Mick Schmetgens könnte beim SV Werder Bremen vor einer richtungsweisenden Sommerpause stehen. Der 18-jährige Innenverteidiger gilt intern als eines der spannendsten Defensivtalente des Klubs – dennoch ist laut einem Bericht der DeichStube auch eine Leihe ein realistisches Szenario.
Hintergrund ist vor allem die starke Konkurrenzsituation im Bremer Abwehrzentrum. Zwar sammelte Schmetgens in den vergangenen Monaten bereits erste Erfahrungen im Profibereich, absolvierte Einsätze für die U23 und feierte sogar sein Bundesliga-Debüt. Regelmäßige Spielzeit bei den Profis wäre aktuell allerdings schwer zu garantieren.
„Mick ist ein sehr spannender Spieler“, erklärte Werder-Coach Daniel Thioune im Gespräch mit der DeichStube. Gleichzeitig verwies der Trainer auf die hohe Dichte an Innenverteidigern im Kader. Deshalb müsse bewertet werden, „wie viele Minuten er am Ende bei uns bekommen kann“.
Werder denkt über Leihe nach
Eine temporäre Leihe gilt deshalb als mögliche Option, um dem Defensivspieler mehr Spielpraxis im Erwachsenenfußball zu ermöglichen. Entschieden ist laut Thioune allerdings noch nichts. „Wir schauen, ob eine Leihe für ihn sinnvoll sein kann, um mehr Spielpraxis zu sammeln“, sagte der Werder-Trainer.
Gleichzeitig machte Thioune deutlich, dass Schmetgens durchaus Chancen auf Einsätze in Bremen besitzt. „Die Chance ist für Mick aber genauso gegeben, im Sommer bei uns durchzustarten“, so der Coach mit Verweis auf Karim Coulibaly, der in der abgelaufenen Saison seinen Durchbruch schaffte.
Für Schmetgens spricht neben seinem Talent auch die Entwicklung der vergangenen Monate. Der 1,90 Meter große Innenverteidiger gehörte im Vorjahr noch zur erfolgreichen Werder-U19, die den DFB-Pokal gewann, und zählt inzwischen zum Stammpersonal der deutschen U19-Nationalmannschaft. Mit dieser steht im Sommer nun zunächst die Europameisterschaft an.
Thioune setzt auf junge Spieler
Thioune betonte grundsätzlich erneut seine Offenheit, jungen Spielern eine Chance zu geben. Als Beispiel nannte er auch Offensivtalent Salim Musah, dessen Aufstieg teilweise durch die Situation im Profikader begünstigt worden sei.
„Ich scheue mich nicht davor, erfahrene Spieler draußen zu lassen, wenn ein junger Spieler sich seine Chance verdient hat“, stellte Thioune klar. Für Schmetgens dürfte der anstehende Sommer damit in jedem Fall richtungsweisend werden. Ob der Innenverteidiger den nächsten Entwicklungsschritt direkt in Bremen geht oder zunächst andernorts Spielpraxis sammelt, scheint aktuell noch offen.


