Borussia Mönchengladbach | 1. Bundesliga

Koller wird wohl nicht Trainer

08.10.2015 - 08:51 Uhr Gemeldet von: NevenX | Autor: NevenX

"Es gibt Interesse aus ganz Europa. Wir wollen mit Koller verlängern, wissen aber, dass sein Verlangen, Bundesligatrainer zu werden, groß ist", kommentierte ÖFB-Präsident Leo Windtner via "BILD" eine Meldung des Schweizer "Blick", Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der aktuell einen Nachfolger für den zurückgetretenen Lucien Favre sucht, habe sich in Zürich mit Marcel Koller, dem Nationaltrainer Österreichs, getroffen.


Ein Engagement bei den Fohlen wäre für Koller, dessen Vertrag beim ÖFB im Sommer endet, bereits die dritte Station in der Bundesliga. Von 2003 bis 2004 war er beim 1. FC Köln angestellt, von 2005 bis 2009 beim VfL Bochum. Seit 2011 ist er für die Nationalmannschaft Österreichs verantwortlich, die sich unter seiner Führung erstmals auf sportlichem Wege für eine EM-Endrunde qualifiziert hat.

Doch laut dem "kicker" ist an den Gerüchten und Spekulationen nichts dran. Koller wird nach Informationen des Fachblatts nicht den Posten seines Landsmanns bei den Fohlen übernehmen.

Quelle: kicker

  • KOMMENTARE
  • 08.10.15

    Fänd ich auch eine Frechheit das ganze Land vor einer EM im Stich zu lassen. Klar, das ist Fussball. Aber ne, sowas geht garnicht als Trainer. Weder bei einer Nationalmannschaft, noch bei einem Verein wie es Favre gemacht hat. (Wobei das bei ihm noch wieder was anderes war)

  • 08.10.15

    Wenn Koller/Weinzierl ihre Mannschaften jetzt für das Angebot der Gladbacher (welches sicher um ein Vielfaches höher dotiert ist wie deren laufende Verträge) verlassen hätten, spricht jeder von einer ,,Frechheit" oder im ,,Stich lassen".
    Die Tatsache dass Eberl reihenweise Trainer die noch länger unter Vertrag stehen kontaktiert wird dagegen hingenommen und keinen stört es.
    Das nenne ich Doppelmoral

    • 08.10.15

      Kontaktaufnahme ist ja wohl nicht verboten. Aus dem Umfeld ist mir bekannt, dass Weinzierl eine Option war, doch als Augsburg keine Bereitschaft zur Verhandlung gezeigt hat, hat man auch direkt davon Abstand genommen und hat die Sache nun abkühlen lassen. Koller hat einen Vertrag bis Sommer 2016, von daher wäre daran nichts auszusetzen wenn er sich nach Vertragsende einer anderen Mannschaft anschließt. Doppelmoral ist das aus meiner Sicht nicht.

  • 08.10.15

    Es ist doch völlig egal wann das Angebot kommt. Würde nicht jeder von uns seinen momentanen Job sofort aufgeben wenn er einen ähnlichen bekommt wo er wohl das doppelte verdienen kann oder bessere Perspektiven hat?

  • 08.10.15

    Stand es überhaupt zur Diskussion, dass Koller sofort übernehmen soll? Ich dachte, es wäre von Anfang an so beabsichtigt gewesen, dass man Koller erst für den Zeitraum nach der EM wollte, oder habe ich das falsch verstanden? Nach der EM wäre er ja dann vertragslos und kann dann ja einen Vertrag unterschreiben wo er will, das würde ich ihm moralisch nicht vorwerfen.

  • 08.10.15

    Um das mal mit den ,,bösen" Kickern zu vergleichen: Kontaktiert man frohen Mutes einige Trainer deren Vertrag mind. noch 6 Monate laufen ist das in Ordnung.....Bei Spielern liest man regelmäßig Shitstorms bei solchen Vorgängen, oder etwa nicht?
    Nur weil Eberl sehr sympathisch, bescheiden mit seiner etwas unbeholfenen Art daherkommt, nimmt ihm das niemand böse.
    Wären die Protagonisten wahlweise Watzke,Rummennigge,Lewandowski oder Klose würde man kräftig haten. Nicht würde, sondern ,,es wurde" also ein Fakt.
    Das geht mir gegen den Strich, denn ich bewerte Taten nicht danach von wem Sie getroffen worden.

    Insgesamt ist das Gebaren (vor allem auch noch in der Öffentlichkeit) für mich nicht in Ordnung. Eberl bringt woanders dadurch nur Unruhe herein.

    Letztes Jahr, gleicher Fall: Schalke baggert an Weinzierl. Reaktion der Medien: Empörung. Sogar in der Sommerpause bei Weinzierl nochmal nachzufragen wurde Ihnen krumm genommen.

    Obwohl es viele Vereine gibt, denen ich lieber zuschaue wie den Schalkern finde ich das einfach nicht in Ordnung. Hier sieht man leider wie die Medien die Masse der Leute in bestimmte Richtungen lenken kann

  • 08.10.15

    Guter Beitrag @dein_nachbar. Man könnte diese ganze Problematik ganz einfach beheben. Die ganzen Verträge von Spielern/Trainern müssten einfach mal ernst genommen, und eingehalten werden.
    Heutzutage kann ja leider jeder machen was er will. Eine Reform der Sparte ''Vertragsbruch'' ist mMn dringend erforderlich.

