Bei RB Leipzig entbrennt auf der rechten Abwehrseite derzeit ein hochkarätiger Konkurrenzkampf. Während Ridle Baku aktuell die Nase leicht vorne hat, setzte Benjamin Henrichs beim Kantersieg gegen die TSG Hoffenheim mit seinem ersten Tor nach langer Leidenszeit ein dickes Ausrufezeichen. Trainer Ole Werner steht Woche für Woche vor einer „richtig schwierigen Entscheidung“, wie er nach der Partie betonte.
Vor dem Anpfiff erklärte Werner bei Sky, warum die Wahl erneut auf Baku fiel: „Ridle hat in Stuttgart wieder ein gutes Spiel gemacht und könnte ganz gut zum Gegenspieler Touré passen.“ Dieser Plan ging voll auf: Baku kochte den Hoffenheimer Flügelstürmer auf seiner Seite konsequent ab und rechtfertigte damit sein Mandat in der Startelf.
Henrichs bleibt hartnäckig
Dennoch betonte Werner die enorme Qualität seines Herausforderers: „Benni Henrichs ist von der fußballerischen Qualität her ein außergewöhnlicher Spieler. Er findet mehr und mehr seinen Rhythmus wieder.“ Dass Henrichs nach seiner Einwechslung direkt traf, sorgte für emotionale Szenen im Stadion. „Man hat an seinem Jubel und dem der Mannschaft gesehen, was Benni für einen Weg hinter sich hat“, so der Coach über den Vize-Kapitän, der nach mehrmonatigen Verletzungsproblemen wieder voll angreift.
Das Duell zwischen Baku und Henrichs ist ein Duell auf Augenhöhe mit unterschiedlichen Profilen. Für Werner ist die Situation Segen und Fluch zugleich: „Ich weiß eigentlich schon montags, dass ich am Wochenende einen auf die Bank setzen werde, der da eigentlich nicht hingehört.“ In den kommenden Wochen dürfte das Rotationsrad auf der rechten Seite angesichts der Belastung und Henrichs steigender Formkurve weiter Fahrt aufnehmen.



Nette Worte. Henrichs kann trotz des Tores noch lange nicht mit Baku mithalten.