Alexander Nouri | Vereinslos

Werder entlässt Cheftrainer Nouri

30.10.2017 - 10:08 Uhr Gemeldet von: Horst | Autor: Kristian Dordevic

Ein halbes Jahr liegt der letzte Bundesligasieg von Werder Bremen nunmehr zurück, steht in der laufenden Saison folglich auch nach dem zehnten Spieltag noch ohne einen Drei-Punkte-Triumph da – zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte.


Obendrein erwies sich die Art und Weise, wie die Mannschaft bei der gestrigen 0:3-Heimpleite gegen Augsburg auftrat, als Besorgnis erregend. Die Quittung für die Leistung und die Entwicklung in den letzten Wochen folgte auf dem Fuße: "Nouri raus"-Rufe waren zu vernehmen, kurz vor Abpfiff ließ der Anhang ein höhnisches "Oh, wie ist das schön!" folgen.

Ein erneutes Bekenntnis zu Coach Alexander Nouri blieb im Anschluss vonseiten des Geschäftsführers Frank Baumann aus, vielmehr stellte er explizit die Möglichkeit eines Trainerwechsels im Raum, sofern dies nötig sei, um einen neuen Impuls zu setzen.

Wie die "Sport Bild" erfahren hat, wurde dem Übungsleiter noch am Sonntag signalisiert, dass es am Montag zur Trennung kommen könnte. Heute sollte die Situation auf Führungsebene weiter auf den Prüfstand gestellt werden.

Offenbar eine schnelle Analyse. Wie Werder Bremen soeben bekannt gibt, trennte sich der Klub am heutigen Morgen von Chefcoach Nouri (und Co-Trainer Markus Feldhoff).

Über mögliche Alternativen zu Nouri wird nicht erst seit diesem Wochenende spekuliert. Der Name Bruno Labbadia kursiert seit Kurzem (wieder) an der Weser. Laut Informationen der "Sport Bild" sind neben dem 51-Jährigen auch Thomas Schaaf – allerdings nur übergangsweise – als auch Markus Weinzierl Kandidaten für die Nachfolge.

Der Letztgenannte war bis vor viereinhalb Monaten Trainer auf Schalke, ehe es zur Ablösung durch Domenico Tedesco kam. Seitdem steht er ohne neuen Verein da.

Im Gespräch sind außerdem René Weiler (zuletzt RSC Anderlecht) und Bremens U23-Coach Florian Kohfeldt, der nun auch die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel gegen Frankfurt übernimmt (Mirko Votava betreut derweil die U23).

Eine Entscheidung, wie es auf längere Sicht weitergeht, soll in der Länderspielpause getroffen werden, die auf den elften Bundesligaspieltag folgt.

Quelle: werder.de

  • KOMMENTARE
  • 30.10.17

    Labbadia und er Abstieg ist Garantiert!

  • 30.10.17

    Toll, dann verliert die Eintracht am Freitag...

    • 30.10.17

      Ich weiß nicht ob es auch mit Nouri vielleicht zu einem Erfolg gereicht hätte. Das man mit Nouri nochmal ein Debakel erlebt hätte, glaube ich nicht. Sehr schade, denn letzte Saison war Nouri in ähnlicher Position und er wurde dann am Ende noch 8.

  • 30.10.17

    Warum sollte die SGE verlieren? Spielt der neue Trainer im Sturm oder was?

  • 30.10.17

    Ich denke Thomas Schaaf wird es übergangsweise machen.

  • 30.10.17

    Bruno Labbadia, oh oh oho :D

  • 30.10.17

    Labbadia und die Spielerfrauen sind in Gefahr!

  • 30.10.17

    Labbadia fehlt der Stallgeruch.

  • 30.10.17

    U23-Coach Florian Kohfeldt sollte jetzt an der Reihe sein. Wozu hat man denn sonst J. Eggestein und Co.? Das ist der Werderweg, kein anderer.

    Ich könnte kotzen, wenn Nouri durch Labbadia ersetzt würde.

    • 30.10.17

      Der Werderweg hat ja mit Skripnik und Nouri super funktioniert. Zudem war Kohfeldt der Co-Trainer von Skripnik und gilt als Taktikfuchs. Nur doof, dass Skripnik mangelndes taktisches Verständnis vorgeworfen wurde. Bin diesbezüglich also noch zwiegespalten.

    • 30.10.17

      Resthoffnung besteht, dass wie gemunkelt wird, Kohfeldts Input kaum von Skripnik genutzt wurde. Insofern würde ich ihm die Skripnik-Zeit eher nicht anlasten.

  • 30.10.17

    Kohlfeldts Erfolge im offensiven Bereich lassen sich ja gut an der 2.Mannschaft erkennen.
    Ich bin skeptisch...

  • 30.10.17

    Der Trainer des Jahres 2016 wäre frei und würde mMn gut zu Werder passen.

    • 30.10.17

      Vor der Saison spekulierte ich, dass es Breitenreiter werden könnte, er es aber aufgrund eines erfolgreichen Bayerntrainers, wahrscheinlich nicht ganz schaffen werde.

      Ich bleibe dabei, dass jetzt Jupp vor Breitenreiter landet.

  • 30.10.17

    Endlich ist dieser Selbstdarsteller Geschichte

    • 30.10.17

      Am Ende sind es aber vor allem Bauer und Moisander, denen die entscheidenden Fehler unterliefen.

      Nouri hat Werder von Zero to Hero gemacht und stand jetzt fast genauso wieder da, allerdings ohne seine bevorzugte Rückrunde spielen zu dürfen, wo er am Ende 4. wurde.

  • 30.10.17

    Sowas kann auch mal schiefgehen, immer auf die Rückrunde hoffen, es wurde Zeit, die Negativserie sprach für sich, Pokal nur mit viel Glück weitergekommen!

    • 30.10.17

      Aber mal ehrlich, Hoffenheim ist eine andere Klasse. Die gehören unter die Top4 der Liga. Da stimmt es mich zufrieden, wenn ein Team sich mit allem wehrt was es hat und wenn wir die 2 nicht gegebenen Elfer weglassen, auch verdient weiterkam, weil Hoffenheim zu ideenlos war.

      Es stehen einige andere Teams mit mehr Punkten da, als sie verdienen, weil sie in den entscheidenden Phasen das nötige Glück hatten. Das besagte Glück wird jedes Team mal haben, deshalb spricht sowieso bei dann eingespielter Offensive vieles für Werder.

      Ist auch nicht so, dass jetzt ein total verunsichertes Team für den neuen Trainer vorzufinden ist. Deshalb wird der Neue auch hauptsächlich nur an der Kadernominierung größere Veränderungen vornehmen. Vielleicht einen Gondorf und J. Eggestein wieder nominieren. Ansonsten hatte ein Nouri gegen Augsburg auch wieder mal den Fanwünschen entsprochen mit M. Eggestein und Bauer, sowie ein Bartels nicht aufgeboten. Aber so war es dennoch die falsche Entscheidung.

      Ich hätte die Hoffenheimtaktik, allerdings ohne einen Bauer favorisiert. Wäre vielleicht gar nicht mal die schlechtere Variante gewesen. Aber wer weiß, hinterher ist man immer schlauer und wer weiß, ob man nicht mit Nouri gegen Frankfurt gewonnen hätte...

  • 03.07.19

    Und dann kam Flo...