    • 08.10.15

      Ist richtig. Aber das müssen die Vereine erst mal vorleben. Kommt ja leider auch oft genug andersherum vor, dass Spieler degradiert werden obwohl sie gültige Verträge haben. Siehe nur mal "Trainingsgruppe 2" in Hoffenheim.

  • 08.10.15

    Moin amused, :) Ja da hast du schon irgendwie recht. Aber die Gehälter, Vereinszugehörigkeit usw. bleiben ja die gleichen. So gesehen werden die Veträge seitens der Vereine ja grundsätzlich eingehalten. Ein Spieler muss natürlich auch seine Leistung bringen um im Fokus zu stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, sehe ich kein Fehlverhalten beim Verein, wenn ein Spieler aus der Mannschaft fliegt oder ähnliche Maßnahmen vollstreckt werden. Wenn ein Arbeiter/Angestellter jeden Tag zu spät kommt, lustlos vor sich hinvegetiert oder ständig nur Mist baut wird er auch früher oder später degradiert. Wir sind nunmal eine Leistungsgesellschaft.

    • 08.10.15

      Moinsen Robse, schön dich auch mal wieder zu lesen. ;-) Ja, schon, die Gehälter bleiben schon gleich. Aber schau dir mal den Fall Albert Streit an, der machte eigentlich das, was von ihm hier gefordert wurde. Nämlich dieser hielt seinen Vertrag ein und pochte demnach auch richtigerweise auf die Gegenleistung des Vereins, praktisch der Kohle. Das Thema ist schon etwas schwierig und ich habe auch ken Lösungsvorschlag :D, aber ich sehe das Problem auch, dass Verträge kaum noch was zählen. Und wenn mal ein Spieler/Verein auf einen gültigen Vertrag pocht, dann wird es auch moralisch oft hinterfragt, s. Beispiel Streit oder Beispiel Tuchel, der vor Vertragsende zu einem neuen Klub wollte, aber ihn Mainz nicht gehen ließ.

    • 08.10.15

      Und ja, du kannst einen Angestellten degradieren, der nicht sein bestes gibt (zu spät kommt, usw.). Aber du kannst meiner Meinung nach keinen Angestellten degradieren, der sein bestes gibt, nur weil du anderswo einen bekommst, der besser ist. Da wird eine Kündigung auch schwer durchzubringen sein.

  • 08.10.15

    Ja klar, wenn es ''zwingend'' wird, also wenn auf den Vertrag bestanden wird obwohl die Fronten verhärtet sind ist eine Partei immer die blöde. Aber vor Vertragsabschluss hatten ja auch alle beteiligten die Gelegenheit gründlich über die Dauer und die Art des Vertrages nachzudenken. Man hat sich zu dem Zeitpunkt dann dafür entschieden und darf sich danach auch nicht beschweren wenn es Schei*e läuft. Es ist eben manchmal so wie bei kleinen Kindern im Supermarkt. Wenn es kein Ü-Ei gibt, wirft man sich auf den Boden und heult rum. So ein Verhalten muss einfach unterbunden werden. Die Leute sind alle erwachsen und sollten zu ihren Entscheidungen stehen. Ohne wenn und aber! Die Sache mit Streit und auch Mainz war also absolut angemessen und rechtlich in Ordnung. Die Presse macht daraus dann eben eine Hexenjagd. ;)

  • 08.10.15

    (Zur Degradierung) Fußball ist ein Tagesgeschäft. Man muss jederzeit damit rechnen, dass jemand verpflichtet wird der einem den Platz streitig machen kann. Wenn man sich dann nicht durchsetzen kann, muss man eben kämpfen und alles dafür machen um es zu schaffen. Konkurrenz belebt außerdem das Geschäft. Bei den Zahlen (Verdienst) muss man eben auch Top-Leistungen abliefern um am Ball zu bleiben. Ich würde es Berufsrisiko nennen. Wenn man dazu nicht inder Lage ist, hat man pech gehabt. Die fürstliche Entlohnung ist da dann Trostpflaster genug finde ich. Zudem ist niemand gezwungen es auf einen 5 Jahres Vertrag anzulegen. Als Absicherung ist es aber schon von Vorteil. Einhalten muss man den dann aber trotzdem! Egal ob es positiv oder negativ verläuft. So sehe ich das Szenario jedenfalls. :D

    • 08.10.15

      Das sehe ich ja grundsätzlich alles gleich wie du. Aber es ist einfach schwer, dass irgendwie durchzubringen. Man muss die Verträge eben irgendwie stärken. Aber ich habe keinen Plan, wie man das machen soll. Sobald ein Verein aus England kommt, kann nicht mal mehr der deutsche Vizemeister seinen vertraglich gebundenen Spieler halten, nur weil die Engländer mit dem Gehaltsscheck wedeln. Das muss sich ändern, aber ich habe keinen Plan wie.

  • 08.10.15

    Die Verträge sind denke ich mal stabil genug. Ein striktes ''Nein!'' dürfte da eigentlich genügen und würde ggf. auch vor Gericht standhalten. Die Vereine haben die Macht leider viel zu einfach auf die Spieler/Trainer/Öffentlichkeit übertragen. Es müsste aber eine feste Regelung mit heftigen Strafen geben. Nicht nur Geldstrafen, sondern auch langfristige Sperren im Spielbetrieb. Dann würde in dem Bereich vielleicht mal wieder Ordnung und Respekt herrschen. Die unfassbare Macht der halbwüchsigen Millionen schweren Spieler (z.B Hakan, de Bruyne) sollte bald mal ein Ende haben, sonst wird früher oder später alles zusammenbrechen.