Für Borussia Mönchengladbach stand heute das Pokalderby gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf an. Dabei war die ESPRIT arena der Fortuna erstmals seit viereinhalb Jahren mit 54.000 Zuschauern wieder ausverkauft. Betrachtet man die Historie, so standen die Vorzeichen für den Erstligisten nicht gerade gut: Alle drei bisherigen Pokalspiele zwischen beiden Vereinen konnten die Flingeraner für sich entscheiden.
Im Vergleich zur letzten Bundesligapartie gegen Bayer Leverkusen (1:5) nahm Gladbachs Cheftrainer Dieter Hecking zwei Wechsel in seiner Startelf vor. In der Viererabwehrkette spielte Tony Jantschke, der erstmals in dieser Saison zu einem Einsatz kam, anstelle von Jannik Vestergaard. In der Offensive tauschte Hecking Fabian Johnson durch Ibrahima Traoré aus.
Verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen den Fohlen neben den Langzeitverletzten Tobias Strobl (Kreuzbandriss) und Lászlo Bénes (Mittelfußbruch) auch weiterhin Raúl Bobadilla (Schambeinreizung), Christoph Kramer (Oberschenkelprobleme) sowie Julio Villalba (ausgekugelter Finger) nicht zur Verfügung.
Aufstellung von Mönchengladbach
Die erste Viertelstunde war mehr oder weniger ein Abtasten beider Teams, wobei der Favorit aus Mönchengladbach mehr Ballbesitz hatte. Bis auf zwei kleinere Torannäherungen von Florian Neuhaus (4.) auf Seiten des Zweitligisten und Thorgan Hazard (5.) gab es keine nennenswerteren Situationen.
Danach nahm das Spiel, welches mehr und mehr umkämpft wurde, an Fahrt auf: Nachdem erst Lars Stindl vor Fortuna-Keeper Raphael Wolf im Strafraum zum Schuss kam (17.), Verteidiger Robin Bormuth sich aber noch dazwischenwerfen konnte, verfehlte Jean Zimmer auf der Gegenseite den Kasten von Yann Sommer nach einem Schuss vom rechten Strafraumeck nur knapp (23.).
Nach gut einer halben Stunde wurde dann der Underdog aus Düsseldorf stärker: Mit toller Kulisse im Rücken wurde Jean Zimmer mit einem starken Steilpass auf die Reise geschickt. Der 23-Jährige fiel jedoch im Strafraum, nachdem er von Oscar Wendt aus dem Tritt gebracht wurde. Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied allerdings nicht auf Strafstoß. Kurz darauf schoss Fortunas Benito Raman per Distanzschuss nur knapp über die Latte (35.).
Auch in den letzten zehn Minuten blieb die Partie umkämpft. Der Bundesligist hatte zwar insgesamt nach wie vor mehr vom Spiel, so richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Düsseldorfs Raphael Wolf aber nicht mehr.
Erst in der Schlussminute gab es noch einmal einen Aufreger: Gladbachs Raffael kam im Sechzehner nach einem Einsteigen von Innenverteidiger André Hoffmann, der nicht den Ball spielte, zu Fall. Aber auch hier zeigte der Unparteiische nicht auf den Punkt. So blieb es beim torlosen Halbzeitstand.
Es geht torlos in die Halbzeit. #F95BMG 0:0 #DFBPokal pic.twitter.com/IdsDDNMxgc
— Borussia (@borussia) October 24, 2017
Die zweite Halbzeit der Partie begann, wie die erste aufgehört hatte: Ohne personelle Wechsel und mit viel Tempo. Ein nicht gut genug platzierter Schuss von Denis Zakaria (46.) und eine gefährliche abgefälschte Hereingabe von Tony Jantschke (49.) waren die ersten guten Möglichkeiten für die Gladbacher. Aber auch die Fortuna blieb vor dem Tor der Bundesligisten gefährlich.
In der 52. Spielminute fiel er dann der erste Treffer des Spiels: Thorgan Hazard drang von links in den Strafraum ein, spielte sich an Gegenspieler Bormuth vorbei und schloss aus kürzerer Distanz ab. Keeper Wolf kam mit schlechter Sicht noch an den Ball, konnte das Tor aber nicht mehr verhindern.
In den darauffolgenden 15 Minuten blieb das Derby hitzig und umkämpft. Während die Fortuna darum bemüht war, den Ausgleichstreffer zu erzielen, aber im letzten Drittel meist nicht die nötige Durschlagskraft entwickeln konnte, kam auch der Gast aus Mönchengladbach immer wieder zu gefährlichen Situationen.
In der 66. Minute nahm Dieter Hecking dann den ersten Wechsel der Partie vor, wodurch beide Teams einige Sekunden durchschnaufen konnten: Für den ausgelaugten Mickaël Cuisance kam Jonas Hofmann herein.
Nur sieben Minuten später ertönte dann doch noch ein Elfmeterpfiff – für Düsseldorf. Niko Gießelmann setzte sich an der Grundlinie gegen Jantschke durch und drang in den Strafraum ein. Daraufhin brachte ihn Jantschke jedoch zu Fall: Der Gefoulte konnte den Ausgleich aber nicht erzielen, setzte den Strafstoß an den linken Pfosten (73.).
Der Zweitligist lief nun in der Schlussviertelstunde mehr und mehr an, da sich die Gladbacher, die Ball und Gegner geschickt laufen ließen, etwas zurückzogen. Trotz der lautstarken Anfeuerungen der Heimfans und eines großen Kampfs gelang der Fortuna am Ende aber nicht mehr der ersehnte Ausgleichstreffer. Die Borussia zieht somit ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.













