Atakan Karazor hat beim 2:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen den SC Paderborn erstmals in dieser Saison in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden. Der 29-Jährige rückte direkt in die Startformation und bildete die Zentrale gemeinsam mit Angelo Stiller. Grischa Prömel nahm zunächst auf der Bank Platz.
Karazor war an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen noch ohne Einsatz geblieben. Trainer Sebastian Hoeneß deutete zuletzt bereits an, dass sich in den kommenden Wochen durchaus Möglichkeiten eröffnen könnten. Durch den Abgang von Chema Andrés kurz vor dem Ende der Sommer-Transferperiode hat sich die Situation im zentralen Mittelfeld zusätzlich verändert. „Ich habe es ja schon gesagt, dass spätestens nach dem Abgang von Chema klar war, dass Ata mit seinen Qualitäten für uns wieder eine Rolle einnehmen wird“, erklärte der VfB-Coach.
Karazor hatte sich seine Chance zudem mit guten Auftritten während der Länderspielpause erarbeitet. „Er hat zwei Testspiele gespielt, die ich beide gut fand. Auch heute fand ich ihn gut“, zog Hoeneß nach dem Paderborn-Spiel ein positives Fazit. Gerade in einer umkämpften Partie habe sich der Routinier behauptet: „Er hat in einem schwierigen Spiel einige wichtige Zweikämpfe gewonnen.“
Für Karazor kommt der erste Saisoneinsatz zu einem günstigen Zeitpunkt. Bereits am Mittwoch (21:00 Uhr) ist Stuttgart in der Champions League bei Slovan Bratislava gefordert, anschließend geht es mit der nächsten Englischen Woche weiter. Hoeneß hatte bereits angekündigt, in dieser Phase Veränderungen in der Anfangsformation vorzunehmen.
Damit dürfte auch im zentralen Mittelfeld künftig häufiger gewechselt werden. Neben Stiller und Prömel hat sich Karazor mit seinem gelungenen Auftritt gegen Paderborn nun wieder als zusätzliche Option angeboten.


