Wael Mohya | Borussia Mönchengladbach

Glad­bach-Ju­wel Mohya drängt sich auf

06.01.2026 - 14:48 Uhr Gemeldet von: Robin Meise | Autor: Robin Meise

Auch wenn Borussia Mönchengladbach die Generalprobe gegen Hannover 96 mit 0:3 verlor, gab es einen klaren Lichtblick: Wael Mohya. Der erst 17-jährige Spielmacher nutzte den Test, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen – und unterstrich eindrucksvoll, warum er zu den größten Gewinnern des Winter-Trainingslagers zählt.

Mit sehenswerten Dribblings, viel Tempo, kreativen Ideen und mehreren Abschlüssen – darunter ein Lattenkracher – war Mohya einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz. Während viele gestandene Profis nach Lösungen suchten, sendete das Offensivjuwel eine klare Bewerbung Richtung Startelf. Intern hat sich der Youngster hierarchisch bereits nach oben gearbeitet und wird inzwischen als erster Einwechselspieler im offensiven Mittelfeld gehandelt.

Trainer Eugen Polanski bestätigte nach dem Testspiel die wachsende Bedeutung Mohyas: „Wir müssen im Auge behalten, dass er auf jeden Fall Spielminuten kriegen muss, um die Entwicklung voranzutreiben.“ Gleichzeitig verwies der Gladbach-Coach auf die bereits gesammelten Erfahrungen des Teenagers: „Erst mal war wichtig, dass er schon zwei Bundesliga-Spiele absolviert hat. Diese erste Nervosität sollte damit ein bisschen weg sein.“

Schon zuvor sei Mohya intern voll angekommen, stellte Polanski klar: „Es war aber auch vorher schon so, dass wir ihn als vollwertiges Mitglied gesehen haben. Er weiß aber selber, dass er noch sehr viel zu tun hat und woran er arbeiten muss.“

Mohya vom Joker zum Startelf-Spieler?


Der rasante Aufstieg des offensiven Mittelfeldspielers ist bemerkenswert. Im Sommer führte Mohya die Gladbacher U17 mit einem Tor und einer Vorlage im Finale zur deutschen Meisterschaft, nachdem er zuvor im Halbfinale doppelt gegen Bayern getroffen hatte. Anschließend stand er kurz vor einem Abgang, doch Borussia band ihn mit einem Profivertrag bis 2027. Im Oktober folgte das Profi-Debüt im Pokal gegen Karlsruhe – als jüngster Spieler der Vereinsgeschichte.

In der Bundesliga sammelte Mohya zuletzt Kurzeinsätze gegen Wolfsburg und Dortmund, wobei er insbesondere beim BVB in nur zehn Minuten für Aufsehen sorgte. Setzt er seine Entwicklung fort, könnten sich in der Rückrunde nicht nur weitere Joker-Einsätze ergeben – auch Startelf-Chancen sind für das Gladbach-Juwel längst kein unrealistisches Szenario mehr.

Quelle: bild.de

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