Beim Hamburger SV nimmt das im Sommer neu justierte Profil auf den Außenbahnen immer mehr die gewünschten Formen an. Auf der Pressekonferenz vor der Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt sprach Cheftrainer Merlin Polzin ausführlich über die Anforderungen auf den Schienenpositionen und zeigte sich mit der aktuellen Entwicklung seiner Profis hochzufrieden.
„Es war mit einer klaren Überzeugung im Sommer so entschieden worden, dass wir uns auf den Schienenpositionen bewusst in diese Richtung verändern: Sprich Spieler haben, die 90 Minuten plus Nachspielzeit hoch und runter marschieren können und mit allem was sie haben die Mannschaft, auch mit dieser Freude am Laufen und Überholen des Gegenspielers, anstecken“, erklärte Polzin die taktische Grundsatzentscheidung der Hanseaten.
Dabei ging der Übungsleiter insbesondere auf Zakaria El Ouahdi und David Møller Wolfe ein: „Das ist bei beiden total gegeben. Ob das dann bei Zaka ist, der gefühlt nach jeder Aktion nochmal den Austausch mit der Tribüne sucht, um anzuheizen. Das spürt man einfach, wie viel es ihm auch bedeutet, hier in Hamburg spielen zu dürfen.“ Auch für Møller Wolfe fand der Trainer lobende Worte: „Bei Wolfe ist es so, dass ich gar nicht weiß, wie viele Aktionen er noch hatte, bei denen er frei vorm Tor gewesen wäre, wenn der letzte Pass richtig ankommt. Einfach weil er diese Sekunde eher als der Gegenspieler dran ist.“
Lauffreude und Härte als HSV-Erfolgsrezept
Das zahle genau auf die Identität ein, die der HSV auf den Rasen bringen müsse, um im Oberhaus bestehen zu können. „Als HSV haben wir nur die Chance, die nächsten Schritte zu gehen, wenn wir überperformen. Wir haben eine klare Vorstellung, wie wir Fußball spielen wollen. Das einzufordern ist wichtig und ein Teil davon ist dann natürlich die Intensität der Schienen, die Lauffreude, das Bock haben auf Arbeiten und die Schmerzen, die man dann im Fußball hat, diese auszuhalten und über den Punkt drüber zu gehen“, so Polzin weiter.
Zum Abschluss unterstrich Polzin, dass neben den beiden Stammkräften auch Nachwuchskraft Louis Lemke das Anforderungsprofil bereits voll verinnerlicht hat: „Da sind beide, aber auch Louis Lemke wenn ich an den jetzt denke, definitiv Kandidaten dafür, dass sie die Trainer sehr glücklich machen.“

