Eintracht Frankfurt hat beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 erstmals in dieser Bundesliga-Saison auf Younes Ebnoutalib in der Startelf verzichtet. Die Entscheidung gegen den Angreifer hatte dabei vor allem taktische Gründe: Trainer Adi Hütter stellte auf eine Dreierkette um und reduzierte dafür sein Offensivpersonal.
„Wenn du hinten einen reintust, dann musst du vorne wahrscheinlich einen rausnehmen“, erklärte Hütter nach der Partie. Im Vorfeld hatte der Coach sowohl mit Ebnoutalib als auch mit Jonathan Burkardt gesprochen und seine Überlegungen erläutert. Verdient habe die Herausnahme aus seiner Sicht keiner der beiden.
Hütter entscheidet sich für Burkardt
Ebnoutalib hatte in der ersten Bundesliga-Partie drei Treffer erzielt und beim anschließenden Heimspiel gegen den FC Augsburg das Tor von Burkardt vorbereitet. Dass es in Mainz dennoch den 23-Jährigen traf, bezeichnete Hütter als „Gefühlssache“. Für Burkardt sprach auch die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte: „Johnny ist halt hier in seinem alten Wohnzimmer.“
Grundsätzlich hält Hütter viel vom Zusammenspiel seiner beiden Stürmer, die aus seiner Sicht „sehr gut zusammenpassen“. Gegen Mainz kam Ebnoutalib im Laufe der Partie für Burkardt aufs Feld und musste sich damit erstmals mit der Jokerrolle begnügen.
Ob die taktische Umstellung auch Auswirkungen auf die kommenden Startaufstellungen haben wird, ist offen. „Wie es dann in Zukunft weitergeht, das kann ich heute nicht beantworten“, erklärte Hütter. Damit dürfte der Konkurrenzkampf zwischen Ebnoutalib und Burkardt zunächst neu eröffnet sein.


