Nach dem feststehenden Abstieg des FC St. Pauli in die 2. Bundesliga rückt die Zukunftsfrage von Cheftrainer Alexander Blessin in den Fokus. Nachdem bereits vor einigen Tagen Medienberichte über eine mögliche Trennung im Sommer auftauchten, ließ der 52-Jährige seine persönliche Situation im Interview bei DAZN offen. Der Coach wirkte nach der verpassten Rettung emotional sichtlich mitgenommen.
Obwohl Blessin am Millerntor noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2027 besitzt, scheinen die kommenden Tage völlig ergebnisoffen zu sein. Fest steht, dass zeitnah eine umfassende Saisonanalyse mit Sportchef Andreas Bornemann ansteht. Der intensive Abstiegskampf der vergangenen Monate hat beim Trainer jedenfalls Spuren hinterlassen.
Am Mikrofon gab Blessin nach der Partie einen ehrlichen Einblick in seine aktuelle Gefühlswelt: „Es ist jetzt erstmal eine absolute Leere in meinem Schädel und ich werde morgen, übermorgen mal Gespräche mit Andreas führen. Dann schauen wir einfach weiter. Wenn du halt zweimal hintereinander im Abstiegskampf drin bist und immer wieder versuchst, neue Energie zu entfachen, dann du bist irgendwann mal leer. Deswegen werde ich das ein paar Tage sacken lassen, um irgendwann einen klaren Gedanken zu haben. Das wird wichtig sein.“
Ob diese Erschöpfung nun tatsächlich in einen vorzeitigen Abschied mündet oder Blessin den anstehenden Neuaufbau im Unterhaus entgegen den Erwartungen selbst moderieren wird, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen der Kiezkicker dürften jedenfalls bestrebt sein, zeitnah Klarheit auf der wichtigsten sportlichen Position zu schaffen, um die Planungen für die neue Saison voranzutreiben.


Viele machen es sich bei solchen Diskussionen zu einfach: Trainer raus und fertig. Dabei steckt hinter einer Saison meist deutlich mehr als nur der Mann an der Seitenlinie. Als Alexander Blessin damals übernommen hat, verzichtete er sogar mit Royale Union Saint-Gilloise auf die Champions League, um einen Aufsteiger zu trainieren. Im ersten Jahr hielt er mit begrenzten Mitteln die Klasse und ließ phasenweise sogar richtig guten Fußball spielen. Im zweiten Jahr kamen dann aber viele Faktoren zusammen: Verletzungen von wichtigen Spielern wie Jackson Irvine oder Sands, fehlende Stabilität auf Schlüsselpositionen und Neuzugänge, die nicht sofort funktioniert haben. Gleichzeitig konnten Leistungsträger finanziell bedingt nicht immer gehalten oder gleichwertig ersetzt werden. Natürlich hat auch Blessin Fehler gemacht. Aber den negativen Verlauf der Saison allein auf ihn zu reduzieren, greift einfach zu kurz. Ohne diese extreme Verletzungsmisere und die Unruhe im Kader würde die Bewertung heute wahrscheinlich ganz anders ausfallen.
Danke Blessin, dass du diesen "Fußball"Verein in die zweite Liga geführt hast. Eine Statue für diesen Mann!
Ein Denkmal der Schande sozusagen?
Mit dem Kader war auch ehrlichweise nicht viel drin. Man kann ihm höchstens vorwerfen, dass er Ceesay nicht früher integriert bekommen hat. Der hätte vielleicht einen Unterschied machen können.
Bis vor 2 Spieltagen haben sich noch alle über Ceesay lustig gemacht, jetzt ist er super.
Der war und ist nicht gut gewesen. Meist sehr viele unnötige Fouls viele technische Probleme.
Jetzt hat er drei mal getroffen und hat vlt. auch einfach over performed. Fürs Spiel hat er aber nicht viel gemacht. Wenn man die Spiele über 90min verfolgt hat.
Da würde ich mal abwarten ob der seine Leistung weiter halten kann oder bestätigen kann.
Aber hätte der Houtondji nur wahrscheinlich den Bruchteil seiner 100% gemacht aus den letzten 5 Wochen hätte es für Pauli auch gereicht.
Schlechter Trainer
Schlechterer Kommentar