Für Paris Saint-Germain und den FC Bayern München kam es am Mittwochabend zur ersten großen Standortbestimmung dieser Saison. Die beiden Kontrahenten duellierten sich am zweiten Spieltag der diesjährigen Champions League im Parc des Princes um den Spitzenplatz in Gruppe B.
Um der offensiven Kraft der Franzosen Einhalt zu gebieten, setzte FCB-Coach Carlo Ancelotti – für den es heute im Übrigen ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber war – auf eine äußerst überraschende Aufstellung.
Er verzichtete sowohl auf Franck Ribéry als auch auf Arjen Robben, obendrein saß mit Kingsley Coman ein weiterer Flügelspieler lediglich auf der Ersatzbank, auf der auch Weltmeister Mats Hummels Platz nahm. Jérôme Boateng war sogar nur Gast auf der Tribüne.
Sein Comeback feierte demgegenüber Linksverteidiger David Alaba (nach Kapselbandverletzung im Sprunggelenk), der zuletzt angeschlagene Thiago rückte ebenfalls wieder in die Startelf.
Dia Aufstellung der Bayern
Der Bundesligist wurde gleich mal auf dem falschen Fuß erwischt. PSG-Rekordeinkauf Neymar zog von seiner linken Seite nach innen und an dem einen oder anderen Bayern-Spieler vorbei und legte das Leder anschließend quer zum in den Strafraum gestürmten Dani Alves, der freistehend den herausgeeilten Ulreich per wuchtigem Beinschuss überwand (2. Minute).
München musste sich einige Minuten schütteln, war dann aber griffiger gegen die abwartenden Hausherren und baute nach und nach Druck auf.
Gefahr entstand mehr nach Eckball. Nah dran am Ausgleich war dabei Martinez (19.), der nach Ecke den zweien Ball bekam und toll aufs Gehäuse beförderte. Areola lenkte den noch übers Gebälk.
Nach einer halben Stunde war ersichtlich, dass die Taktik von Ancelotti im Grunde aufging – relativiert wurde die Dominanz allerdings durch die mangelnde Konsequenz in eigenen Reihen und insbesondere durch die eiskalte Chancenauswertung aufseiten der Franzosen:
Die dritte Pariser Großchance im Spiel verwertete Edinson Cavani (32.) nach Ablage von Mbappé mit einem Schuss aus 16 Metern halbrechter Position. Mit dem ernüchternden 0:2 ging es in die Kabine.
Bittere erste H
Durchgang zwei begann ebenfalls mit Torszenen. Erst hatte der FCB durch Martinez (48.) eine gute Kopfballchance, wieder einmal nach Eckball, quasi im Gegenzug sorgten Mbappé und Neymar auf der anderen Seite für Alarm – Letzterer verzog bei seinem Abschluss deutlich.
Fünf Minuten später vergab der Brasilianer die nächste Topgelegenheit (54). Ihm sollte sein Tor aber noch gelingen, auch wenn der Treffer zum 0:3 zum größten Teil Vorbereiter Mbappé gehörte; Neymar (63.) musste aus kurzer Distanz nur noch abstauben.
Mit dem an diesem Abend schier uneinholbaren Drei-Tore-Rückstand vor der Brust wurde der weiterhin bemühte Gast kaum mehr zwingend, PSG wollte es dagegen teils zu schön machen.
Für die Bundesligisten lief es diese Woche in der Königsklasse einfach nicht, nach Leipzig und Dortmund kassierte also auch Bayern München eine Niederlage im zweiten Gruppenspiel.
Schluss in Paris. #PSGFCB pic.twitter.com/SAZT3mmzIV
— FC Bayern M











