Imad Rondić hat am Freitagabend ein überraschendes Comeback für den 1. FC Köln gefeiert. Bei der Auswärtspartie gegen den VfB Stuttgart (1:4) wurde der Angreifer in der 90. Minute für Tom Krauß eingewechselt.
Für ihn ist die Rückkehr auf den Rasen eine späte Genugtuung: Rondić war in der Domstadt komplett abgeschrieben und zwischenzeitlich zweimal verliehen worden. Auch zu Beginn dieses Sommers zählte er lange Zeit nicht zum Trainingsbetrieb der FC-Profis und galt als sicherer Abgangskandidat. Seine professionelle Haltung verschaffte ihm letztlich die unverhoffte Bewährungschance, auch weil mit Thijs Dallinga ein anderer Stürmer krankheitsbedingt fehlte.
Trainer René Wagner begründete die Entscheidung mit dem unbedingten Willen des Angreifers: „Wir haben das 3:1 gemacht und dann war die Marschroute: Komm, wir gehen aufs 3:2, vielleicht passiert noch etwas Verrücktes! Deswegen haben wir uns für Imad entschieden und ein Stück weit seine Geschichte belohnt: Er wurde von uns am ersten Tag aus dem Mannschaftstraining genommen. Das war ein herber Rückschlag für ihn.“
Ob die späte Einwechslung den Auftakt für weitere Spielzeit darstellt, bleibt allerdings offen. „Aber für heute war es mir wichtig, der Mannschaft das Zeichen zu geben: Wer sich bei uns den Arsch aufreißt, wird Fußball spielen“, so Wagner.


