Deutschland | 1. Bundesliga

Deutschland verpasst das Achtelfinale

27.06.2018 - 17:59 Uhr Gemeldet von: Kristian Dordevic

Die deutsche Nationalmannschaft streicht bei der Weltmeisterschaft in Russland die Segel. Das von Joachim Löw trainierte Team verlor das dritte und entscheidende Gruppenspiel gegen Südkorea mit 0:2.

Schweden zog im Parallelspiel durch einen 3:0-Triumph über Mexiko punktemäßig mit den Lateinamerikanern gleich (jeweils 6 Zähler) und schob sich auf den ersten Platz. Die DFB-Auswahl, die nur ihr Spiel gegen das schwedische Team gewinnen konnte, landet punktgleich mit Südkorea (3) auf dem letzten Rang in Gruppe F.

Damit scheidet der amtierende Weltmeister vor dem Achtelfinale aus. Das passiert bereits zum dritten Mal hintereinander: 2014 flog Spanien in der Gruppenphase raus, vier Jahre zuvor erreichten auch die Italiener als Titelträger nicht die K.-o.-Phase.


  • KOMMENTARE
  • 27.06.18

    Reus + Brandt + Werner hatten Hunger

    Der Rest war satt!

  • 27.06.18

    Was für ein Hammerspiel/turnier von "Der Mannschaft", die von diesem großartigen Trainer perfekt auf- und eingestellt wurde.

    Drei Spiele lang wurde ohne echten Rechtsaußen gespielt. Wie innovativ war das denn?

    Goretzka heute auf der 10 3/4 und Özil auf der 8 2/3 spielen zu lassen war napoleonisch. In den meisten Fällen mit zwei strategischen Ballverteilern Özil/Kroos anzufangen und damit aus der Vergangenheit zu lernen zeigt, welch großer Mann Löw doch ist. Es hat ja auch die Jahre zuvor immer blendend geklappt. Das war Statik pur. A la bonne heure! Zum Glück hat er Sané zu Hause gelassen und Brandt immer erst zum Schluss gebracht. Diese Hektik hätte unser Team dauerhaft einfach nicht verkraftet.

    Neuerdings Majo Gomez als Kopfballmonster zu bringen kann nur den ganz großen Fachmännern einfallen. Mir Dummerchen hatte das noch nie eingeleuchtet.

    Das war ein tolles Turnier. Hoffentlich erfüllt Löw seinen Vertrag bzw. hoffe ich, dass er eine saftige Verlängerung bekommt. Immerhin hat er in 12 Jahren einen WM Titel nach Hause gefahren und die anderen Turniere waren mit unserem Luschenkader auch nicht schlecht.

    Kroos gegen die Schweden anzuweisen erst in der 94ten Minute den Siegtreffer zu erzielen, geil!

    Auf diesem Wettbewerb kann man aufbauen. Löw hat gezeigt, dass er die unangenehmen Entscheidungen nicht scheut, stets nach Leistung geht und eine Mannschaft perfekt einstellen kann. Der beste Mann für einen Neuanfang!

    Ich kaue jetzt mal weiter auf meinem Smartphone herum. Hatte ja schon eine Hass-Arie vorgetippt, die ich nun leider löschen muss.

  • 27.06.18

    Ich verstehe einfach nicht, wie man mit so einem Personal dreimal so unfassbar schlecht spielen kann. Leider völlig verdient raus geflogen

  • 27.06.18

    Das Ausscheiden von Deutschland ist leider deutlich verdienter als das Weiterkommen von Argentinien gestern... Jetzt wird zumindest sehr interessant wie es um die N11 in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht. Denke mal da wird einiges passieren.

  • 27.06.18

    Zeit für einen neuen Wind. Low kann davonkommen und junge, hungrige Spieler anziehen, die etwas zu gewinnen haben. Nicht die satten Stars, die wir bei der WM in Russland gesehen haben. Der Preis wird jetzt für diese Richtlinie bezahlt.

  • 27.06.18

    https://www.youtube.com/watch?v=IfWmOnNMNg8

  • 27.06.18

    Ich denke, Löw sollte seinen Hut nehmen.

    • 27.06.18

      Er hätte nach der WM 14 aufhören sollen

    • 27.06.18

      Ihm fehlte noch ein EM-Titel und ja, er sollte jetzt sein Amt niederlegen. Ansonsten haben wir ihn noch bis 2022 an der Backe. Er hat einfach zu viele Fehler gemacht und das schlechte Abschneiden bei dieser WM war die Folge aus den zuletzt auch nicht überzeugenden Auftritten. Ich glaube Herbst 2017 trifft es mit dem letzten richtig guten Spiel der Deutschen. Hannes Wolf wäre sicherlich keine unvernünftige Lösung. Die Zukunft gehört den jungen Wilden.

