Ángel Di María | 1. Bundesliga

Noch ist Di Maria zu teuer

03.07.2015 - 12:31 Uhr Gemeldet von: Dirk Sommer | Autor: Kristian Dordevic

Erst wenige Tage ist es her, dass der FC Bayern München den teuersten Bundesliga-Einkauf dieser Transferperiode verkündet hat. Der brasilianische Nationalspieler Douglas Costa wurde für einen Betrag in Höhe von 30 Millionen Euro von Schachtar Donezk abgeworben – es ist der viertteuerste Transfer in der Geschichte des Rekordmeisters.

Doch womöglich wird man es an der Säbener Straße nicht dabei bewenden lassen: Es geht um einen weiteren Außenbahnspieler; ebenfalls Südamerikaner, nur teurer. Gemeint ist natürlich Àngel Di Maria von Manchester United. Jedoch will der FC Bayern den 27-Jährigen nicht um jeden Preis an die Isar holen.

Nach Informationen der "BILD"-Zeitung rufen die Briten momentan mindestens 50 Millionen Euro für Di Maria auf; zudem heißt es, der argentinische Star wünsche eine Salär von knapp 14 Millionen Euro per anno. Bei einer Laufzeit von vier Jahren würde dieses Paket die 100-Millionen-Euro-Grenze sprengen. Ein Volumen, das dem amtierenden Deutschen Meister zu hoch ist.

Wertverlust von über 25 Mio. Euro?

Im vergangenen Sommer wechselte Di Maria für sage und schreibe 75 Millionen Euro von Real Madrid (190 Partien – 36 Treffer) zu den Red Devils, wo er unter dem ehemaligen Bayern-Coach Louis van Gaal allerdings auf relativ wenig Einsatzzeit kam. In der Premier League ging der Offensivspieler nur neunmal über die 90-Minuten-Distanz, brachte es auf lediglich drei Saisontore – vor allem in der Rückrunde musste er häufig mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen. Eine Bilanz, die eine Multimillioneninvestition seitens der Bayern zum jetzigen Zeitpunkt schwerlich rechtfertigen kann.

Bei den Süddeutschen tummeln sich derzeit sieben Großverdiener, die ein Gehalt im zweistelligen Millionenbereich beziehen. Weitere sollen nach Angaben der "BILD" eigentlich nicht dazukommen, weshalb vor Verpflichtung eines neuen Topverdieners möglicherweise erst ein anderer wegfallen müsste. Anzeichen dafür gibt es aktuell indes nicht.

Nicht Guardiolas Wunschsspieler

Auch FCB-Trainer Pep Guardiola hinterlässt nicht den Eindruck, als sei Di Maria für seine weiteren Planungen von überbordendem Belang. Im Fall von Thiago, etwa, ließ der Katalane im Sommer 2013 öffentlich nicht den geringsten Zweifel daran, dass der junge Spanier sein erklärter Wunschspieler sei. Bei Fragen zum Argentinier hingegen verweist der Coach gegenwärtig lieber auf Sportvorstand Matthias Sammer.

Aber auch die andere Seite sieht keinen Anlass, um ihre Forderungen zurückzufahren. Dem Boulevardblatt zufolge möchte der für das Transfergeschehen zuständige ManU-Vizepräsident Ed Woodward den Spieler nicht zwingend abgeben. Überdies ist Di Marias Berater Jorge Mendes für sein kaltschnäuziges Verhandlungsgeschick bekannt.

Finanzielles Schwergewicht erwacht

Außerdem spielt eine sich anbahnende Entwicklung auf UEFA-Ebene dem Premier-League-Klub möglicherweise in die Karten. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde die im Sinne des Financial Fairplay (FFP) vor über einem Jahr von der Fußballunion verhängte Strafe gegen Paris Saint-Germain aufgehoben. Die Franzosen wurden damals bestraft, weil die hohen Spielergehälter mitunter durch – wie es hieß – "nicht marktübliche" finanzielle Zuwendungen der katarischen Tourismusbehörde finanziert wurden. Neben einer 60-Millionen-Euro-Geldstrafe wurde PSG eine Begrenzung der Transferausgaben, wiederum auf 60 Millionen Euro, auferlegt.

Anfang dieser Woche präsentierte die UEFA überdies Änderungen am FFP, die das Konzept derart verwässern könnten, dass Konsequenzen kaum noch zu befürchten sind.

Jedenfalls möchte der Ligue-1-Klub mutmaßlich prompt auf den für ihn erfreulichen Verlauf reagieren: Wie der englische "Telegraph" berichtet, will Paris entweder Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid oder eben Bayern-Kandidat Di Maria verpflichten. An Letzterem war der französische Verein auch schon im letzten Jahr interessiert.

