Younes Ebnoutalib | Eintracht Frankfurt

Hütter sieht Ebnoutalib und Burkardt als Match

19.08.2026 - 15:12 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Younes Ebnoutalib erlebt bei Eintracht Frankfurt aktuell eine Phase, in der noch etwas Geduld gefragt ist. Der 22-Jährige hatte nach seinem Winterwechsel von der SV Elversberg zunächst einen Traumstart erwischt, wurde anschließend aber jäh durch eine Verletzung ausgebremst. Neu-Trainer Adi Hütter sieht seinen Angreifer dennoch als wichtigen Bestandteil seiner Planungen – und nimmt ihn bewusst aus der Schusslinie.

Ebnoutalib war zum Jahreswechsel für 8 Millionen Euro aus Elversberg in seine Heimatstadt Frankfurt gewechselt. Schon bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund (3:3) am 9. Januar durfte der gebürtige Frankfurter von Beginn an ran und traf direkt zum zwischenzeitlichen 2:2.

Nur wenige Tage später folgte allerdings der Rückschlag. Im Spiel gegen den VfB Stuttgart (2:3) zog sich Ebnoutalib bei einem Zusammenprall mit Jeff Chabot eine Innenbandverletzung im Knie zu und musste bereits nach 20 Minuten ausgewechselt werden. Die Verletzung setzte ihn für mehrere Wochen außer Gefecht.

Hütter sieht Ebnoutalib als Startelfkandidaten


In der Vorbereitung auf die neue Saison konnte der Angreifer nach seiner Rückkehr noch nicht wieder vollständig an seine ersten Eindrücke anknüpfen. Hütter sieht darin jedoch keinen Grund zur Sorge. Für das anstehende Pokalspiel gegen den SC St. Tönis ist Ebnoutalib nach Aussage des Trainers durchaus ein Kandidat für die Anfangsformation.

„Auf alle Fälle ist er ein Startelfkandidat, weil er es auch verdient hat“, erklärte Hütter auf der Pressekonferenz. Besonders schätzt der Coach den Einsatz seines Stürmers: Ebnoutalib arbeite „wahnsinnig viel für die Mannschaft“ und bringe genau jene Eigenschaften mit, die Hütter von einem modernen Angreifer erwartet.

„Er hat Tiefgang und versucht auch, die Bälle festzumachen. Er ist immer unangenehm“, so Hütter. Auch die bisherige Zusammenarbeit mit Jonathan Burkardt gefällt dem neuen Eintracht-Coach: „Die Kombination mit Johnny passt grundsätzlich sehr, sehr gut.“

Noch fehlt Ebnoutalib allerdings etwas die Ruhe. Hütter beobachtet bei seinem Schützling, dass dieser „noch ein bisschen ungeduldig und manchmal vielleicht etwas zu überhastet“ agiert. Gerade nach der langen Pause sei es deshalb wichtiger, ihm Sicherheit zu geben, statt zusätzliche Erwartungen aufzubauen.

„Er setzt sich selber manchmal zu viel unter Druck“


Hütter kennt dabei die besondere Situation seines Angreifers. Ebnoutalib ist in Frankfurt aufgewachsen und trägt seit seinem Wechsel zur Eintracht eine besondere Erwartungshaltung mit sich. Nach dem starken Debüt und der anschließenden Verletzung ist der Druck nicht kleiner geworden.

Genau davon möchte Hütter ihn nun befreien. „Es macht mehr Sinn, den Druck ein bisschen von ihm zu nehmen“, sagte der Trainer. Ebnoutalib setze sich selbst mitunter „zu viel unter Druck“. Für Hütter geht es deshalb darum, den Stürmer wieder stärker auf seine eigentlichen Qualitäten zu fokussieren. „Diesen jungen Spielern muss man einfach auch helfen, den Druck wegzunehmen und viel mehr auf das zu konzentrieren, was sie stark macht“, erklärte der Coach.

Die Botschaft ist damit klar: Hütter hält große Stücke auf Ebnoutalib. Trotz einer Vorbereitung, in der noch nicht alles rundlief, ist der Angreifer eine echte Option für die Startelf. Nun soll er Schritt für Schritt wieder zu jener Unbekümmertheit finden, die ihn bei seinem Frankfurter Traumstart ausgezeichnet hatte.

Quelle: Pressekonferenz

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Saison
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Einsätze
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