Rodrigo Ribeiro hat beim 2:2 des FC Augsburg gegen den FC Bayern München das Vertrauen von Trainer Manuel Baum zurückgezahlt. Der 21-Jährige erhielt im Sturmzentrum erstmals in dieser Saison den Vorzug vor Michael Gregoritsch und erzielte prompt den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war vor allem das Profil des Portugiesen. Baum wollte gegen die Münchner mit viel Tempo hinter die gegnerische Abwehr kommen. „Ribeiro müssen wir heute auf eine Position bringen, aus der er wirklich hinten reinlaufen kann“, erklärte der FCA-Coach vor der Partie bei Sky.
Gregoritsch bringt aus Sicht des Trainers andere Qualitäten mit. „Gregerl ist eher das Gelenk in den Umschaltmomenten, den man anspielen kann, der klatschen lässt und dann geht es los“, erläuterte Baum. Für den speziellen Plan gegen Bayern benötigte Augsburg auf den offensiven Positionen jedoch mehr Geschwindigkeit: „Der Neuner und auch beide Zehner brauchen gegen Bayern unbedingt Speed, damit du nicht nur das eigene Tor verteidigst.“
Gegen Elversberg könnte sich das Blatt wieder wenden
Der Ansatz ging auf: Augsburg kam immer wieder in Umschaltsituationen und belohnte sich am Ende mit einem Punkt. Ribeiro setzte dabei mit seinem Treffer ein wichtiges Ausrufezeichen und sammelte Argumente für weitere Startelfeinsätze.
Festgeschrieben ist die Rollenverteilung im Angriff nicht. Im kommenden Auswärtsspiel bei der SV Elversberg (Samstag, 15:30 Uhr) könnte Gregoritsch mit seiner Kopfballstärke wieder stärker gefragt sein, zumal der Aufsteiger bislang gerade bei hohen Bällen anfällig wirkte. Welche Variante Baum wählt, dürfte daher erneut vom Matchplan abhängen.


