Borussia Mönchengladbach | 1. Bundesliga

Glad­bach-Trainer­su­che: Priske kein Thema

15.09.2026 - 14:28 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Bei Borussia Mönchengladbach läuft nach der Trennung von Eugen Polanski die Suche nach einem neuen Cheftrainer. Nachdem am Montagabend Brian Priske als möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht worden war, gibt es dazu inzwischen ein Update: Nach Informationen der vereinsnahen Rheinischen Post ist der 49-Jährige bei den Fohlen kein Thema.

Das dänische Tipsbladet hatte zuvor berichtet, dass Gladbach Interesse am derzeitigen Trainer von Sparta Prag zeige und sogar ein Angebot in Millionenhöhe erwäge. Dazu soll es jedoch nicht kommen. Zwar würde Priske mit seiner Erfahrung und seinen Deutschkenntnissen grundsätzlich einige Kriterien erfüllen, laut Rheinischer Post ist an einem Wechsel an den Niederrhein aber nichts dran.

Gladbach sucht Erfahrung und Entwicklungspotenzial


Das Anforderungsprofil bei der Suche ist klar umrissen. Sportchef Rouven Schröder soll einen Trainer mit entsprechender Erfahrung suchen, der die Mannschaft nach dem Fehlstart mit drei Niederlagen stabilisieren und gleichzeitig langfristig weiterentwickeln kann. Eine interne Dauerlösung mit Interimstrainer Jan-Moritz Lichte ist laut dem Bericht ausgeschlossen. Lichte wird Gladbach zunächst gegen den 1. FSV Mainz 05 betreuen.

Mehrere andere Namen werden weiterhin gehandelt. Alexander Blessin und Horst Steffen werden als Trainer genannt, die bereits ihre Qualitäten in der Spielerentwicklung nachgewiesen haben und für einen strukturierten Ansatz stehen. Insbesondere die anfällige Defensive soll der neue Coach möglichst schnell stabilisieren. Steffen, der als Profi und Nachwuchstrainer bereits für Gladbach tätig war, hatte zuletzt öffentlich seine Bereitschaft für eine neue Aufgabe signalisiert.

Auch Christian Eichner wird als interessanter verfügbarer Kandidat eingeordnet. Der 43-Jährige arbeitete über Jahre erfolgreich beim Karlsruher SC, verfügt allerdings noch nicht über Erfahrung als Cheftrainer in der Bundesliga. Bo Henriksen, der bereits den 1. FSV Mainz 05 trainierte, wäre dagegen eine bundesligaerfahrene Alternative aus dem Ausland.

Weitere Namen im erweiterten Kreis sind Dietmar Kühbauer, Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok. Bei Kühbauer wäre aufgrund seines Engagements beim Linzer ASK eine Ablöse erforderlich. Zudem werden mit Achim Beierlorzer, Martin Schmidt, Sandro Schwarz und Dimitrios Grammozis mehrere Trainer aufgeführt, mit denen Schröder bereits zusammengearbeitet hat. Als eher unpassend werden Baumgart und Kwasniok aufgrund ihrer Kölner Vergangenheit und ihrer Art eingeschätzt.

Keine Rolle spielen laut Rheinischer Post dagegen René Maric und Zsolt Löw. Beide würden aufgrund ihrer geringen Erfahrung als Cheftrainer zu sehr in die Kategorie Experiment fallen. Auch Ole Werner gilt trotz seiner Qualitäten vor allem aus finanziellen Gründen als unrealistische Lösung.

Allzu lange möchte sich Gladbach trotz der anstehenden längeren Länderspielpause nicht Zeit lassen. Spätestens beim Derby gegen den 1. FC Köln am 11. Oktober soll der neue Cheftrainer an der Seitenlinie stehen. Idealerweise soll dieser bereits vorher ausreichend Zeit erhalten, um die Mannschaft kennenzulernen.

Quelle: rp-online.de