VfB Stuttgart | 1. Bundesliga

Nachfolger für Kramny im Gespräch

09.05.2016 - 19:31 Uhr Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

Mit acht sieglosen Spielen in Folge – zuletzt sogar fünf Pleiten hintereinander – katapultierte sich der VfB Stuttgart mitten rein in die tiefste Abstiegszone. Am letzten Spieltag der Saison 2015/16 ist für die Schwaben allerhöchstens noch der Strohhalm Relegation in Reichweite, ein Sieg gegen den VfL Wolfsburg wäre dafür zunächst unabdingbar.


Gleichzeitig müsste das Ergebnis des Aufeinandertreffens zwischen Bremen und Frankfurt im Idealfall zugunsten der Hessen ausfallen. Anderenfalls würde die Abstiegsfrage zum Rechenspiel in puncto Torverhältnis geraten, bei dem der VfB (-23) – gegebenenfalls mit Schützenhilfe – im Vergleich zu den Konkurrenten eine Differenz von mindestens sechs Toren (Frankfurt: -17) gutmachen müsste.

Sollte das Wunder für das Team mit dem roten Brustring ausbleiben, wird nach Auffassung der "Stuttgarter Nachrichten" auch das Aus von Trainer Jürgen Kramny wohl besiegelt sein. Gleichzeitig wartet das Blatt mit Anwärtern auf eine Nachfolge des erst zum 14. Spieltag angetreten Coaches auf.

Zum einen nennt die Zeitung drei ehemalige Bundesligatrainer, als da wären: Markus Gisdol (1899 Hoffenheim), Tayfun Korkut (Hannover 96) und Krassimir Balakov (1. FC Kaiserslautern), der einst als Spieler sowie als Co-Trainer in Stuttgart tätig war.

Andererseits soll in den Überlegungen des VfB auch Domenico Tedesco eine Rolle spielen, ebenfalls ein Ehemaliger aus dem eigenen Lager. Erst im zurückliegenden Sommer ließ der Verein ihn gen Hoffenheim ziehen, wo Tedesco zur neuen Saison den Job als U19-Trainer antreten soll.


  • KOMMENTARE
  • 09.05.16

    Ganz ehrlich, sehe nicht wo Kramny gravierende Fehler gemacht hat. Dutt hat einfach verpennt einen anständigen IV zu holen...

  • 09.05.16

    Typisch Fußball: vor paar Wochen noch der gefeierte Held, weil er den "neuen VfB" erschaffen hat (damalige Begründung der Fußballmedien: Siege gegen kriselnde Mannschaften und eine Verbesserung zu Zorniger (LOL!) ) und nun der Volltrottel, der seinen Kopf herhalten muss für die jahrelange Misswirtschaft der Offiziellen.

  • 09.05.16

    Nach dem letzten Spiel kann man zum Beispiel sagen, dass es ein Fehler war Langerak nicht früher zu bringen. Maxim hat gut Leistungen gezeigt, als er jetzt mal die Chance bekam. Harnik hat hingegen kein einziges gutes Spiel gemacht nach seiner Verletzung. Didavi und zuletzt Kostic hatten krasse Leistungseinbrüche. Klar ist jetzt nicht alles scheiße, aber Kramny kann man auch nicht komplett aus der Verantwortung nehmen. Er hat sicherlich auch seinen Anteil am Absturz. Er hat es auf jeden Fall nicht an die Spieler vermittelt gebracht, dass man noch nicht gerettet ist und die Zügel nicht schleifen lassen darf. Wahrscheinlich weil er selbst schon von Europa geträumt hat. Auf der anderen Seite sind einige wichtige Spieler ausgefallen und seit Jahren hat man keine guten Innenverteidiger im Kader. Im Grunde genommen liegt die Wahrheit wie immer irgendwo dazwischen.

  • 09.05.16

    Richtig guter Artikel übrigens!

  • 09.05.16

    Da hatte er wohl keinen Knäbel-Vertrag!