    • 27.06.18

      "Hannes Wolf wäre sicherlich keine unvernünftige Lösung"

      Oh doch, die wäre es...

    • 27.06.18

      Man hat richtig gesehen, dass es der Mannschaft einfach an Motivation gefehlt hat, so in der Art: "Wir haben den Pokal schon mal gewonnen, also wenn wir ihn diesmal nicht holen ists nicht ganz so schlimm, wir haben uns ja schon bewiesen." Und unser Jogi steht nicht gerade für Emotionen pur. Wir hätten einen Trainer gebraucht der den Spielern mal in den Hintern tritt und ihnen zeigt um was es in der WM geht und man sich nicht auf alte Titel ausruht.
      Tut mir nur Leid für Reus für den es wahrscheinlich die einzige Möglichkeit war mal eine WM zu spielen, bei der nächsten WM ist er schließlich schon 33 und bei dem Überangebot an jungen Talenten glaube ich nicht, dass er einen Platz im Kader finden wird.

    • 28.06.18

      @ Erna_K.
      ist klar, wir brauchen wieder einen Sturkopf, der auf einen festen alten Stamm baut.

      Wolf hätte sicherlich nicht schlechter bei dieser WM abgeschnitten. Den Titel hätte ich ihm sogar zugetraut, weil er vermutlich offensiver nominiert und aufgestellt hätte. Es ist doch ernüchternd, wenn so viel tolles Offensivpotential Zuhause bleibt und du dann mit mageren 3 Punkten und 2:4 Torverhältnis als Gruppenletzter ausscheidest.

      Was spricht denn bitteschön gegen Wolf? Er ist akribisch, hat einen Plan und würde das Nationalteam wieder mit erfrischen Fußball beleben.

    • 28.06.18

      "nicht schlechter" als der letzte Tabellenplatz? Ambitioniert

    • 28.06.18

      @spitzenfussball Eigentlich müßig zu antworten, aber:

      "Was spricht denn bitteschön gegen Wolf?"

      Ein Trainer, der noch nie mit gestandenen Spielern auf Weltklasse-Niveau gearbeitet hat; der es (ver)mag über längere Zeit "akribisch" Spielideen zu implementieren.

      Bei der NM hat er aber a) vermeintliche Spieler auf Weltklasse-Niveau und b) wenig Zeit eine Idee zu entwickeln. Die Phasen wo man eine Mannschaft zusammen hat sind kurz. Sehr kurz.

      Marke Wolf, Tuchel, Tedesco, Weinzierl, Streich etc. wären denkbar schlechte Kandidaten. Das sind Konzepttrainer die das tägliche Entwickeln/Begleiten der Mannschaft brauchen.

      Ich schmeiß mal Marke Rangnick, Roger Schmidt und das Tandem Kuntz&Sammer in den Raum...

    • 28.06.18

      Schwachsinn, mit wenig Zeit. Er hat eine klare Idee, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Das ist der moderne Fußballtrainer und er lässt eben dann auch so spielen. Keine Startelfgarantie für die vermeintlich besten Spieler.

      Und ich glaube dass so ziemlich jeder Trainer der Welt ohne großen Druck nach einer WM in Testspielen und auch in den ersten EM-Qualifikationsspielen mit Deutschland eine Spielphilosophie entwickeln kann. Als müsste man schon mit Weltstars zusammengespielt haben. Dann frag ich mich warum ein Tuchel bei Paris gelandet ist? Weil außer Reus schon so viele Stars von ihm trainiert wurden?

      Sicherlich ist es nicht vergleichbar einen Club oder eine Nationalmannschaft zu trainieren. Aber Wolf oder wer auch immer es wird, muss kein Startrainer sein, oder bereits Weltklassespieler trainiert haben. Am Ende ist es doch so, dass du nur die beste Elf aufbieten musst und die Spieler es schon allein auf dem Feld regeln. Spanien hatte mal eine glorreiche Zeit, die Brasilianer wissen auch von allein, wie sie zu spielen haben. Bei Deutschland muss man also nur erst diese Selbstverständlichkeit den Spielern vermitteln. Wir müssen auch dahin kommen, dass wir wie die Neymars, Messis, Ronaldos die Gegner im 1 gegen 1 Reihenweise alt aussehen lassen und zudem einfach zielgerichtet Angriffe einstudieren. Eben für solche Turniere ist das wichtig. Vor allem auch bei Standards. Ein Wolf hätte sicherlich 100 Ideen den Spielern vermittelt und vieles wäre hängengeblieben in den Köpfen der Spieler, die dann auch einiges davon auf den Platz erfolgreich gezeigt hätten.

