Victor Boniface könnte bei Bayer 04 Leverkusen in den kommenden Wochen wieder stärker in den Fokus rücken. Durch die Verletzungen von Martin Terrier und Christian Kofane werden die Optionen in der Offensive knapper. Der 25-jährige Nigerianer, der immer wieder mit Fitnessdefiziten zu kämpfen hatte, könnte dadurch an Bedeutung gewinnen. Für einen Platz in der Startelf muss er allerdings noch an sich arbeiten.
Cheftrainer Carles Martínez machte auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg deutlich, worauf es bei Boniface derzeit besonders ankommt. „Wir arbeiten und sprechen mit Boni“, erklärte der Spanier. Im Mittelpunkt stehe dabei vor allem die körperliche Intensität. Er versuche, den Angreifer zu unterstützen und anzutreiben, damit dieser in diesem Bereich Fortschritte mache.
Martínez fordert maximale Intensität
Eine grundsätzliche Startelf-Perspektive wollte Martínez seinem Schützling nicht verwehren. Dafür müsse Boniface die geforderte Leistungsbereitschaft jedoch kontinuierlich unter Beweis stellen – und zwar nicht nur an Spieltagen.
„Was wir wollen, sind elf Spieler mit maximaler Intensität“, betonte der Coach. Entscheidend sei deshalb, diese Intensität täglich im Training abzurufen. Erfülle Boniface diese Voraussetzung, seien sowohl Kurzeinsätze über 15 oder 20 Minuten als auch eine Berufung in die Anfangsformation denkbar.
Dabei stellte Martínez klar, dass er für den ehemaligen Stammstürmer keine Sonderregeln aufstellt. Die Anforderungen gelten für sämtliche Spieler im Kader.
Mit Patrik Schick verfügt Leverkusen über eine erstklassige Option für das Sturmzentrum. Angesichts der angespannten Personalsituation könnte Boniface aber schon bald wieder häufiger gefragt sein. Ob er sich dabei auch für eine größere Rolle als bisher empfehlen kann, hängt nach den Aussagen seines Trainers maßgeblich von seiner Entwicklung im Training ab.


