Die Situation von Rav van den Berg beim 1. FC Köln bleibt schwierig. Der Innenverteidiger wartet seit dem 5. April auf einen Pflichtspieleinsatz für die Rheinländer und schaffte es zuletzt zweimal in Folge nicht einmal mehr in den Spieltagskader. Auch bei der niederländischen U21 konnte der 22-Jährige während der Länderspielpause keine Spielpraxis sammeln: Beim 0:0 gegen Norwegen blieb er über die komplette Partie auf der Bank.
In Köln ist van den Berg derzeit nur die Nummer vier in der Innenverteidigung. Jahmai Simpson-Pusey, Luka Lochoshvili und Joël Schmied stehen in der Rangordnung vor ihm. Trainer René Wagner begründet die aktuelle Situation insbesondere mit den Eindrücken aus dem täglichen Training. „Rav weiß, an welchen Themen er arbeiten muss“, erklärte der Coach. „Am Ende ist es ein Profisport, wir müssen den bestmöglichen Kader aussuchen.“
Dabei war van den Berg erst im vergangenen Jahr für 8 Millionen Euro vom Middlesbrough FC verpflichtet worden. Durch mögliche Bonuszahlungen kann die Summe sogar auf 10 Millionen Euro anwachsen. Sportchef Thomas Kessler räumt entsprechend ein: „Ein Spieler, der so viel kostet, sollte im besten Fall auch spielen.“ Gleichzeitig schreibt er den Niederländer noch nicht ab. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ein Spieler „erst im zweiten oder vielleicht im dritten Jahr tatsächlich den Sprung“ schaffe.
Winter-Wechsel wird zum Thema
Schon im Sommer hatte es laut BILD Überlegungen gegeben, van den Berg für eine Saison zu verleihen. Der Verteidiger entschied sich jedoch dafür, in Köln zu bleiben und sich beim FC durchzusetzen. Bislang ist dieser Plan nicht aufgegangen: In der laufenden Saison kam er weder im DFB-Pokal noch in der Bundesliga zum Einsatz.
Sollte sich an seiner Situation in den kommenden Monaten nichts ändern, könnte ein Abschied im Winter wieder auf die Agenda rücken. Englische Transferportale bringen beispielsweise West Ham United mit van den Berg in Verbindung. Der englische Zweitligist soll sich mit dem Verteidiger und einem möglichen Vorstoß im Winter beschäftigen.
Für van den Berg geht es nach der Länderspielpause somit zunächst darum, sich über die Trainingsleistungen wieder näher an den Spieltagskader heranzuarbeiten. Sein langfristiger Vertrag in Köln läuft noch bis 2030, kurzfristig dürfte jedoch vor allem entscheidend sein, ob sich seine sportliche Rolle beim FC verändert.


