Julian Draxler | 1. Bundesliga

VfL lässt Draxler nicht ziehen

03.08.2016 - 17:19 Uhr Gemeldet von: Woofy | Autor: Finn Wagner

Gestern sorgte Julian Draxler in einem Interview mit der "Bild" für Schlagzeilen. Der EM-Teilnehmer kündigte offensiv an, den VfL Wolfsburg verlassen zu wollen. Dies sei ihm bei der Vertragsunterschrift vor einem Jahr von Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking zugesagt worden, sollte sich ein Topklub um den Nationalspieler bemühen, der bei den Wölfen noch einen Vertrag bis 2020 besitzt.


Am heutigen Mittwoch nahmen die Wölfe auf der Vereinsseite offiziell Stellung zu den Äußerungen seines Spielers: "Der VfL Wolfsburg macht deutlich, dass es seitens der Verantwortlichen zu keinem Zeitpunkt schriftliche oder mündliche Zusagen bezüglich eines Wechsels von Julian Draxler innerhalb der aktuellen, bis zum 31. August 2016 noch andauernden Transferperiode gegeben hat."

Zudem macht der Verein klar: "Der VfL Wolfsburg wird Julian Draxler in der aktuellen Transferperiode nicht transferieren." Es habe ein abermaliges Gespräch mit dem Weltmeister stattgefunden, in dem Draxler mitgeteilt wurde, dass man seinem Wechselwunsch nicht entsprechen werde.

Gleichzeitig will der "kicker" weitere Details aus dem Vertragswerk des 22-Jährigen erfahren haben: So könne der Spieler aus seinem Kontrakt nach der kommenden Saison aussteigen, sollte ein Verein bis zum 30. Juni 2017 eine Summe von mindestens 75 Millionen Euro Ablöse bieten. Der VfL bestätigte das Vorhandensein einer Ausstiegsklausel offiziell, nannte aber keine Details.

Ähnliche Klauseln besitzen beim VfL auch Luiz Gustavo (25 Millionen Euro) und Ricardo Rodriguez (15-17 Millionen Euro, abhängig davon, ob sich Wolfsburg für das internationale Geschäft qualifiziert). Beide werden wie Draxler selbst von Roger Wittmann und der Firma Rogon beraten.


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  • KOMMENTARE
  • 03.08.16

    "Beraten" tut da anscheinend niemand

    Das es eine AK gibt macht die ganze Sache von angeblichen verbalen Versprechen nur noch mergwürdiger

  • 03.08.16

    Tja liebe Engländer, dann bietet mal schön :D

  • 03.08.16

    Gibt es Vereine, die diese Summe bezahlen wollen?

  • 03.08.16

    Laut Kicker greift die Klausel erst ab 2017!

  • 03.08.16

    Der ist so überbewertet der Draxler ... Er soll erstmal irgendwo konstant Leistung bringen ....

  • 03.08.16

    was mich wundert das es keine neuen Gerüchte zu Rodriguez gibt. Sein letztes Jahr war sicher nichts besonderes, aber für 15-17 mio kann ich mir einige Vereine International vorstellen die ihn gebrauchen könnten, zumal er ja selbst im Verlaufe der Saison mitgeteilt hat einem Wechsel gegenüber nicht abgeneigt zu sein

  • 03.08.16

    Er soll bitte einmal professionell sein und jetzt auch wieder gut spielen hnd sich nicht hängen lassen.

  • 03.08.16

    Tja Julian, klassisch verzockt sagt man dazu ;) Obwohl ich mir auch vorstellen könnte das wenn ein Angebot jenseits der 40 mio den weg nach wob findet doch gesprächsbereit wäre, denn wenn man etwas nicht braucht dann einen bockigen Star in den eigenen Reihen, meine meinung : er wechselt doch diesen Sommer;) schon allein weil allofs das Gegenteil behauptet :D :D

  • 03.08.16

    In Anbetracht der Preise heutzutage ist die Höhe der AK gar nicht mal schlecht gewählt. Man geht ja davon aus, dass der Spieler einschlägt oder sich zumindest entsprechend seinem Talent weiterentwickelt. Da Wolfsburg insgesamt sehr schlecht war letze Saison, wirken 75 Mio jetzt natürlich zu hoch gegriffen. Hätte Draxler sie aber unter die Top 5 geführt, gäbe es sicher Vereine, die das gerne zahlen würden.

