im Spiel gegen den Ball die eine oder andere Aktion. Nach vorne war er noch ein bisschen unsauber“, analysierte Fischer, der seinem Schützling die nötige Zeit einräumt: „Er war zwei Monate verletzt. Das braucht ein paar Spiele, um voll im Rhythmus zu sein.“
Für Nebel geht es in den kommenden Wochen vermutlich vorerst darum, über gezielte Jokereinsätze weitere Spielpraxis zu sammeln und sich schrittweise an die Startelf heranzuarbeiten.


