Das rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach (3:3) hielt für den 1. FC Köln bereits vor dem Anpfiff die erste schlechte Neuigkeit bereit: Tom Krauß musste das Aufwärmen aufgrund von Beschwerden abbrechen. Für ihn sprang kurzfristig der 19-jährige Cenny Neumann in die Bresche und feierte damit plötzlich seine Premiere in der Bundesliga-Startelf.
Trainer Lukas Kwasniok erklärte nach der Partie den Prozess hinter der Entscheidung: „Wir mussten heute Cenny Neumann von Beginn an bringen. Ich hätte ihn vor vier Wochen noch nicht reingeworfen, weil er noch nicht so weit gewesen ist“, gab der Coach offen zu.
Da die Alternative jedoch gewesen wäre, den gerade erst genesenen Jan Thielmann nach langer Pause „ins Verderben zu jagen“, entschied sich Kwasniok für den Youngster.
Schutzschild für den Youngster
Trotz der drei Gegentreffer nahm Kwasniok seinen Debütanten explizit in Schutz. Beim ersten Gegentor sah der Trainer die Hauptschuld nicht allein bei Neumann: „Er hat das nicht ganz so klar auf dem Schirm gehabt, aber das ist die Aufgabe des linken Mittelfeldspielers. Er ist dann sozusagen das letzte Puzzleteil in einer gewissen Fehlerkette“, so Kwasniok bei DAZN.
Auch beim dritten Gegentreffer sah der Coach keinerlei Schuld beim 19-Jährigen, da dieser rechtzeitig herausgerückt sei und der Abschluss schlicht „sensationell“ getroffen war.
Insgesamt zeigte sich der Übungsleiter beeindruckt von der mentalen Stärke des Verteidigers: „Es war nicht so einfach für ihn, gefühlt fünf Minuten vor Anpfiff die Info zu bekommen.“ Er bescheinigte Neumann ein ordentliches Spiel und eine gute Stabilisierung im Verlauf der Partie.
Für die Zukunft des Eigengewächses ist Kwasniok extrem optimistisch gestimmt. Trotz der schwierigen Umstände und der Beteiligung am ersten Gegentreffer sieht er großes Potenzial beim Rechtsverteidiger: „Wir werden noch viel Freude an ihm haben. Der 1. FC Köln wird viel Freude an ihm haben“, prophezeite der Trainer abschließend.



Kwasniok ordnet gar nix mehr ein