Dass Mert Kömür beim Gastspiel des FC Augsburg beim Hamburger SV über die vollen 90 Minuten auf der Bank saß, kam auch angesichts der Lage im Mittelfeldzentrum überraschend. Da der gesetzte Kristijan Jakić mit muskulären Problemen fehlte und auch Han-Noah Massengo nur für einen Kurzeinsatz fit war, wurde Fabian Rieder nach hinten gezogen.
Trainer Manuel Baum entschied sich für eine Variante mit Robin Fellhauer und Rieder im Zentrum sowie Anton Kade davor und ließ Kömür trotz der personellen Engpässe ohne Einsatzminuten. Baum betonte nach der Partie jedoch, dass dies keinesfalls als Kritik an der Entwicklung des 20-Jährigen zu verstehen sei.
In einem persönlichen Gespräch habe er mit Kömür die nackten Zahlen verglichen, die eine steile Erfolgskurve belegen: Während der Mittelfeldspieler in der vergangenen Bundesliga-Saison 2024/25 auf insgesamt 646 Einsatzminuten kam, steht er in der laufenden Spielzeit nach 28 Spieltagen bereits bei 1.316 Minuten. „Mert hat es geschafft, seine Spielzeit im Vergleich zum Vorjahr bereits jetzt zu verdoppeln“, lobte Baum das Talent.
Starke Nationalmannschafts-Woche als Empfehlung
Auch auf internationaler Bühne machte Kömür zuletzt nachhaltig auf sich aufmerksam. Bei der deutschen U21-Nationalmannschaft stand er am vergangenen Dienstag beim wichtigen Qualifikationsspiel in Griechenland in der Startformation, wo er den verletzten Brajan Gruda ersetzte. Baum imponierte die Leistung beim DFB: „Man hat jetzt in der Nationalmannschaft gesehen, welche tolle Leistung er bringt. Insofern sind wir froh, dass er da ist.“
Trotz des Bankplatzes in Hamburg bleibt Kömür ein wichtiger Baustein in den Zukunftsplanungen des FCA. Der Verein ist stolz auf den Weg des Jugendspielers, der sich mittlerweile fest im Profikader etabliert hat.



Kömür nicht