Wael Mohya gehört bei Borussia Mönchengladbach derzeit zu den positiven Erscheinungen. Der erst 17-jährige Offensivspieler machte zuletzt nicht nur mit einem Treffer auf sich aufmerksam, sondern versuchte auch, seine Mitspieler in Szene zu setzen und Verantwortung zu übernehmen. Cheftrainer Alexander Blessin zeigte sich auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (Freitag, 20:30 Uhr) angetan von der Entwicklung des Youngsters.
Besonders dessen unbekümmerte Art weiß der Gladbacher Coach zu schätzen. „Er ist ein sehr junger Typ, der offen ist und lacht. Er schert sich nicht groß darum, was Druck bedeutet“, erklärte Blessin. Mohya trete selbstbewusst auf, sei wissbegierig und bringe sowohl mit als auch gegen den Ball wichtige Qualitäten mit.
Dabei hob der Trainer insbesondere die Fähigkeiten des offensiven Mittelfeldspielers im direkten Duell hervor. „Seine Entlastungen im Eins-gegen-eins sind wichtig“, betonte Blessin. Zwar werde Mohya „nie der große Zweikämpfer sein“, doch arbeite er nach Ballverlusten engagiert mit und könne seiner Mannschaft durch seine Beweglichkeit und Kreativität helfen.
Blessin nimmt Mannschaft in die Pflicht
Bei allem Lob möchte Blessin allerdings verhindern, dass zu viel Verantwortung auf den Schultern des Nachwuchsspielers landet. „Er gibt uns das Unbekümmerte, das ist wichtig. Aber alle Last auf ihn abzuladen, wäre der falsche Ansatz“, stellte der 53-Jährige klar.
Vielmehr müsse die gesamte Mannschaft ihren Beitrag leisten, um den jungen Offensivmann bestmöglich zu unterstützen. „Wir brauchen eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Wir müssen uns besser unterstützen und helfen, dann wird auch Wael mehr glänzen können.“
Für das Duell mit Stuttgart dürfte Mohya damit erneut eine interessante Startelf-Option sein. Blessins Aussagen verdeutlichen jedoch, dass der Trainer die weitere Entwicklung des Talents nicht allein an dessen individuellen Leistungen festmachen möchte, sondern auch die Mitspieler in der Verantwortung sieht.


