Besser hätte die Rückkehr von Jonas Hofmann auf die europäische Bühne kaum laufen können. Der 34-jährige Offensivspieler von Bayer 04 Leverkusen, der erst kurzfristig für den verletzten Martin Terrier in den Europa-League-Kader nachnominiert worden war, stand beim 2:0 gegen OFI Kreta direkt in der Startelf und avancierte mit beiden Treffern zum Matchwinner.
Nach der Partie zeigte sich Cheftrainer Carles Martínez entsprechend zufrieden mit dem Auftritt des Routiniers. „Jonas ist ein Spieler, der Fußball liebt, der intelligent ist und genau das gemacht hat, was wir erwartet haben“, erklärte der Spanier auf der Pressekonferenz. Hofmann habe sich gut ins Zusammenspiel eingefügt und seine Leistung schließlich mit zwei Toren gekrönt.
Für Martínez war der erfolgreiche Einsatz zugleich eine Bestätigung seiner Herangehensweise an die Kaderführung. Der Trainer möchte möglichst vielen Akteuren das Gefühl vermitteln, eine echte Chance auf Spielzeit zu besitzen. Zwar könne nicht jeder dieselben Einsatzminuten erhalten, doch sei es wichtig, vorhandene Möglichkeiten zur Rotation zu nutzen.
„Jeder gibt im Training mehr Gas. Jeder weiß, dass er vielleicht seine Chance bekommen wird“, erläuterte Martínez. Davon profitiere nicht nur die Stimmung innerhalb der Mannschaft, sondern auch der Konkurrenzkampf. Schließlich müssten sich selbst regelmäßig eingesetzte Spieler bewusst sein, dass ihre Teamkollegen ebenfalls auf eine Gelegenheit warten.
Auch Blaswich erhält Anerkennung
Neben Hofmann durfte sich Janis Blaswich über einen Einsatz von Beginn an freuen. Der Torhüter erhielt gegen Kreta den Vorzug vor Mark Flekken, dessen bisherige Leistungen Martínez ausdrücklich hervorhob: „Ich bin sehr zufrieden mit Mark, Mark ist in sehr guter Form.“
Gleichzeitig wollte der Bayer-Coach die tägliche Arbeit von Blaswich belohnen. „Janis ist jeden einzelnen Tag da“, betonte Martínez. Deshalb habe er den Zeitpunkt für gekommen gehalten, dem Schlussmann eine Bewährungschance zu geben: „Heute hatte ich das Gefühl, dass es ein guter Tag war, ihm ein Spiel zu geben, weil er es ebenfalls verdient hat.“
Die Auftritte von Hofmann und Blaswich unterstreichen damit auch die Bedeutung der Kaderbreite für Martínez. Der Trainer setzt darauf, durch gezielte Einsatzmöglichkeiten möglichst viele Spieler einzubinden und den internen Konkurrenzkampf aufrechtzuerhalten.


