Die Borussia aus Mönchengladbach war das letzte deutsche Team, das in den Play-offs der Champions League scheiterte. 2012 unterlagen die Fohlen Dynamo Kiew (1:3 und 2:1). Für die TSG 1899 Hoffenheim galt es am Mittwochabend, diesem Schicksal zu entgehen.
Um die Chancen der Kraichgauer war es bei diesem Unterfangen indes nicht zum Besten bestellt: Das Hinspiel gegen Kontrahent FC Liverpool ging zu Hause mit 1:2 verloren und musste ausgerechnet in Anfield wettgemacht werden – dort, wo noch nie ein deutsches Team eine Europapokalpartie für sich entscheiden konnte.
Zum Bundesligaauftakt gegen Werder Bremen (1:0) am vergangenen Wochenende rotierte TSG-Trainer Julian Nagelsmann die komplette Offensive durch, weder Andrej Kramaric noch Serge Gnabry oder Sandro Wagner standen in der Anfangsformation. Der Letztgenannte fehlte sogar ganz im 18er-Aufgebot.
Heute stand das Trio wieder von Beginn an auf dem Platz. Im Vergleich zum Bremen-Spiel kehrte auch Pavel Kaderábek zurück in die Startelf. Nadiem Amiri (nicht im Kader), Ádám Szalai, Mark Uth und Jeremy Toljan mussten ihnen weichen. Youngster Dennis Geiger durfte heute wie schon am Samstag starten.
Die Aufstellung von Hoffenheim
Die Träume der Kraichgauer waren schnell zerschlagen. Liverpool erfüllte seine Rolle als Hausherr in allen Belangen und erwischte einen fulminanten Auftakt.
Der erste Treffer der Reds deutete sich direkt in der Anfangsphase an und fiel schließlich nach zehn Minuten: Emre Can beförderte die Kugel mit einem abgefälschten Schuss ins Netz. Die verdiente Führung.
Tor Nummer zwei bescherte Mohamed Salah (18.), der einen Pfostenschuss von Wijnaldum abstaubte. Hoffenheim wurde in dieser Phase überrollt, kassierte kurz darauf schon das 0:3. Erneut trug sich Can (21.) in die Torschützenliste ein.
Nun reagierte Coach Nagelsmann. Er stellte um, brachte Mark Uth für Nordtveit. Und der Joker sollte wie schon im Hinspiel stechen. Wieder mal absolut humorlos: Halbrechts im Sechzehner die Ballannahme nach Wagner-Pass – satter Schuss Richtung langes Eck – Tor (29.).
In der Folge konnte 1899 die Fehler zwar nicht ausmerzen, dennoch waren nun Sicherheit und Selbstvertrauen eher spürbar. Mit dem 1:3 ging es in die Pause.
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Liverpool zog sich nach dem Seitenwechsel keineswegs zurück, blieb das gefährlichere Team. TSG-Torhüter Oliver Baumann, der schon im ersten Durchgang zwei richtig gute Taten zeigte, stand mehrfach im Mittelpunkt, war beim 1:4 durch Ex-Hoffenheim Roberto Firmino (63.) aber machtlos.
Demirbay spielte zuvor einen zu kurzen Rückpass auf Vogt, der gelbvorbelastet als letzter Mann möglicherweise aus Sorge vor einem Platzverweis nicht richtig durchzog und den Ball an Torvorbereiter Henderson verlor.
Der Bundesligist belohnte sich aber auch noch mal mit einem Treffer. Sandro Wagner (79.) erzielte nach Flanke von Kramaric per Kopf das 2:4. Letztendlich nicht weiter als Ergebniskorrektur.
Die TSG 1899 Hoffenheim verpasst somit den Sprung in die Champions League und tritt stattdessen neben dem 1. FC Köln und Hertha BSC in der Gruppenphase der Europa League an.