Di Maria bei der Copa America

Quelle: bild.de

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  • KOMMENTARE
  • 03.07.15

    Sorry aber was bedeutet Salär und anno?
    Kann mir das jemand erklären wäre nett :)

  • 03.07.15

    Salär per Anno = Gehalt pro Jahr. 14 Mio fände ich Wahnsinn. Hoffentlich macht man da nicht mit.

  • 03.07.15

    @amused - danke dir & 14mio aiai extrem viel einfach nur.

  • 03.07.15

    So gut er auch ist, aber bitte nicht holen !! Haben jetzt schon genug Spieler für die 3 offensiven Positionen und das sind auch alles Weltklassespieler. Und wie gesagt zu teuer ist er auch, hat bei Manu ja auch nicht grade überragende Leistungen gezeigt..

  • 03.07.15

    ..eher wird das ganze Jahr gehofft & durchgeschwitzt das sich im Kader nicht das gleiche Lazarett bildet wie letzte Saison.

  • 03.07.15

    "Geld schießt keine Tore"

    - Otto Rehagel

  • 03.07.15

    für 50 mio ablöse und 10 mio im Jahr sollte man ihn auf jeden fall holen, das ist dann weder eine übertriebene ablöse für di maria noch ein extremes gehalt im vergleich. Im nächsten Jahr fällt Alonso auf jeden fall weg mit zweistelligem millionengehalt, vielleicht auch Ribery und Schweinsteiger

  • 03.07.15

    Alonso bekommt kein zweistelliges Millionengehalt. Und dass Di Maria von seinen hohen Gehaltsforderungen, die ja in Manchester erfüllt werden, abrückt, daran habe ich so meine Zweifel. Finde ihn zwar einen interessanten Spieler jedoch nicht für die Außenbahn wie im Artikel beschrieben, sondern mit Thiago vor Schweinsteiger. Wo ich aber dem Artikel und den Bayern zustimme: Man soll ihn nicht um jeden Preis holen.

  • 03.07.15

    Ich würde Di Maria auch gerne bei den Bayern sehen, aber zu den Konditionen, Finger davon lassen! Di Maria ist ja kein schlechter, aber diese Forderungen sprengen bei weitem den Rahmen und entbehren jegliche Legitimation.

  • 03.07.15

    Was die Maßregelungen mit FFP bringen sieht man im letzten Satz. Es ändert leider nichts. Kaum darf Paris wieder, reden sie schon von Ronaldo - und was der so kostet, kann man sich ja ungefähr vorstellen (also wenn wir mal zum Spaß annehmen, dass Real ihn gehen lassen würde).
    Da bin ich stolz auf den FC Bayern, dass man hier dann doch vergleichsweise besonnen investiert. Und schließe mich den Vorrednern an: 50Mio Ablöse und 14Mio pro Jahr für einen 27-jährigen, bei dem man wohl in 5 Jahren wieder einen Nachfolger braucht (zumindest, wenn man argumentiert, dass man für Robben einen Nachfolger sucht, denn der ist jetzt sogar erst 31), nogo. Schade, weil auf dem Platz hätte DM sicher was gebracht. Aber so, nö. (Auch noch ein interessanter Punkt, dass ManU wohl mal eben 25Mio auf den Kopf gehauen hat. Mit dem Geld könnte jeder Bundesligist - inklusive Bayern - was viel Sinnvolleres anfangen (ganz zu schweigen von den sozialen Möglichkeiten, die man mit 25Mio hätte...))

  • 03.07.15

    Brauchen tun die Bayern den ja erst im neuen Jahr, wenn es in der Championsl. ernst wird.
    Dementsprechend die teuren Spieler immer nur für 1 halbes Jahr ausleihen.
    Dürfen halt vorher keine internationalen Spiele für nen anderen Verein machen.

  • 03.07.15

    Das ist immer so eine Sache. G.Jauch und Grönemeyer wurden mal gefragt...Sie joggen durch den englischen Garten, die Sonne brennt, sie möchten unbedingt eine Cola. Doch am Stand will der Verkäufer 6€. Was tun Sie? Jauch: Ich würde solche Wucherpreise nicht zahlen. Grönemeyer: Ich würde mir 2 kaufen. :D Soll heissen, könnt ihr es euch leisten, scheiss drauf. Ich kann es nicht :)

  • 03.07.15

    bayern könnte das locker zahlen,nur sind sie so schlau und wissen das man sich dann in zukunft an solche transfers orientiert und jeder verein dann von beginn an eine hohe ablöse verlangt.wenn real für spieler anfrägt,setzen doch die vereine gleich mal das doppelte an was sie eigentlich haben wollen.