  • 03.08.16

    Zu 99,9% wird er nicht gehen !

  • 03.08.16

    Nach der ganzen Nummer halte ich es sogar für sehr wahrscheinlich das Draxler wechselt. Wie will man denn unter solchen Umständen noch weiter zusammenarbeiten? Hätte man das ganze hinter den Kulissen ausgetragen wäre das durchaus möglich, aber so? Da sind doch alltägliche Nachfragen der Medien doch vorprogrammiert. Gerade wenn sich zwei Seiten wechselseitig der Lüge bezichtigen.

    • 03.08.16

      sehe da jetzt keinen großen Unterschied zur Lewandowski Geschichte. Da gab es auch zwei Aussagen zu mündlichen Zusagen, die nicht kompatibel waren und auch einen offensiv und öffentlich geäußerten Wunsch den Verein verlassen zu wollen. Der Verein blieb hart, was bei Lewandowski sicher einiges an Missmut hervorgerufen hat, allerdings hat er dann in der Saison kein Stück an Professionalität vermissen lassen und immer alles gegeben.
      Liegt jetzt an Draxler zu zeigen wie professionell er mit dieser Situation umgeht. Dass er einen auf Calhanoglou macht, halte ich für unwahrscheinlich.

  • 03.08.16

    Das ist die Reaktion, die ich mir in der Causa Draxler von Wolfsburg erhofft hatte. Unfassbar, was sich heutzutage einige Spieler im Hinblick auf ihre Vertragslagen rausnehmen. Das ist aus Spielersicht doch kein Wunschkonzert. Dass Wolfsburg - mit Verlaub - ein kleines Kaff ist, kann für einen deutschen Fußballspieler nicht all zu überraschend gewesen sein. Und dass der Verein in der nächsten Saison nicht international spielt, daran hat auch Draxler seinen Anteil, war er in vielen Buli-Spielen doch einfach unsichtbar und hat bei weitem nicht sein Potential abgerufen. Die Suppe muss er nun mal auslöffeln und das kann er niemand anderem zum Vorwurf machen.

    Nun keine Leistung zu bringen, halte ich nicht für die intelligenteste Idee. Auf der Tribüne kann er sich weder für die Nationalelf noch für Juve oder Arsenal empfehlen. Nein, wenn einer im nächsten Jahr diese Mondsumme an Ausstiegsklausel zahlen soll, dann muss der feine Herr Draxler Leistung bringen. Und ich schätze ihn eigentlich als so intelligent ein, dass er das nach ein paar Tagen als beleidigte Leberwurst auch einsieht.

    Eine Liebesbeziehung wird aus der Konstellation Wob/Draxler nicht mehr, aber das war auch schon beim Wechsel im letzten Sommer nicht wirklich zu erwarten.

    Wenn die Beziehung nach der ersten Aufregung wieder auf ein professionelles Niveau kommt, könnte am Ende doch beiden Parteien geholfen sein.

    • 04.08.16

      "Unfassbar, was sich heutzutage einige Spieler im Hinblick auf ihre Vertragslagen rausnehmen. Das ist aus Spielersicht doch kein Wunschkonzert"

      Schau mal, was Manchester United gerade mit Bastain Schweinsteiger macht. Und wenn ich mir Mühe und Zeit machen würde, würden mir sicherlich auch ein paar Beispiele in der Bundesiga einfallen.

      Die Zeiten sind einfach vorbei, in denen Verträge noch geschlossen wurden, damit sie eingehalten werden. Sie werden hauptsächlich geschlossen, um so lange wie möglich und so viel wie möglich Geld mit dem Spieler verdienen zu können. Das musste ich mir auch irgendwann eingestehen. Es kommt lediglich auf die Größe des Vereins an. Bayern München kann auf einen Vertrag mit Lewandowski pochen. Manchester kann einen Schweinsteiger abschieben. Wolfsburg hat nicht die Größe, dass sie einen unzufriedenen Spieler im Kader halten können und damit 30 Mio ausschlagen. Könnten sie theoretisch schon, aber auf die 30 Mio wären sie angewiesen.

      Das ist also nichts, was man jetzt explizit Draxler oder den Spieler vorwerfen müsste, dass ist eine insgesamt ziemlich eklige Entwicklung im Fußball.