Stefano Marino war einer der offensiven Gründe, warum Paderborn vergangene Saison in der 2. Bundesliga den Aufstieg klarmachte. Der gebürtige Pforzheimer war mit sechs Treffern einer der erfolgreichsten Torjäger beim SC. In dieser Bundesliga-Saison netzte er beim bisher einzigen Sieg gegen Hoffenheim (3:1).
Trainer Ralf Kettemann sprach auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen (Samstag, 15:30 Uhr) über die Rolle des Stürmers: „Erst mal muss ich sagen, er macht das unterm Strich so, dass wir zufrieden sind. Er kommt in seine Momente, das heißt, er nimmt am Spiel teil. Er ist kein Stürmer, der vorne warten soll, sondern er soll am Spiel teilnehmen.“
Gerade wenn der SCP mit einer Doppelspitzen agiert – meist stürmt Marvin Pieringer an der Seite von Marino – geht es um die gegenteiligen Rollen der beiden. Während Pieringer mehr der klassische, bulligere Mittelstürmer ist, agiert der 22-Jährige eher hängend im Halbraum.
Kettemann weiß, dass die Bundesliga noch mal andere Herausforderungen für ihn mit sich bringt: „Es ist halt schon so, dass die ersten Kontakte nochmal anders sitzen müssen als in der 2. Liga, aber das wird er schaffen.“
Marino wächst an den Bundesliga-Herausforderungen
Gerade mit seinen 1,86 Metern ist es oft nicht leicht gegen große gestandene Erstliga-Verteidiger. „Es gilt sich auch noch mal anders im Zweikampf zu wehren, aber er schafft das mit seinem Körper. Er hat jetzt gegen Jeff Chabot, Waldemar Anton, Ozan Kabak, Fabio Gruber, Matthias Ginter gespielt. Er hat schon einiges gegen sich gehabt und er hat eine gute Quote und schafft es, ordentlich am Ball zu bleiben.“
Der Trainer ist trotz der nicht einfachen Umstände zufrieden mit Marino, weil er schnell adaptiert. Sein Stürmer habe „die Offenheit zu wachsen“ und müsse seine Erfahrungswerte im deutschen Oberhaus sammeln. „Unterm Strich sind wir sehr happy“, dementsprechend ist auch mit einem nächsten Startelf-Einsatz des Deutschen in Bremen zu rechnen.
Marino selbst nahm auch an der Pressekonferenz teil und freut sich auf das Weserstadion: „Ich hatte noch keine Berührungspunkte mit Werder Bremen, aber ich hörte, dass das Stadion eine große Wucht haben soll. In solchen Stadien will man immer spielen, für mich ist es dort das erste Mal.“
Vielleicht gelingt dem jungen Stürmer am 6. Spieltag sein nächster Bundesliga-Treffer - leicht wird es definitiv nicht, denn mit Marco Friedl kommt der nächste gestandene Abwehrspieler auf Marino zu.

