Borussia Dortmund hat aus deutscher Sicht am Dienstagabend den Auftakt zu den Achtelfinalwochen in der Champions League gemacht. Das Team von Cheftrainer Thomas Tuchel war dabei zunächst in der Ferne gefragt: Im Estadio da Luz zu Lissabon ging es gegen den portugiesischen Meister und momentanen Tabellenführer Benfica.
Im Vergleich zum enttäuschenden Ligaauftritt beim SV Darmstadt (1:2) setzte Tuchel heute neben einer verbesserten Einstellung seiner Schützlinge auf vier personelle Wechsel: Die beiden Youngster Mor und Burnic fehlten gänzlich im 18er-Kader, Pulisic und Ginter nahmen auf der Ersatzbank Platz. Dafür rückten Dembélé, Schmelzer, Piszczek und Bartra in die erste Elf der Schwarz-Gelben.
Die Aufstellung des BVB
In der Partie war gleich Tempo drin. Die Adlerträger aus Lissabon gingen mit dem lautstarken Anhang im Rücken mutig zu Werke und spielten mit einer sehr hoch stehenden Viererkette. Dies gab Dortmund bei Balleroberung die Möglichkeit zu schnellen Vorstößen. Die erste Riesenchance gehörte schließlich den Gästen: Dembélé setzte nach Ballgewinn im Mittelfeld umgehend Aubameyang mit einem gut getimten Steilpass ideal in Szene – aus 14 Metern halbrechter Position beförderte der Gabuner die Kugel über den Querbalken (10. Minute).
Die Gäste sorgten in der Folge mit längeren Ballstafetten und ruhigem Aufbauspiel allmählich für Beruhigung. Eine weitere gute Gelegenheit bot sich dem BVB in der 23. Minute, als Dembélé sieben Meter vor dem Tor zum Abschluss kam. Lindelöf wehrte seinen Schuss zur Ecke ab, die nichts einbrachte. Dortmund gab weiter den Rhythmus vor und hätte gut fünf Minuten vor dem Pausenpfiff wohl einen Strafstoß zugesprochen bekommen müssen, als Benfica-Keeper Ederson am Strafraumrand am Ball vorbeisäbelte und den anrauschenden Dembélé fällte.
Erste Chance f
Schien es nach dem ersten Durchgang, als könnte die Führung für die Westfalen nur noch eine Frage der Zeit sein, so setzte es für sie kurz nach Wiederanpfiff die kalte Dusche: Eine Ecke von Pizzi köpfte Luisao gefährlich vors BVB-Tor, anschließend fischte Mittelstürmer Mitroglu den Ball vor Schlussmann Bürki weg und musste ihn nur noch über die Linie drücken (48.).
Der Bundesligist zeigte die richtige Reaktion, erspielte sich binnen der nächsten Minuten mehrere Chancen und kam letztlich doch zu seinem Elfmeter (58.). Doch Aubameyang, der den Ball bereits fünf Minuten zuvor im Duell mit Ederson aus zehn Metern über den Kasten schaufelte, scheiterte auch vom Punkt. Wenige Momente später brachte Tuchel Schürrle für den an diesem Abend glücklosen Stürmer.
Gegen die weiteren Angriffswellen setzten sich die Portugiesen nun gut zur Wehr, sorgten ihrerseits punktuell mit Vorstößen für Entlastung. Auch eine letzte Großchance – ein abgefälschter Schuss von Pulisic, den Ederson überragend parierte (84.) – sollte nicht zum Erfolg führen, sodass die Borussen die Heimreise mit einer 0:1-Niederlage im Gepäck antreten müssen, die sie sich vermutlich kaum erklären können.