      Mit deinen Kandidaten, wen die Nationalelf gebrauchen könnte und wen nicht, bist du deinem Besserwisserstatus mal wieder gerecht geworden. Zu Unrecht wie ich finde, zumal jeder weiß wie ein Streich und Co. mit jedem Spieler klarkommen bzw. sie diese auch zu disziplinieren zu wissen. Und vielleicht würde bei dem einen oder anderen eben nicht der beste Star spielen, weil er nicht mannschaftsdienlich ist, aber die Mannschaft, wäre wieder eine die den Titel gewinnen kann.

      Mit Wolf hätte man wohl mit Sicherheit die Vorrunde überstanden und er und auch viele andere die man so als Kandidaten zählen könnte, sind bestens mit den Spielern vertraut und wissen auch schon gut wie sie ticken und vor allem was die Nationalelf jetzt braucht. Ich bin gespannt, wer es wird.

  • 27.06.18

    Leider verdient.

  • 27.06.18

    Löw raus!

  • 28.06.18

    jetzt muss sich Löw den Fragen erstmal stellen:
    1. Warum Sane (Rookie of the year) eiskalt zuhause gelassen ?
    2. Warum einen Gomez statt Wagner ?
    3. Warum Gündözil mitgenommen obwohl schlechte Stimmung in der Mannschaft herrschte nachdem Skandalbild mit Erdogan?
    .......

    • 28.06.18

      Des Bild ist doch scheiß egal von ihrer Qualität haben sie sich die Nominierung verdient. Irgendwelche Ansichten machen dich nicht zu einem schlechten Kicker. Bei dem Rest stimm ich dir zu. :)

    • 28.06.18

      Mal davon abgesehen, dass das Bild und ''irgendwelche Ansichten'' alles andere als scheißegal sind, scheinen die Folgen dieses Bildes zumindest Gündogan durchaus zu einem schlechteren Kicker gemacht zu haben.

    • 28.06.18

      Das ist das Ergebnis, wenn man aus einer Fliege einen Elefanten macht. So viel Unruhe reingebracht wegen eines Bildes. Einfach nur unnötig. Es sind immer noch Deutsche mit Migrationshintergrund, warum sollen Sie kein Foto mit dem Präsidenten der Türkei machen dürfen? Klar wird Erdogan nicht gemocht, ich mag ihn auch nicht, aber das was abgezogen wurde ist
      einfach nur lächerlich und das kommt dabei raus.

    • 29.06.18

      Wenn jemand der gar keinen türkischen Pass besitzt und auch noch von "meinem Präsidenten" spricht, darf das ruhig schon mal diskutiert und auch bewertet werden.
      Die deutschen Fans haben das getan und quittieren das mit Pfiffen.

      Haben die 2 Einfallspinsel tatsächlich geglaubt dass die Aktion gut ankommt bei den aktuellen Spannungen zwischen DE und Ergogan ?
      War die Aktion nicht vermeidbar ?
      Kann man damit nicht bis nach der WM warten ?
      Muss man als Spieler einen Despoten im Wahlkampf unterstützen ?

      In diesem Fall habe ich kein Mitleid... die beiden sind selbst schuld an ihrer Situation

  • 28.06.18

    Ich verstehe diesen Neuer-Hate nicht ganz.
    Neuer hat doch ein super Turnier gespielt mitsamt guten Paraden und er ist, finde ich, zurecht deutscher Kapitän.
    Er hat eine Ausstrahlung als Torwart wie kaum ein anderer auf dem Platz und strahlt Sicherheit und Präsenz aus, sei es nach hohen Bällen oder beim (regelmäßig vorkommenden) Rauslaufen zum Ballabfangen.
    Bei dem Südkoreaspiel musste er nach dem 0:1 doch nach vorne, damit Deutschland eine bessere Chance hat um das Spiel in kürzester Zeit noch zu drehen.
    Das 0:2 war definitiv kein Torwartfehler!
    Neuer war meiner Meinung nach (mit vielleicht Brandt) der einzige, der dieses Turnier überzeugen konnte.

