RB Leipzig | 1. Bundesliga

Bakayoko und Co.: Werner spricht über die Außenbahn

06.03.2026 - 10:05 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Bei RB Leipzig herrscht gegenwärtig auf den offensiven Außenbahnen ein intensiver Konkurrenzkampf. Hinter den derzeit gesetzten Flügelspielern Antonio Nusa (links) und Yan Diomande (rechts) müssen mehrere Akteure mit überschaubaren Einsatzzeiten leben – darunter auch Johan Bakayoko.

Der 22-jährige Belgier war im Sommer 2025 für 18 Millionen Euro von der PSV Eindhoven gekommen, wurde zuletzt jedoch immer wieder von körperlichen Beschwerden zurückgeworfen. „In den letzten Trainingswochen ist es wieder besser, sodass er jetzt seinen Rhythmus wieder aufnimmt“, erklärte Cheftrainer Ole Werner auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr).

Bakayoko habe eine längere Phase mit Beschwerden hinter sich: „Er war lange Zeit mit muskulären Problemen raus, die ihn echt ein bisschen zurückgeworfen haben. Dann war er wieder dabei und hat trotzdem wieder Rhythmus verloren, weil er wieder eine Pause brauchte.“

Große Konkurrenz auf den Flügeln


Was hinzukommt: Die Situation auf den Außenbahnen ist umkämpft. Neben Bakayoko nannte der Trainer Tidiam Gomis sowie die Winter-Neuzugänge Ayodele Thomas und Suleman Sani als mögliche Alternativen. Selbst Andrija Maksimović könne – obwohl eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatet – auf den Flügeln aushelfen.

„Wir haben auf den Außenbahnen einfach eine Riesen-Qualität, mit den beiden Jungs, die zuletzt angefangen haben, aber auch mit Tidiam und Baka. Da haben wir auch noch Ayodele und Sani dahinter“, ordnete Werner ein.

Die Startplätze gingen zuletzt jedoch regelmäßig an Nusa und Diomande. „Wenn man alles zusammenpackt, hatten zuletzt Yan und Antonio die Nase vorn“, sagte Werner. Gleichzeitig betonte er, dass die Verfolger in Reichweite seien: „Es ist nicht so, dass Tidi und Baka ewig weit davon entfernt sind, auch von Beginn an zu spielen oder mehr Minuten zu sammeln. Es liegt ein Stück weit natürlich auch an ihnen, die Möglichkeiten im Training und den Einsätzen zu nutzen. Man merkt den beiden auch an, dass sie dahinter mit den Hufen scharren.“

Thomas und Sani als Projekte für die Zukunft


Noch etwas mehr Geduld müssen hingegen die beiden jungen Wintertransfers aufbringen. Linksaußen Ayodele Thomas (18), Anfang Februar für rund 400.000 Euro aus Eindhoven gekommen, sowie Rechtsaußen Suleman Sani (19), der im Januar für 5 Millionen Euro vom FK AS Trenčín verpflichtet wurde, befinden sich laut Werner weiterhin in der Entwicklung.

„Sie präsentieren sich gut, waren aber auch schon ein paar Tage durch Krankheit und Verletzung raus“, berichtete der Coach. Beide würden täglich Fortschritte machen: „Sie werden beide ihre Zeit brauchen, aber lernen jeden Tag dazu. Ich bin zufrieden mit der Einstellung, die sie an den Tag legen.“

Die Leipziger sehen in den Talenten ein Versprechen für die Zukunft. „Bei beiden verfolgen wir einen langfristigen Plan. Sie haben langfristige Verträge, weil wir diesen Weg mit ihnen über diese Dauer gehen wollen“, erklärte Werner. Ziel sei es, die Spieler Schritt für Schritt auf Topniveau zu bringen.

Kurzfristig könnten Einsätze dennoch möglich sein: „Das heißt nicht, dass sie nicht auch zeitnah mal im Kader stehen oder Einsätze haben können.“

Konkurrenzkampf als Motor


Für die aktuell gesetzten Flügelspieler ist die große Auswahl gleichzeitig ein wichtiger Faktor. „Es ist auch wichtig für Yan und Toni, dass sie wissen: Dahinter ist Konkurrenz und sie können sich nicht zurücklehnen“, so Werner.

Damit bleibt die Hierarchie auf den Leipziger Außenbahnen zwar klar – fest zementiert ist sie allerdings nicht. Bakayoko, Gomis und die beiden Talente warten darauf, ihre Chancen zu nutzen.

Quelle: Pressekonferenz