Für Eintracht Frankfurt ging es heute in der Europa League, nachdem man schon am ersten Spieltag einen 2:1-Erfolg über Olympique Marseille feiern konnte, erneut gegen einen namhaften Gegner. In der zweiten Gruppenpartie empfingen die Hessen vor heimischem Publikum den italienischen Erstligisten Lazio Rom.
Eintracht-Coach Adi Hütter veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur letzten Begegnung in der Bundesliga (4:1 gegen Hannover) auf drei Positionen. Simon Falette, Mijat Gacinovic sowie Luka Jovic rotierten für Evan N'Dicka, Ante Rebic (beide Bank) und der nicht spielberechtigte Allan in die erste Elf.
Neben den Langzeitverletzten Carlos Salcedo (Syndesmosebandriss), Timothy Chandler (Knorpelschaden im Knie) und Goncalo Paciencia (Außenmeniskusriss) fehlte den Frankfurtern weiterhin auch David Abraham (Adduktorenzerrung).
Aufstellung von Frankfurt
Frankfurt startete mutig in die Partie und wurde früh belohnt. Bereits nach drei Minuten klingelte es im Tor von Lazio. Eine Ecke von Jonathan de Guzmán fand den Fuß von Rechtsverteidiger Danny da Costa, der goldrichtig stand und kurzerhand das 1:0 erzielte (4.). Ein Start nach Maß für die Adlerträger.
Daraufhin wachten die Gäste aus Italien langsam auf, es folgte in der 23. Minute der Ausgleich. Nach einer schnellen Umschaltaktion drang Joaquin Correa in den Frankfurter Strafraum ein und legte auf Marco Parolo ab. Dieser hatte wenig Mühe, den Ball an Torhüter Kevin Trapp vorbei ins linke, untere Eck zu befördern.
Nun wurde die Eintracht ihrerseits wieder stärker. Vor lautstarkem Publikum fiel dann der Treffer zur erneuten Führung. Sébastien Haller, der sich gut gegen einige Gegenspieler durchsetzte, steckte im Strafraum auf Mijat Gacinovic durch. Dieser beförderte die Kugel per No-look-Pass in den Rückraum, wo Filip Kostic herangelaufen kam und die Vorlage zum 2:1 nutzte (28.).
Sekunden vor dem Pfiff zur Halbzeit wurde ein insgesamt für den neutralen Zuschauer ansehnlicher erster Durchgang noch um einen Höhepunkt reicher. Nach wiederholtem Foulspiel sah Roms Mittelfeldspieler Dusan Basta die Gelb-Rote Karte vom niederländischen Schiedsrichter Serdar Gözübüyük.
Was für eine erste Halbzeit. Ein toller Auftritt auf dem Rasen und Fans auf den Rängen, die einen fast schon sprachlos zurücklassen. #SGEuropa #SGELazio 2:1 pic.twitter.com/v2smOA297d
— Eintracht Frankfurt (@Eintracht) October 4, 2018
Mit einem Mann mehr ergaben sich schon schnell nach dem Seitenwechsel viele Räume zum Kontern für die Frankfurter Eintracht. Nachdem Luka Jovic in der 49. Minute erst noch mit einem Flachschuss, der knapp links am Tor vorbeiging, am 3:1 scheiterte, machte er dies nur drei Minuten später um einiges besser:
Haller hatte bei einem Konter ganz viel Platz auf der rechten Seite und legte schließlich zum mitgelaufenen Jovic rüber. Dieser überlupfte frei vorm Tor den herausgeeilten Silvio Proto wie aus dem Lehrbuch (52.).
Die nächste Schlüsselszene sollte in der spektakulären Partie schnell folgen. Joaquin Correa holte de Guzman im Mittelfeld von hinten von den Beinen. Referee Gözübüyük entschied auf grobes Foulspiel und zückte die glatt Rote Karte – keine zwingende, aber wohl vertretbare Entscheidung (58.). Lazio musste also in den letzten rund 35 Minuten der Partie zu neunt weiterspielen.
Mit zwei Toren mehr auf dem Konto ließ die Eintracht dann gegen dezimierte Italiener nicht mehr anbrennen. Am Ende sprang sogar noch das 4:1 heraus. Danny da Costa schnürte in der Nachspielzeit nach einer Flanke des eingewechselten Taleb Tawatha seinen Doppelpack (90+4).
Mit sechs Punkten aus zwei Spielen befindet sich die Truppe von Trainer Adi Hütter damit auf dem ersten Platz der Gruppe H.