    • 28.06.18

      [Kommentar gelöscht]

    • 28.06.18

      Volle Zustimmung, nur, dass das 0:2 natürlich schon ein TW-Fehler war (wenn auch nicht im herkömml. Sinn).
      Er kann gerne in den 16er für hohe Bälle. Aber zum Dribbeln und Reinspielen dieser Bälle gibt es geeignetere Kandidaten. Letztendlich aber eh egal.

    • 29.06.18

      Das 2:0 war natürlich durch Neuer verursacht, aber vollkommen belanglos, da wohl niemand glaubt dass noch 2 Tore für Deutschland gefallen wären.

      Ansonsten behaupte ich mal das er an einem richtigen Sahnetag das Ding gegen Mexiko gehalten hätte.
      Beim Rauslaufen / abfangen von Flanken, Pässen etc. war er gewohnt souverän. Das ausscheiden an Neuer festzumachen ist albern.

  • 28.06.18

    Sandro Wagner, übernehmen Sie!

  • 28.06.18

    Hoffe da passiert jetzt ein Umbruch und die ganzen jungen wilden werden mal richtig integriert. Löw sollte auch gehen. Alles schreit nach Neustart

  • 28.06.18

    Seit der Weltmeisterschaft geht's mit dem deutschen Fußball bergab.
    Das Niveau der Bundesliga sinkt stetig, in der EL verlieren die Teilnehmer gegen drittklassige Clubs, in der CL existieren nur die Bayern. Und die Dominanz der Bayern in der Bundesliga ist noch das größte Übel.

    Und in der Nationalmannschaft gibt es kaum noch Kampf. Wenig tun und dafür viel bekommen wollen.

    Trauer.

  • 28.06.18

    Leider muss ich sagen: Endlich! Die Mannschaft hat sich da zu tode gequält auf dem Platz. Selbst Toni Kroos hat sich von einer eher schlechten Seite gezeigt mit den Patzern was Pässe anbelang. Eine glanzlose sowie auch unmotivierte Leistung. Ich fange nicht an mit dem kritisieren einzelner Spieler weil einfach jeder unter seinen Möglichkeiten war. Tut mir auch ein wenig leid für Reus der nun mal dabei sein durfte.

    Die Mannschaft war einfach satt. Zu pomadig. Ob Löw jetzt seinen Posten räumt wird wohl die nächste spannende Diskussion da man ihm nun ankreiden wird, dass Sané sowie Wagner nicht dabei waren.
    Aber dafür hatte man ja Draxler :P

    Ein weiterkommen wäre aus meiner Sicht nicht verdient gewesen und im schlimmsten Fall hätte man dann gegen Brasilien das Rematch bekommen. Und sind wir ehrlich zwischen diesen beiden Teams herrscht derzeit ein qualitativer Unterschied den selbst das vermeintliche Glück nicht wett machen kann.

  • 28.06.18

    Löw muss man dankbar sein, für all das, was er geleistet hat und davor ziehe ich auch meinen Hut!
    Aber meiner Meinung nach wird es Zeit für einen Wechsel.
    Ich träume davon, dass wir in zwei Jahren, bei der EM, Klopp als Trainer von der DFB-Elf sehen. Aus meiner Sicht, würde er mit seiner Art perfekt zu unserer Nationalmannschaft passen.

  • BavariaFantastica
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    BavariaFantastica
    28.06.18

    Ich habe jetzt nicht alle Kommentare lesen können, sage nur so viel: Löw´s Verlängerung vor der WM bis 2022(mit Vertrag bis 2020), dieser "Kader" und das erste Spiel gegen Mexico waren der Weg für eine lange Anreise nach Russland für ein kurzes, peinliches und nicht WM - würdiges Auftreten. Danke Jogi für vieles, aber nun zieh bitte deinen Hut. Wie konnte er bitte gestern so aufstellen? Unfassbar den Özil und Khedira wieder zu bringen, Müller wieder auf die Aussenbahn zu stellen ... wann kapiert eigentlich jeder Mal, das Müller da draussen verschenkt ist. Kroos, der möchtegern Große taucht unter wie in Madrid wo er neben vielen anderen Glänzen kann bzw es nicht auffällt, wenn er mal schlecht kickt da andere das wieder auffangen. Fassunglosigkeit machte sich gestern bei mir breit und so richtig realisiert habe ich es auch nicht, dass wir so sang- und klanglos rausgeflogen sind.

    Zum Glück müssen wir uns dieses Elend nicht mehr anschauen und die WM kann man nun in Ruhe genießen!

