1. FC Köln | 1. Bundesliga

Wagner nimmt die Fünferkette ins Portfolio

17.10.2026 - 12:56 Uhr Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

Der 1. FC Köln hat bei der 0:1-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt eine taktische Veränderung vorgenommen. Statt der unter Trainer René Wagner üblichen Viererkette setzte der FC auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferabwehrkette. Eine Variante, die künftig immer mal wieder zum Einsatz kommen könnte.

„Die Idee mit der Fünferkette hatten wir schon lange“, erklärte Wagner nach der Partie. Die Umstellung sei weder eine Reaktion auf den 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende noch auf andere Entwicklungen gewesen. Vielmehr habe die taktische Ausrichtung zum Gegner gepasst und die Idee dazu bereits länger bestanden.

In Frankfurt ging die Umstellung unter anderem zulasten des spielstarken Offensivakteurs Mikey Moore, der auf der Bank landete. Joël Schmied wiederum feierte sein Saisondebüt in der Startelf. Er musste im Spielverlauf jedoch vom Feld, nachdem er umgeknickt war. Nähere Informationen zu seiner Blessur gab es am Freitagabend nicht mehr.

„Wir wollten die Fünferkette bei uns ins Portfolio nehmen. Es ist für uns etwas Gutes und wir können dadurch taktisch flexibler sein“, erläuterte der Coach. Gerade auswärts könne ein zusätzlicher Abwehrspieler dabei helfen, den eigenen Strafraum besser abzusichern.

Mehr Flexibilität für die Zukunft


Gleichzeitig verfolgte Köln gegen Frankfurt einen konkreten Plan: Aus einer etwas tieferen Position heraus wollte Wagner seine Mannschaft nach Ballgewinnen schnell umschalten lassen. „Es war ein Schritt in unserer Entwicklung“, befand der Trainer.

Vollständig aufgegangen ist die Idee allerdings nicht. Besonders in den ersten 20 bis 25 Minuten nach der Halbzeit gelang es den Kölnern nicht, den Gegner ausreichend zu beschäftigen. „Deswegen waren wir in der Phase zu tief drin“, analysierte Wagner, der gegen Ende wieder auf eine Viererkette umstellte, um einen zusätzlichen Spieler für die Offensive zu haben.

Insgesamt sah Wagner allerdings ein „gutes Auswärtsspiel mit dem falschen Ergebnis“. Die Kölner haben sich vielmehr lediglich im letzten Drittel unglücklich angestellt und es so verpasst, sich zu belohnen. Dementsprechend wird das Modell Fünferkette nun mutmaßlich nicht wieder eingemottet, sondern als zusätzliche taktische Option die Möglichkeiten in der Zukunft erweitern.

Quelle: Pressekonferenz