  • 10.05.16

    @Sixten-Veit:
    Schau mal ins VfB-Forum oder unterhalte dich mit ein paar VfB- Fans.
    Niemand hat Kramny als neuen Held gefeiert.
    Nach dem bösen Blut nach der Zornigerentlassung sind damals einige Kräfte freigesetzt worden, zudem schon fast ein ,,allgemeiner Effekt" bei neuen Trainern beim VfB.

    Darauf wurde stets von Fans verwiesen dass man Kramny erst länger Zeit geben muss um ihn bewerten zu können.

    Leider wurde es von Woche zu Woche schlechter und mittlerweile geht man davon aus, dass das anfangs noch funktionierende Umschaltspiel größtenteils noch Mechanismen aus der Zornigerzeit waren.
    Das garniert mit einer etwas defensiveren Ausrichtung und temporär glücklicher Umstände ergab unser Zwischenhoch

    Die letzten 12 Spiele 6 Punkte und 37 Gegentore sind schlichtweg inakzeptabel.


    Kramny wird wohl unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels geschmissen.
    Dann frage ich mich: Wieso leitet er überhaupt noch das Training?

    Die letzten beiden Must-wins desolat aufgetreten, wieso sollte das in Wolfsburg plötzlich besser werden?
    Höchstens duseln wir uns zum Sieg...

    • 10.05.16

      Weiß ich. So einen Blödsinn konnte man sich dann eher in Vorberichten und in Fußballsendungen anhören. Deswegen schrieb ich auch Fußballmedien.

      Der VfB ist schon seit mindestens letzter Saison überreif für den Abstieg. Man hatte nach der vergangenen Serie genug Zeit um den Fehlern entgegen zu steuern. Das haben die Offiziellen verpennt.

      Das man nach einer Horror-Saison, mit einer katastrophal hohen Anzahl an Gegentoren, einen Trainer verpflichtet, der voll auf Offensivfußball setzt, hat sich mir eh nicht ganz erschlossen. Der Erfolg bzw. die Möglichkeit noch kurz vor Schluss den Absprung von dem Abstieg zu schaffen kam mit Stevens und nicht mit Hurra-Fußball.

    • 10.05.16

      "Man hatte nach der vergangenen Serie genug Zeit um den Fehlern entgegen zu steuern. Das haben die Offiziellen verpennt. "

      Ich habe vor der Saison 2015/16 dieses ewig lange Interview von den Verantwortlichen gesehen, in dem sie den neuen Weg sehr gut beschrieben haben. Dutt hat mich dort komplett überzeugt und vor allem überrascht, weil ich ihn bis dahin als eine Art Kasper gesehen habe. Aber auch jetzt kann ich nicht verstehen, warum er an dem Missmanagement der vergangen Jahre gemessen wird. Nach den ersten Spielen, hieß es noch was der VfB für einen geilen Fußball spielt und niemand hätte damit gerechnet, dass der VfB absteigen könne. Nach den Spielen, die ich mir angeschaut habe, dachte ich auch genau das. So ein Fußball steigt nicht ab. Das "Hauptproblem" sollen dann wohl die sozialen Kompetenzen des Herrn Zorniger gewesen sein.

      Vielleicht hat Dutt etwas zu lange an Zorniger festgehalten, mag sein, aber man kann doch nachvollziehen, dass die Entscheidung einen Trainer zu entlassen etwas schwerer fällt, wenn man einen neuen Weg beschreiten möchte und man eben diesen Trainer in eine langfristige Planung eingebunden hat.

      Ich glaube auch nicht, dass Dutt es verpennt hat sich um die Verpflichtung von Verteidigern zu kümmern, sondern viel mehr zu naiv war. Klein z.B. konnte nicht wirklich überzeugen.

      Der Großkreutz-Transfer in der Winterpause als Gegenbeispiel war top! Von außen betrachtet hat er erst dieses "Wir-Gefühl" reingetragen. Nicht der geilste Fußballer, aber ein richtig geiler Mannschaftskollege und -wie ich finde- generell ein Typ Mensch, von dem es ein paar zu wenig gibt.