  • 28.06.18

    Kann michn noch erinnern, wie Podolski als Maskottchen verspottet wurde... Wie gesagt wurde, mit Lahm als Führungsspieler gewinnen wir gar nichts... Schweinsteiger spielt auch nur quer... Klose, Mertesacker... Was will er mit diesem Höwedes? Der Löw hat doch nur seine Lieblinge.

    Und jetzt? Vielleicht sieht man jetzt mal, weshalb diese Spieler so lange Bestandteil der Nationalmannschaft waren, auch wenn sie mal keine Topsaison spielten und keine Topform hatten. Waren das wirklich nur Jogis Lieblinge oder waren das enorm wichtige Spieler?

    Jetzt haben wir statt Jogis Lieblingen Lahm, Schweinsteiger und Klose, Boateng, Kroos und Khedira. Von Toni Kroos wird seit längerem behauptet, er sei Weltklasse. Weltklasse. Sobald er Verantwortung übernehmen muss, ist Feierabend. In Madrid nehmen ihm das regelmäßig Ramos, Modric und Ronaldo ab... In der deutschen Nationalmannschaft hat er aktuell Schweinsteigers Führungsposition inne, damit scheint er völlig überfordert zu sein. Der Patzer im WM Finale, als er Higuain den Ball in den Lauf köpfte, war wohl kein Zufall. Gegen Mexiko ohne einen Ansatz mal ein Heft in die Hand zu nehmen. Gegen Schweden zwar mit dem Tor, aber auch hier wieder mit einem Fehler vor dem Gegentor. Gestern spielt er einen Ball nach Eckball durch den eigenen 5er... Das sind Fehler, die passieren ihm in Madrid nicht mal in der Theorie, aber in der deutschen Nationalmannschaft scheint er die Buxe voll zu haben.

    Das soll kein Kroos Bashing sein (bin ein großer Fan von ihm), aber an ihm sieht man meiner Meinung nach exemplarisch, wie sehr Jogis Lieblinge fehlen. Auch mit Krückstock hätte Schweinsteiger bei dieser WM geholfen, selbst wenn er mit der anderen freien Hand lediglich Toni Kroos an die Hand genommen hätte. Wie gesagt, soll nicht explizit Richtung Kroos gehen, für Khedira, Boateng, Müller und andere, die das Standing haben, die Truppe führen zu sollen (oder zu müssen) zählt das gleiche.

    Jetzt haben die ewigen Löw Kritiker ja endlich ihren Erfolg. Die Sektkorken können knallen. Aber wer zwei Sekunden das Oberstübchen einschaltet, wird schnell merken, dass in Zeiten des moderneren Fußballs, in denen die vermeintlich kleineren Teams enorm aufgeholt haben, die amtierenden Weltmeister nicht zufällig bereits 2010 und 2014 die Segel in der Vorrunde strichen. Die Mannschaft ist satt, eventuell mental müde und ihr fehlt die Typen... Jogi hatte sicher auch seinen Anteil, aber mit Sicherheit ist er nicht der alleinige Schuldige, wie hier zum Teil dargestellt. Da hätte in diesem Turnier sogar Pep Guardiola mit Jürgen Klopp als Co-Trainer an der Seitenlinie stehen können, wäre es schwer geworden.

    • 28.06.18

      "Waren das wirklich nur Jogis Lieblinge oder waren das enorm wichtige Spieler?"

      Das waren zum Teil wirklich Jogis Lieblinge. Podolski wäre unter Anwendung des Leistungsprinzips spätestens 2012 ersetzbar gewesen (Reus war da schon stark), 2014 war er es dann auch. Es sei denn man lässt spekulative Dinge einfließen, z.B. das er so ein lustiger Spaßmacher ist.
      Mertesacker konnte selbst in seiner Hochzeit Leuten wie Hummels, Boateng, Süle etc. fußballerisch und vor allem athletisch nicht das Wasser reichen.

      "Von Toni Kroos wird seit längerem behauptet, er sei Weltklasse. Weltklasse. Sobald er Verantwortung übernehmen muss, ist Feierabend. In Madrid nehmen ihm das regelmäßig Ramos, Modric und Ronaldo ab"

      Bei Real hält in den meisten Fällen Casemiro als klassischer Defensiv-6er Spielern wie Modric und Kroos den Rückraum frei. Das hat Löw nie in Erwägung gezogen, sondern ihm meistens maximal einen Box-to-Box wie Khedira zur Seite gestellt, der nicht gerade defensiv denkt. In Verbindung mit hochstehenden Innenverteidigern bettelt man quasi um Kontertore.

