Victor Boniface gehört nicht zum Europa-League-Kader von Bayer 04 Leverkusen. Trainer Carles Martínez hat die Entscheidung nun eingeordnet und dabei deutlich gemacht, dass die Nicht-Nominierung vor allem mit dem körperlichen Zustand des Angreifers zusammenhängt. Trotz seiner Fortschritte sieht der Coach Boniface noch nicht so weit, die Belastung in allen drei Wettbewerben mitzugehen.
Dabei hat sich die Situation des Stürmers aus Sicht von Martínez in den vergangenen Wochen jedoch deutlich verbessert. „Ich verstehe total, dass man vielleicht eine andere Entscheidung treffen würde. Wenn wir diese Frage vor zwei Monaten gestellt bekommen hätten, wäre das aber noch undenkbar gewesen“, erklärte der Bayer-Coach. Damals sei Boniface körperlich noch nicht bereit gewesen und habe insbesondere mit seinem Knie Probleme gehabt. „Zwei Monate später trainiert Boni jeden Tag, verbessert sich und ist schon sehr weit. Aber aktuell ist er noch nicht bereit, in drei Wettbewerben zu konkurrieren.“
Dass Boniface zuletzt eine gute Vorbereitung absolvierte und beim 2:3 zum Bundesliga-Auftakt gegen die SV 07 Elversberg ab der 85. Minute wieder zum Einsatz kam, unterstreicht seinen positiven Trend. Martínez berichtete ebenfalls von einer Verbesserung: „Das Knie reagiert besser. Manchmal gibt es noch kleine Dinge, aber insgesamt ist es viel besser.“
Die Nichtberücksichtigung für die Europa League ist damit keineswegs als grundsätzliches sportliches Aus für Boniface zu verstehen. Vielmehr hofft Martínez darauf, den 25-Jährigen Schritt für Schritt wieder auf sein früheres Niveau zu bringen. „Mit seinem Talent verdient er es, dass dieses Jahr besser für ihn wird – und nicht nur diese Saison, sondern auch seine weitere Karriere“, so der Spanier. Anschließend fügte er an: „Ich hoffe, Sie können mich jede Woche fragen, warum ich diese oder jene Entscheidung (im Sturm) treffe. Denn das würde bedeuten, dass es ihm immer besser geht.“


