Nach drei Punkten aus drei Spielen stand Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend in der Champions League schon ein wenig unter Zugzwang. Für das Team von Trainer Roger Schmidt ging es bei Tottenham Hotspur nicht nur darum, den Anschluss nicht zu verlieren – die Engländer gingen mit einem Punkt Vorsprung auf Leverkusen in die Partie –, sondern auch um ein besseres Abschneiden im direkten Vergleich der Mannschaften.
Das Hinspiel in der BayArena vor zwei Wochen endete mit einem torlosen Remis. Im Übrigen spielten die Teams heute im Wembley Stadion, nicht an der White Hart Lane, wo sich das Stadion derzeit im Umbau befindet.
Trainer Schmidt, der die Werkself nach abgesessener Innenraumsperre wieder von der Bank aus betreuen durfte, stellte sein Team gegenüber dem 2:1 gegen Wolfsburg dreimal um. Toprak und Tah wurden rechtzeitig fit und rückten ebenso in die Startelf wie Baumgartlinger. Für Jedvaj und Dragovic ging es auf die Ersatzbank, Bender fehlte wegen einer Fersenprellung gänzlich.
Die Aufstellung der Werkself
In Halbzeit eins waren die Torhüter nur selten gefordert. Beide Teams schenkten die Bälle auf dem Weg nach vorne teilweise viel zu fahrlässig her, aufseiten der Leverkusener war es insbesondere der letzte Pass, der nicht gelingen wollte. Alles in allem fehlten den Akteuren Präzision und Ideen.
Auch die Unbedachtheit der Spurs-Abwehr wusste die Werkself lange nicht auszunutzen. Die besten Chancen hatte zunächst Chicharito, der heute sein 50. Champions-League-Spiel absolvierte; doch der Mexikaner vergab zweimal (43., 61.) in aussichtsreicher Position.
In der 65. Minute landete die Kugel nach einem Distanzschuss von Aránguiz dann irgendwie im Strafraum bei Kevin Kampl, der aus sechs Metern Entfernung problemlos zum 1:0 traf. Es sollte der goldene Treffer des Abends bleiben, weil Tottenhams Dier in der Schlussphase mit seinem wuchtigen Freistoß nur die Latte traf.