      Klose und Lahm würden unter diesen Umständen als einzige Spieler wirklich fehlen. Lahms Klasse wurde nie bestritten. Klose ist variabler als Timo Werner oder Majo Gomez.

      "Da hätte in diesem Turnier sogar Pep Guardiola mit Jürgen Klopp als Co-Trainer an der Seitenlinie stehen können, wäre es schwer geworden. "

      Das denke ich nicht. Löw hat (mal wieder) eklatante und offensichtliche Fehler begangen:

      1. Außer Brandt und Reus hat er keinen athletischen Flügelstürmer mitgenommen.

      2. Er hat in drei Spielen nie mit einem richtigen RA gespielt.

      3. Allein gestern hat er mit Kroos/Özil (Verteiler) und Khedira/Goretzka [ein Khedira 2.0 in allen Bereichen] (B2B) mit jeweils sehr identischen Spielertypen gespielt, die man in der Form nicht Doppelt benötigt, die sich gegenseitig auch blockieren/auf den Füßen stehen. Özil und Kroos brauchen den Ball, brauchen Laufwege der anderen um zu Glänzen. Goretzka und Khedira stoßen beide am liebsten mit Dynamik in die Spitze, nur da waren ja dann auch Leute wie Draxler (der kein dynamischer Flügelstürmer ist) oder Müller oder oder oder...

      4. Hat er das zentrale Mittelfeld mit dieser offensiven Spielweise nie durch einen defensiv denkenden Mittelfeldspieler absichern lassen, so dass die IV bei Ballverlust alleine gegen die gegnerische Offensive standen. Vielleicht wäre es mit Rudy besser gewesen, aber es gibt in Deutschland X-Spieler, die diesen Job hätten machen können: Bender, Ginter, Kimmich.

      5. Gomez ist kurioser weise Timo Werner relativ ähnlich. Beide sind Stürmer für die Tiefe. Gomez ist zwar groß und breit, war aber nie der klassische Tank- und Kopfballstürmer, als wie er in den Medien in letzter Zeit dargestellt wurde. Auch wenn ich Wagner nicht mag, er wäre der deutliche Kontrast zu Werner gewesen. Er ist dieser knochenharte Kopfball-Wandstürmer, der im Zweifel der gegnerischen Verteidigung wehtut, der mit hohen Bällen gut arbeiten kann.

      6. Auf LV hätte Löw früher Alternativen zu Hector aufbauen können/müssen. Plattenhardt war zwar im zweiten Spiel ein Fremdkörper, aber er und Max sind offensiv deutlich wertvoller als ein Hector und im modernen Fußball gegen defensive Mannschaft, muss man das Feld so breit wie möglich machen. Deswegen sind offensiv potente Flügelspieler offensiv wie defensiv so entscheidend. Auch das hat Löw gerne ignoriert. Das Kimmich wiederum auf rechts a la Dani Alves den Alleinunterhalter geben sollte, habe ich auch nicht verstanden.

      Diese Apologie auf Jogi Löw gepaart mit dem Mythos der alten Garde und dem Schlechtreden des derzeitigen Spielerpools blendet aus meiner Sicht viele Fehler aus, die bei dieser WM gemacht wurden, die aber auch in der Vergangenheit immer wieder zu Tagen traten. Löw ist kein guter Taktiker. Seine Entscheidungen wirken z.T. diffus. Klopp und Guardiola haben da deutlich geradlinigere Vorstellungen von Fußball, was sich allein in den Aufstellungen wiederspiegelt.

    • 28.06.18

      "Podolski wäre unter Anwendung des Leistungsprinzips spätestens 2012 ersetzbar gewesen (Reus war da schon stark)"

      Solche Typen waren nie erstzbar, sah man doch nun. Egal wie du Leistungsprinzip definierst. Solche Typen brauchst du, wenn du was reißen willst. Solche Typen hast du aktuell überhaupt nicht. Du hast aktuell Spieler, die Angst haben, wenn sie den Ball am Fuß haben. Die lieber fünfmal quer spielen, um ja keinen Fehler zu riskieren.

      "Bei Real hält in den meisten Fällen Casemiro als klassischer Defensiv-6er Spielern wie Modric und Kroos den Rückraum frei. Das hat Löw nie in Erwägung gezogen, sondern ihm meistens maximal einen Box-to-Box wie Khedira zur Seite gestellt, der nicht gerade defensiv denkt. In Verbindung mit hochstehenden Innenverteidigern bettelt man quasi um Kontertore."

