Der SC Freiburg zeigt sich in der Conference League souverän und besiegt den tschechischen Gegner FK Jablonec mit 3:2. Ein paar passive Momente konnten den Breisgauern den Erfolg nicht nehmen.
Erste Halbzeit: Freiburg dominant, aber einmal zu passiv
Freiburg war von Beginn an überlegen. Iriés Schlenzer touchierte die Latte (7.), kurz darauf köpfte Kübler nach einer Flanke von Irié ebenfalls an den Querbalken (12.). Die Führung erzielte Grifo per Freistoß aus rund 18 Metern, den Tekijaski mit einem Foul an Rosenfelder verursacht hatte. Der Italiener traf mit rechts ins obere Eck (15.). Kübler hätte nach einer Flanke von links auf 2:0 erhöhen können, köpfte aus kurzer Distanz aber vorbei (27.).
Im Gegenzug glich Jablonec aus. Slama flankte von links, Rusek schoss direkt, und Ginter fälschte den Ball so ab, dass Backhaus keine Chance hatte (28.). Danach drängte Freiburg weiter auf die Führung, unter anderem durch Grifo (36.), Irié (37.) und Höler per Kopf (38.).
Zur Pause liegt Freiburg bei Ballbesitz (59:41 Prozent), Torschüssen (13:1) und Expected Goals (1,33:0,22) klar vorn. Fünf Schüsse gingen aufs Tor, zwei ans Aluminium, vier wurden geblockt. Zwei Großchancen blieben ungenutzt. Im gegnerischen Strafraum kamen die Gastgeber 27-mal an den Ball, Jablonec nur viermal.
Zweite Halbzeit
Nach dem Wiederanpfiff kam Jablonec zur ersten Gelegenheit: Alioum stand allein vor Backhaus, war aber im Abseits (46.). Danach fing sich Freiburg, und Hanus verhinderte gegen einen Distanzschuss von Eggestein das 2:1 (53.). Aus der anschließenden Ecke fiel der Treffer: Pavlovic bekam den Ball an den Oberschenkel, von dort ging er ins eigene Tor. Der VAR prüfte ein mögliches Foulspiel, Schiedsrichter Malcevs gab den Treffer (56.).
Zehn Minuten später baute Freiburg die Führung aus. Grifos Schuss wurde geblockt, Kübler legte ab, und Eggestein traf aus der zweiten Reihe ins linke Eck (65.). Jablonec kam danach etwas besser ins Spiel: Sedlacek schoss aus rund 20 Metern drüber (70.), Nebyla scheiterte nach einer Freistoßvariante an Makengo (73.). Hanus musste noch einmal hellwach sein, als er gegen Makengos Abschluss aus linker Position parierte (80.).
In der Nachspielzeit wurde es noch einmal spannend: Kuol, der nach einer Stunde für Alioum gekommen war, verkürzte auf 3:2 (90.+3).
Die Zahlen: Am Ende steht Freiburg bei 23 Torschüssen gegen elf (9:2 aufs Tor) und 1,85 zu 1,18 Expected Goals. Die Gastgeber hatten 61 Prozent Ballbesitz und kamen 41-mal im gegnerischen Strafraum an den Ball, Jablonec 15-mal. Beide Teams hatten zwei Großchancen, Freiburg ließ beide liegen, Jablonec nutzte beide. Hanus hielt acht Schüsse.
Tore:
1:0 Vincenzo Grifo (15./direkter Freistoß)
1:1 Antonin Rusek (29./Slama)
2:1 Dušan Pavlović (56./ET) - nach VAR-Überprüfung gegeben
3:1 Maximilian Eggestein (65./Kübler)
3:2 Garang Kuol (90+3/Chramosta)
Startelf: Backhaus – Kübler (87., Treu), Ginter, Rosenfelder (71., Lienhart), Günter (59., Makengo) – Eggestein, Osterhage – Irié (71., Goto), Yuito, Grifo – Höler (59., Matanović)

