FC Barcelona | 1. Bundesliga

Streckt der BVB die Fühler nach Talent Fati aus?

01.05.2020 - 15:26 Uhr Gemeldet von: Floppo | Autor: Kristian Dordevic

Ihm soll die Zukunft beim FC Barcelona gehören: Ansu Fati, hochtalentiertes Eigengewächs und noch keine 18 Jahre alt (* 31. Oktober 2002). Ob dessen Weiterentwicklung auch in nächster Zeit bei seinem Jugendklub vonstattengeht, ist momentan die Frage. Als einer der geneigten Abnehmer wird Borussia Dortmund gehandelt.


Nach Angaben der spanischen "Sport" hat der westfälische Bundesligist bei den Katalanen angeklopft, um Interesse an einer Verpflichtung anzumelden und Informationen einzuholen. Dabei soll der BVB zum Ausdruck gebracht haben, in alle Richtungen gesprächsbereit zu sein.

Denn eines sei klar: Barcelona will sich auf keinen Fall endgültig vom schnellen Offensivjuwel trennen und zieht nur die Möglichkeit eines Leihgeschäfts in Betracht. Abgesehen davon will der LaLiga-Klub Fati aber keine Türen versperren und zieht allerlei Optionen in Betracht.

Viele Einsätze, wenige Minuten

So gilt Dortmund nur als einer von vielen Vereinen, die bei Barça vorstellig geworden sind. Allein aus der spanischen Liga sollen es diverse Anwärter sein. Bei der Entscheidung über die weitere Zukunft gehe es darum, wie der in Guinea-Bissau geborene Fußballer am besten gefördert werden und das nächste Level erreichen kann.

Barcelona ist dafür womöglich nicht länger der beste Standort. Spielpraxis bei der Zweitvertretung oder viel Zeit auf der Ersatzbank des ersten Teams bringen den Youngster gewiss nicht weiter.

Fati, der im August 2019 (als 16-Jähriger) sein Profidebüt feierte und mittlerweile zwei Länderspiele für die U21 Spaniens verbucht, kommt beim Spitzenklub diese Saison zwar auf beachtliche 20 Spiele in Liga und Champions League (mit fünf Treffern und einer Vorlage). Überwiegend gab er dabei jedoch den Joker.

Es ist nicht zu erwarten, dass beim FCB demnächst weniger Topspieler in Konkurrenz zu ihm stehen. Daher die Überlegung, Fati die nächste Stufe – als Startelfspieler – anderswo zünden zu lassen. Diesbezüglich spricht durchaus einiges für die Borussia.

Fati in Barcelona demnächst mit 400-Millionen-Euro-Klausel

Dortmund hat in den letzten Jahren mehrfach nachgewiesen, aufstrebende Talente aufs nächste Level hieven zu können. Etwa Ousmane Dembélé, der jetzt für den FCB aufläuft. Oder Jadon Sancho, der dem BVB selbst in Zeiten von Corona noch einen dreistelligen Millionenbetrag in die Kassen spülen könnte.

Achraf Hakimi (Real Madrid) hat als Leihspieler ebenso einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Und mit Giovanni Reyna schickt sich der nächste Kandidat an, früher oder später durchzustarten.

Barcelona, so die "Sport", will abwarten, wie sich der Markt entwickelt, sodass es sich eine Entscheidung durchaus ziehen könnte. Auf vertraglicher Ebene hat der Verein schon vorgesorgt: Fati wurde bis 2022 an den Klub gebunden mit der Option auf eine Verlängerung um zwei Jahre. Seine Ausstiegsklausel wurde schon jetzt mit kolportierten 170 Millionen Euro angesetzt.

Die Marke geht mit dem nächsten (Profi-)Vertrag auf 400 Millionen Euro hoch. Das soll in den nächsten Monaten geschehen. Gegebenenfalls im Zuge einer Ausleihe.

Quelle: sport.es | sport.es

  • KOMMENTARE
  • 08.05.20

    Ich befürchte Dortmund sucht schon eine Alternative zu Sancho

  • 04.05.20

    Es würde mich schon sehr wundern, wenn Barça ihn überhaupt abgeben würde. Falls es jedoch möglich ist, ihn für 1-2 Jahre zu bekommen, halte ich es für absolut sinnvoll, da er Dortmund nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze verstärken könnte. Wenn die finanziellen Rahmenbedingungen passen (Gehalt und Leihgebühr), spricht in meinen Augen nichts dagegen.
    Es gibt ja schlimmeres als in der Branche bekannt zu sein, als ein Verein, bei dem junge Spieler regelmäßig durchstarten. So angelt man sich ja häufig Toptalente, die mit Gewinn verkauft werden können.

  • 01.05.20

    Absolut interessanter Spieler.
    Das Dortmund ne Chance auf ihn hat ist war nett, würde ich allerdings im Rahmen einer Leihe nicht machen.
    Das würde den Ruf des Ausbildungsvereins nur weiter steigern und helfen würde es auf Dauer auch nicht.
    Ein Sancho Verkauf würde genug Geld in die Kasse für eine Verpflichtung eines Ersatzes ermöglichen.
    Wenn Sancho bleibt, bräuchte man Fati nicht zwingend und er würde nur bedingt mehr Einsatzzeit als bei Barca garantiert bekommen können.

  • 01.05.20

    In Barcelona hat er gar keine Chance also wirklich gar keine wenn dann die Verpflichtung von Lautaro Mártinez kommt oder es sind ja auch noch Messi, Suaréz und Griezmann etc.
    In Dortmund könnte er Spielpraxis bekommen und dann zurück zu Barça wechseln und sie hätte den nächsten Weltstar...

    • 01.05.20

      Er hat schon Spiele entschieden, in einem Team, in dem ein Messi spielt. Mit seinen mittlerweile 17 Jahren auf jeden Fall extrem großes Potenzial, bei Barca den Durchbruch zu schaffen, ohne Zweifel.

    • 01.05.20

      @Danetic 1. Er ist (edit) bald 18.
      2. Gerade in dem Alter wäre regelmäßige Spielpraxis für die Entwicklung wichtig.Das er die in Barcelona bekommt ist sehr unwahrscheinlich. Deshalb wäre eine Leihe der logische Schritt. Hakimi könnte da ein gutes Beispiel sein.

    • 01.05.20

      Es steht nun wirklich direkt in der 3. Zeile dass er noch keine 18 ist

    • 02.05.20

      @carhartt
      Das Thema Spielzeit ist immer so ne Sache.
      Er kriegt seine Zeit in Barcelona und wird behutsam aufgebaut.
      Mit 17 Jahren ist es manchmal auch gar nicht verkehrt, wenn man eben nicht DER Star ist.
      Das geht gut, muss aber nicht.
      Sancho ging gut, hat überragend Performt.
      Emre Mor hat vieles gehabt an Talent nur ist ihm einiges zu Kopf gestiegen und der war nicht mal halb so weit wie Sancho zum Beispiel.

      Grundsätzlich find ich leihen sehr sinnvoll, aber sie sind auch nicht immer das Allheilmittel, wenn der Spieler im Kopf vielleicht noch nicht so weit ist, einer der Stars des Teams zu sein. (Ohne Fati da jetzt sowas vorwerfen zu wollen)