Vor dem Topspiel beim FC Bayern München hat sich Leipzigs Cheftrainer Martín Demichelis auf der Spieltagspressekonferenz zur Konkurrenzsituation auf der Sechser-Position zwischen Neuzugang Neil El Aynaoui und Nicolas Seiwald geäußert. Beide Akteure bringen aus Sicht des Trainers unterschiedliche Qualitäten mit: „Wir haben zwei verschiedene Sechser: Neil ist ein bisschen mehr Spielmacher. Nici ist vielleicht etwas stärker gegen den Ball.“
Dass Seiwald zuletzt nicht mehr gesetzt war, sei für den Österreicher ungewohnt: „Ich habe die letzten Tage mit ihm gesprochen. Wir werden ihn brauchen. Ob er morgen von Anfang an spielt oder in Madrid oder übernächstes Wochenende: Die Spieler müssen bereit sein.“
Demichelis hob dabei die vorbildliche Einstellung des Mittelfeldspielers hervor: „Er ist ein super Junge. Die letzten Tage, in denen er nicht von Anfang an gespielt hat, hat er immer eine brutale Einstellung gehabt. Das ist genau das, was eine Gruppe braucht. Mit elf Spielern schaffen wir keine gute Saison. Wir brauchen einen guten Kader, aber auch einen guten Spirit.“
Startelf-Frage bleibt offen
Zufrieden zeigte sich der RB-Coach auch mit der Entwicklung von Sommerneuzugang El Aynaoui: „Ich habe ihn darum gebeten, dass er zu uns kommt. Er hat direkt von Anfang an seine Leistung gebracht. Er ist super in die Gruppe gekommen und spricht verschiedene Sprachen. Er ist ein sehr intelligenter und netter Junge. Wir lernen uns langsam besser kennen und das ist wichtig für die Leistung der gesamten Gruppe.“
Ob Seiwald oder El Aynaoui am Samstagabend in der Allianz Arena starten, ließ der Übungsleiter offen. Zuletzt erhielt stets der Marokkaner den Vorzug. Das könnte erneut der Fall sein, sofern der Argentinier keinen Anlass für eine Belastungssteuerung sieht, wobei auch die Stärke Seiwalds gegen den Ball ein wichtiger Faktor sein könnte.