      In meinen Augen tragen Dutts Vorgänger die Schuld an dem was passiert ist. Es ging kontinuierlich bergab. Gute Spieler sind über die Jahre gegangen, aussortierte Spieler wurden verpflichtet.

      Gebt Dutt die Chance, auch er hat Anteil an dem Zusammengehörigkeitsgefühl. Mit den richtigen Leute wurde bereits verlängert. Wenn Dié noch verlängert, haben wir den VfB nächstet Jahr zurück.

      Und bitte keinen der Trainer, die im Artikel genannt werden...

  • 10.05.16

    Da magst du Recht haben, allerdings kam diese Saison einfach auch alles zusammen.

    Der Ansatz mit dieser Mannschaft offensiv zu spielen ist in meinen Augen der richtige Ansatz gewesen.
    Vom taktischen her hätte das unter Zorniger mit ein paar Anpassungen auch klappen können. Allerdings lag seine Kompetenz im sozialen eher im Bereich einer Klobürste womit er die Mannschaft gegen sich aufgebracht hat.

    Niemand behauptet doch auch dass Bremen defensiv spielen sollte, auch bei Hoffenheim ist man mit einem defensiveren Konzept (Stevens) komplett auf die Schnauze gefallen. Erst als Nagelsmann wieder einen offensiveren Stil etablierte, ging es bergauf und man hat letztendlich so den Klassenerhalt feiern können.

    • 10.05.16

      Für mich besteht aber ein glasklarer Unterschied zu Hoffenheim: dort hat man, von den AV-Positionen mal abgesehen, starke Verteidiger wie einen Süle oder Bicakcic. Sowas gibt es beim VfB seit geraumer Zeit nicht mehr. Daher finde ich es schwierig das genau zu vergleichen.

      Ein Universalkonzept für den Nichtabstieg gibt es natürlich nicht, aber ein Verein wie Hertha hat in dieser Saison beispielsweise gerade deshalb so gut abgeschlossen, weil sie die Defensive stabilisiert haben. Letztes Jahr hätten sie es noch ebenso verdient abzusteigen wie der VfB.

    • 10.05.16

      Bicakcic ist das beste Beispiel dafür was wir für blinde Idioten im Management haben/hatten. Ehemaliger VfBler steigt mit Braunschweig ab, wir haben ein Verteidigerproblem und verpflichten ihn nicht.

  • 10.05.16

    Ich wäre für Markus Babbel, Thomas Doll, Felix Magath, Stefan Effenberg oder Loddar :D! Also sympathische und oder erfolgreiche Trainer :D

  • 10.05.16

    Sind wir doch mal ehrlich, die erste Mannschaft des VfB weist in der IV, RV (Großkreutz kämpft zwar, aber die Leistung passt nicht), RF (Rupp zähl ich mal als ZM) und Sturm (nach Ausfall Ginczek) keine Bundesligatauglichkeit auf. Mit so einem Leistungsausfall auf 5 von 11 Positionen wird es dann schwer, egal mit welchem Trainer. Trotzdem ist es als Trainer schon eine beachtliche Leistung, voraussichtlich innerhalb nur einer Saison sowohl mit der ersten als auch der zweiten Mannschaft abzusteigen. Muss man auch erstmal schaffen.

  • 10.05.16

    @Sixten-Veit:
    Stuttgart hat starke AVs und ganz schwache IVs. Bei Hoffe nur anders rum. Auch das DM ist bei Stuttgart nicht schlechter besetzt. Schenkt sich also nicht viel

    Auch die von dir angesprochenen Berliner haben dieses Jahr den großen Schritt eben auch nur machen können weil man von der sehr defensiven Spielweise aus der letzten Saison abgerückt ist und Sie ein Spiel mit mehr Ballbesitz und Iniative etabliert haben.
    Dazu gibt es einige Interviews der Hertha-Verantwortlichen