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DFL-Boss Seifert freut sich über positives Signal aus der Politik

20.04.2020 - 19:05 Uhr Gemeldet von: Fabian Kirschbaum | Autor: Fabian Kirschbaum

Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat sich am Montag gegenüber der "Bild" zu den neusten Entwicklungen aus der Politik geäußert.


"Das sind positive Signale, die ausgesendet wurden. Das gibt beiden Ligen eine wichtige Perspektive. Für die Fans aller Klubs eine ganz wichtige und positive Nachricht", so der 50-Jährige erfreut über die Aussagen der beiden Ministerpräsidenten Markus Söder (Bayern) und Armin Laschet (NRW).

RKI und Gesundheitsministerium müssen DFL-Plan absegnen

Zuvor hatten beide Politiker erklärt, dass sie es für möglich halten, dass die Bundesliga frühestens ab dem 9. Mai fortgesetzt wird. Bedingung dafür sei jedoch, dass das Gesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut den vorgelegten DFL-Plan absegnen.

"Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt. Das, was die DFL in diesen Tagen vorgelegt hat, lässt erkennen, dass es Schutzvorkehrungen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zum Zustand der Geisterspiele zurückkehren können", so Laschet.

Söder weiter: "Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Spiele mit Zuschauerbeteiligung sind völlig undenkbar. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können. Der 53-Jährige plädierte noch einmal dafür, "dass das RKI nochmal draufschaut".

Seifert will keine Sonderrechte für den Fußball

Zu einer möglichen Umsetzung des DFL-Plans ließ Seifert dann folgende Worte fallen: "Das Konzept, das wir vorgelegt haben, beginnt bei den medizinischen Voraussetzungen. Eine medizinische Task Force hat ein Konzept entwickelt, angefangen vom Gruppen- bis Mannschaftstraining bis hin zum Spieltag. Nicht nur was auf dem Platz, sondern auch daneben passiert. Es ist eine Gratwanderung, aber die Klubs werden der Verantwortung gerecht werden."

Und weiter zu möglichen Geisterspielen: "Da muss man ehrlich sein. Man darf Geisterspiele nicht schöner reden, wie sie sind. Aber es ist die wirtschaftlich einzige Möglichkeit für die Bundesliga. Viele Klubs sind damit gerettet. Aber klar, solche Spiele fühlen sich anders an. Die wirtschaftliche Basis der Klubs wird aber gestützt. Diese Geduld müssen wir einfach aufbringen.

Bei alldem betonte Seifert nachdrücklich, dass es niemals so sein wird, "dass der Fußball einer systemrelevanten Person einen Test wegnimmt. Deutschland hat enorme Test-Qualitäten. Wir erwarten keine Sonderrechte". Wie es in dieser Woche weitergeht geht, erklärte der Fußballfunktionär dann auch: "Morgen werden wir uns im Präsidium damit befassen und am Donnerstag mit den Klubs sprechen."

Quelle: bild.de | bild.de

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  • KOMMENTARE
  • 20.04.20

    Uuuuuhhh....
    Das riecht doch mal nach einer baldigen Wiederaufnahme der Bundesliga.... 👍

  • 20.04.20

    Juhuuuu :)

  • 20.04.20

    Was ist denn eine „systemrelevante Person „? Sind damit Ärzte , Polizisten e.t.c. gemeint ?

  • 20.04.20

    Ich möchte nicht dass das RKI da nochmal drauf schaut. Mir schwant Böses . Der Schosshund vom Spahn mit den prallen Lippen ist mir nicht geheuer.

  • 20.04.20

    Bin dagegen.

  • 21.04.20

    Das RKI wird sowas von kotzen dass sie diesen Ball zugespielt bekommen haben. Das ist loose loose, egal was sie entscheiden.

    • 21.04.20

      Wenn das RKI wirklich im Interesse der Gesundheit handelt, dann fällt mir kein Grund ein warum sie so einem Plan zustimmen sollten... Ist ja abzusehen, dass sich dann wieder Menschen in Schaaren treffen um Fußball zu schauen

    • 21.04.20

      Das befürchte ich auch. Finde es schon unglaublich was zb bei den Baumärkten los ist, wo sie jetzt wieder öffnen dürfen. Keiner will nur einen Tag warten, Hauptsache alles wird überrannt. Mir ist schon klar warum die Politik jetzt so entschieden hat, die Leute wurden immer unruhiger, der Druck auf die Entscheidungsträger größer und es war offensichtlich, dass der Punkt Wirtschaft vs Gesundheit eher früher als später kommt, aber ich denke derzeit werden einige falsche Entscheidungen getroffen. Ich habe mitlerweile das Gefühl dem ein oder anderen Politiker wie zb dem Herrn Laschet geht es mehr um den nächsten Wahlkampf als um das Wohl der Menschen und das ist schade.

    • 21.04.20

      Hier in NRW gab es praktisch die ganze Zeit keine Änderungen. Hier und da mal ein Aufkleber mit irgendwelchen warnungen, mehr nicht. Ansonsten normales Leben.

    • 21.04.20

      Ganz ehrlich, der Lock down kann doch nur eine vorübergehende Lösung sein. Was man so hört dauert das mit dem Impfstoff wahrscheinlich noch bis ins nächste Jahr hinein. Glaubt wirklich jemand, dass man so lange einen Lock down durchziehen kann? Ich nicht, die Schäden wären dann viel größer, vor allem für die Normal oder schlechter verdienenden Menschen, Familien etc. Man muss einen Mittelweg finden, bei dem man auch einfach auf die Vernunft der Menschen setzt, sich an gewisse Sicherheits- oder Hygienestandards zu halten. Und ich glaube auch, dass es sich umsetzen lässt. Der Großteil der Menschen ist sich der Gefahr durchaus bewusst, weswegen es glaube ich auch nicht mehr zu großen Ansammlung kommen wird.

    • 21.04.20

      Und die Ansammlung gestern werden sich glaube ich auch wieder legen. Zumindest s muss man probieren, wie man mit dem Virus leben kann

    • 21.04.20

      @1895! Ja, stimmt alles. Und genau deshalb sollte da der Fußball grade ziemlich weit hinten anstehen.. Die Proiritäten liegen da grade halt woanders

    • 21.04.20

      Ich will ja nicht, dass der Fußball eine Sonderrolle bekommt, sondern das die Forderungen genauso bearbeitet werden wie bei anderen Industrien oder Unternehmen, und das ist der Fußball für mich nunmal. Für mich ist das Bild falsch, dass es hier nur um Spaß und Unterhaltung geht oder Brot und Spiele, wie viele immer sagen.

    • 21.04.20

      Man muss hier schon ein wenig mehr differenzieren. Eine derartige Entscheidung kann nicht von der Unvernunft einiger / weniger Menschen abhängen. Wenn dem so wäre, müsste man im Fernsehen alle Sendungen verbieten, die einen ähnlichen Charakter haben... bei denen man also gemeinsam mitfiebern könnte (z.B. GNTM etc.). Das nötige Fingerspitzengefühl ist bei den Menschen also entweder bereits vorhanden oder sowieso nicht zu erwarten, was wiederum Sanktionen für die Unbelehrbaren erforderlich macht.