      Dadurch bettelt man per se nicht um Kontergegentore. Schweinsteiger hatte auch nur diesen Box to Box Spieler an seiner Seite oder eben ein ähnlicher Spielertyp wie Kroos. Man bekam Kontertore wie gegen Schweden, weil sich Kroos Fehler erlaubte, die er sich in einem funktionierendem Konstrukt wie in Madrid nicht erlaubt. In Madrid spielt er die Bälle zuverlässig wie ein Metronom. Bei der Nationalmannschaft spielt er die Bälle nach gegnerischen Eckbällen flach durch den 5 Meter Raum (hätte das Gegentor Casemiro dann auch noch abgefangen?). DAS ist der Unterschied.

      "Außer Brandt und Reus hat er keinen athletischen Flügelstürmer mitgenommen."

      War ja der größte Faktor gegen sehr tiefstehende Gegner. Einfach mehr Geschwindigkeit, dann kommt man einfacher durch. Simple Regel. So einfach, wie Sané ständig tiefstehende Österreicher schwindelig spielte. Ach, halt, da war doch was. Sané war in diesen Spielen gegen tiefstehende Gegner noch schwächer. Das spielerische Problem hatte meiner Meinung nach andere Gründe als die Flügelpositionen.

      "Er hat in drei Spielen nie mit einem richtigen RA gespielt"

      2014 haben wir ohne richtigen RA (Müller) und richtigen LA (Özil) gespielt und haben so unter anderen Brasilien 7:1 geputzt. War ja deiner Meinung nach aber lediglich Glück, wovon Löw nun insgesamt 5 Turniere profitierte.

      "Hat er das zentrale Mittelfeld mit dieser offensiven Spielweise nie durch einen defensiv denkenden Mittelfeldspieler absichern lassen"

      Das ist nicht das Problem, siehe 2014. Da spielten mit Schweinsteiger und Kroos ebenfalls ähnliche Spielertypen. Das Problem ist, dass nun 2018 sämtliche Zentrumspieler völlig von der Rolle waren. Kroos nicht vorhanden und mit entscheidenden Fehlern. Khedira Kreisklasse. Gündogan schickte einen Doppelgänger. Da kannste auch Javi Martínez dahinter als Absicherung aufstellen, es wird dein Spiel nicht vorwärts bringen. Schweinsteiger war und wäre so enorm wichtig für diese Truppe. Jemand der sagt, Schweinsteigers größte Leistung wäre es 2014 gewesen, dass er mit der Platzwunde lediglich Dramatik reinbrachte, erkennt das vermutlich nicht. Noch offensichtlicher kann man es eigentlich kaum aufzeigen, dass man im Zentrum Spieler benötigt, die auch mal das Heft in die Hand nehmen, wenn es weniger läuft.

      "Gomez ist kurioser weise Timo Werner relativ ähnlich. Beide sind Stürmer für die Tiefe"

      Da bin ich bei dir. Zudem ist das Werner alles nochmal ein Nummerchen zu groß. Wagner hätte hier enorm helfen können.

      "Auf LV hätte Löw früher Alternativen zu Hector aufbauen können/müssen. Plattenhardt war zwar im zweiten Spiel ein Fremdkörper, aber er und Max sind offensiv deutlich wertvoller als ein Hector"

      Hör bitte auf mit Max. Man kann von Hector halten was man will, aber er hält defensiv immerhin seine Seite zu. Max hat dieses Niveau nicht. Schau dir mal alleine das Spiel Augsburg-Bayern an, als Bayern schon mehr oder weniger Meister war und Max gegen eine mittelmäßig motivertes Duo Kimmich/Robben hoffnungslos überfordert war. Einen LV schnitzen kann sich Löw leider auch nicht.

      Ich bin weit davon entfernt, alles schön zu reden. Löw hat sicherlich auch Fehler gemacht. Aber nun alles zu kritisieren und den Bundestrainer als alleinig schuldigen darzustellen, ist Unsinn. Er hat seinen Anteil, er hat auch die Verantwortung, aber die Mannschaft war dieses Jahr nicht in der Form etwas zu holen, wie zuvor die anderen Weltmeister ebenfalls.

    • 28.06.18

      [Kommentar gelöscht]

    • 28.06.18

      Mein Gott, 2014 war taktisch das schlechteste Turnier aller Zeiten. Quasi alle Mannschaften hatten mehr mit dem Klima zu kämpfen als mit dem Gegner. Unter diesem Aspekt war es auch okay, dass man z.B. mit Höwedes drei Innenverteidiger aufstellte. Den Standard für Taktik definiert man dadurch trotzdem nicht.

