FC St. Pauli | 1. Bundesliga

Vor Leipzig: Blessin muss Abwehr neu ordnen

08.05.2026 - 13:46 Uhr Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

Alexander Blessin steht vor der Aufgabe, im Kampf um den Klassenerhalt wieder Impulse in die richtige Richtung zu setzen, gleichzeitig aber auch die veränderte Personalsituation in der Defensive aufzulösen. Karol Mets muss verletzungsbedingt definitiv ersetzt werden. Unter anderem darüber sprach der Trainer des FC St. Pauli im Vorgespräch zum Leipzig-Spiel.

Für das Mets-Problem liegt zunächst mal die Variante nahe, Eric Smith aus dem Mittelfeld wieder auf die zentrale Position in die Abwehr zu ziehen, wo er bereits viele Spiele bestritten hat. Womöglich ist diese Rolle nach einer kürzlichen Verletzungspause von fast einem Monat ohnehin momentan die geeignetere.

„Eric weiß ja auch, dass so eine Verletzung einen natürlich zurückwirft“ erläuterte Blessin am Donnerstag und stellte fest, dass ein Spieler auf der Sechserposition „extrem viele weite Wege“ habe und die Belastung „ein bisschen intensiver“  sei als auf der zentralen Innenverteidiger-Position.

Nemeth könnte Saisonpremiere feiern


„Das ist natürlich ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen“ räumte der Fußballlehrer ein, weshalb es „gut sein kann, dass wir diese Lösung in Erwägung ziehen“. Mathias Rasmussen würde dann im Mittelfeld übernehmen.

Alternativ könnte Smith dort neben Jackson Irvine bleiben, sodass in der Abwehr Adam Dźwigała oder sogar erstmals David Nemeth infrage kämen. Beide, also auch der fast die komplette Saison verletzte Nemeth, seien „im Hinterkopf“.

Gegen Leipzigs starke Flügel: Andō auf der Schiene?


Sie könnten jedoch auch vor einem anderen Hintergrund eine Überlegung sein: Es ist noch ungewiss, wie es um Lars Ritzka bestellt ist, der Rückenprobleme hatte und am Mittwoch nur eine Laufeinheit einlegte. Als nominelle Option für die linke Schiene wäre der seit Wochen kaum berücksichtige Louis Oppie da.

Während des Spiels gegen Mainz löste es Blessin aber anders: Arkadiusz Pyrka wechselte von links nach rechts, und Dźwigała wurde für die Abwehr eingewechselt, um  Innenverteidiger Tomoya Andō auf die rechte Schienenposition zu setzen. St. Paulis Trainer bestätigte, dass diese Variante das Spiel seines Teams stabilisiert hat.

Diese etwas unkonventionelle Wahl könnte gegen RB zumindest für einen Überraschungseffekt sorgen. Vielleicht wäre mehr Defensivstärke gegen starke Leipziger Flügel aber auch gar keine schlechte Idee …

Quelle: Pressekonferenz