FC Schalke 04 | 1. Bundesliga

Muslić: Viererkette als Modell für die Zukunft

01.11.2026 - 12:46 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Der FC Schalke 04 will nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig auch in den kommenden Wochen wohl verstärkt auf eine Viererabwehrkette setzen. Cheftrainer Miron Muslić zeigte sich trotz des Ergebnisses zufrieden mit der taktischen Umstellung und stellte in Aussicht, dass die Königsblauen künftig häufiger in dieser Formation auflaufen werden.

Hintergrund ist vor allem die bislang ausbaufähige Offensivleistung. Zwar präsentierte sich Schalke mit nur sieben Gegentoren und drei Spielen ohne Gegentreffer an den ersten sieben Spieltagen defensiv stabil, nach vorne fehlte es jedoch häufig an Durchschlagskraft. Gegen Leipzig sollte die Umstellung auf eine Viererkette für mehr Präsenz im Angriff sorgen.

„Wir müssen diesen Mut haben, auch Dinge strukturell zu verändern, damit wir vorne einfach noch zwei Beine bekommen“, erklärte Muslić auf der Pressekonferenz. Seine bisherige Defensivordnung gebe er zwar nur ungern auf, allerdings fehle seiner Mannschaft bei einer tiefen Verteidigung häufig das Tempo, um nach Ballgewinnen gefährlich umzuschalten.

Muslić kündigt weitere Anpassungen an


Mit einem zusätzlichen Spieler in offensiveren Räumen erhofft sich der Schalke-Coach mehr Möglichkeiten im Angriffsspiel. Erste Fortschritte habe er gegen Leipzig bereits erkannt. „Die Umstellung auf die Viererkette hatte heute zu keinem Zeitpunkt taktisch ein Problem“, betonte Muslić und verwies auf den energischen Beginn sowie mehrere gute Torchancen seiner Mannschaft.

Trotz der Niederlage wertete der Trainer den Auftritt als „kleinen Schritt nach vorne“. An der offensiveren Ausrichtung möchte er deshalb festhalten: „Das wird sicherlich die nächsten Wochen das Schalke-Gesicht sein.“

Damit dürfte die Viererkette auch beim kommenden Bundesliga-Gastspiel bei der TSG Hoffenheim am 9. Spieltag eine ernsthafte Option sein. Eine dauerhafte Abkehr von der bisherigen Defensivordnung ist damit allerdings noch nicht ausdrücklich beschlossen.

Quelle: Pressekonferenz