Im großen Saisonabschluss-Interview mit der DeichStube hat Daniel Thioune, Cheftrainer des SV Werder Bremen, tiefere Einblicke in die laufende Kaderanalyse gewährt und dabei eine klare Wunschpersonalie für die kommende Spielzeit benannt. Ganz oben auf der Agenda steht dabei Mittelfeld-Regisseur Cameron Puertas, der vom saudischen Klub Al-Qadsiah FC an die Weser ausgeliehen war.
Thioune machte unmissverständlich deutlich, wie viel Wert der 27-Jährige für das Bremer Spielgefüge besaß: „Cameron Puertas ist zum Beispiel ein Spieler, den ich auch in der neuen Saison sehr gerne wieder hier begrüßen würde, da er unsere Ballbesitzwerte enorm gesteigert hat und zudem sehr laufstark ist.“
Grundsätzlich tue Kontinuität dem Team zwar gut – allerdings nur dann, wenn auch weiterhin Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Da die Bremer in der abgelaufenen Spielzeit eine Vielzahl an Leihspielern im Kader hatten, bei denen die Zukunft zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen ist, läuft die interne Analyse hinter den Kulissen derzeit auf Hochtouren.
Kaderplaner Pilawa übernimmt: Wirtschaftliche Hürden im Puertas-Poker
Ob der Wunsch des Trainers in Erfüllung geht, ist vor allem eine Frage des Geldes und der Marktdynamik. Wie bereits berichtet, gestaltet sich eine feste Verpflichtung des Mittelfeldspielers äußerst kompliziert. Puertas besitzt bei seinem Stammverein Al-Qadsiah ein überaus üppiges Gehalt, das die Bremer Gehaltsstruktur sprengen würde.
Eine realistische Chance auf einen dauerhaften Transfer ins Weserstadion hat Werder wohl nur dann, wenn sich im Laufe des Sommers kein anderer solventer Abnehmer für den Schweizer findet. Auch Thioune übt sich daher in Geduld: „Da muss man aber abwarten, welche Möglichkeiten wir dort haben.“ Die Fäden im Transfer-Poker zieht ab sofort ein neues Gesicht an der Weser. Mit Markus Pilawa hat der neue Kaderplaner seine Arbeit in Bremen aufgenommen.



Bei 80 Prozent aller Profis ist das zweite Jahr im gleichen Verein besser als das erste, also wäre ein Verbleib wirklich angebracht.