      Du hälst dich dermaßen an 2014 fest und klammerst dabei die Gründe für das Ausscheiden aus anderen Turnieren völlig aus.

      Auch das du so tust, als ob Kroos bei Real nie einen Fehlpass spielen würde ist hanebüchen. Warum spielt Real mit Casemiro, wenn Modric und Kroos nie einen Fehlpass spielen? Natürlich hätte ein Spieler wie Martinez hinter Kroos und vor den IV eine Menge verhindert. Natürlich nicht in deinem konkreten Beispiel, aber generell.

      Zum Thema Flügelstürmer: Es geht um die Kombination aus Athletik und Dribbling. So knackt man tiefe Abwehrreihen. Im übrigen spielte Sané in ManC quasi die ganze Saison über gegen defensiv eingestellte Gegner. Er war Jungspieler des Jahres in der PL. Natürlich kann er auch mal schlecht spielen, aber er kann eben auch den Unterschied machen mit seinen Anlagen. Ähnlich wie Brandt, der auch gefühlt ein gutes Jahr im Formtief war, nachdem er zwei Jahre geheizt wurde.

      Die Sache mit Podolski, das ständige Herumreiten auf der WM2014, die Befeuerung des Mythos alte Garde zeigt doch, dass da vor allem viel Emotion und Gefühl in den Ansichten steckt und keine Suche nach den tatsächlichen Fehlern: Mitreißen, Spaßvogeltum, Bluten, "aber die WM2014" sind auf Dauer keine Argumente, warum man bei einem taktisch veranlagten Spiel immer wieder aufs neue an gleichen Problemen scheitert. Du kannst fußballerisch nicht erklären, warum Poldi und Schweini und so weiter wichtig waren...es folgt stets das "Typen"-Argument.

    • 28.06.18

      "Mein Gott, 2014 war taktisch das schlechteste Turnier aller Zeiten. Quasi alle Mannschaften hatten mehr mit dem Klima zu kämpfen als mit dem Gegner."

      Und wir waren das Klima im Gegensatz zu den dort beheimateten Brasilianern, die wir 7:1 schlugen, gewohnt? Ergibt Sinn.

      "Auch das du so tust, als ob Kroos bei Real nie einen Fehlpass spielen würde ist hanebüchen"

      Ich habe von Toni Kroos bei Real Madrid in einem wichtigen Spiel nie einen derart groben Fehler gesehen, wie nun in der Nationalmannschaft mehrfach. Und man hat von Toni Kroos die letzten drei Jahre in Madrid einige wichtige Spiele gesehen.

      "Warum spielt Real mit Casemiro, wenn Modric und Kroos nie einen Fehlpass spielen?"

      Weil es eine Interpretationsfrage des Trainers ist. Mit Schweinsteiger funktionierte es doch ebenfalls. Dort spielten wir zwischen 2012 und 2016 mit den dominantesten Fußball auf der Welt, ohne dass wir einen Sven Bender hinter Schweinsteiger abstellen mussten, was uns zusätzlich ermöglichte, einen weiteren Offensivspieler einzubringen. Oder wie auch schon 2010. Da spielte Schweinsteiger auf der Doppel-6 neben Khedira und hinter dem 10er Özil und Schweinsteiger war zum damaligen Zeitpunkt einer der stärksten 6er der Welt, der in der deutschen Nationalmannschaft ganz ohne Casemiro oder Sven Bender hinter sich den Laden zusammengehalten hat. Toni Kroos kann das prinzipiell auch (hat er auf der alleinigen 6 auch schon unter Guardiola gezeigt), aber in der Nationalmannschaft erlaubt er sich auf dieser Position bislang einfach zu viele Fehler. Das ist einfach noch der Unterschied zu Schweinsteiger, da kannst du ihm noch so lange die Klasse absprechen oder seine Leistung lediglich auf seine Platzwunde reduzieren.

      "Zum Thema Flügelstürmer: Es geht um die Kombination aus Athletik und Dribbling. So knackt man tiefe Abwehrreihen. Im übrigen spielte Sané in ManC quasi die ganze Saison über gegen defensiv eingestellte Gegner."

      Christoph Kramer hat es gestern perfekt zusammengefasst. Das Spiel ist normal so, dass Deutschland einen Gegner über die Dominanz zermürbt, bis sich Lück auftun, die genutzt werden können. So wie das Sané auch bei City nutzen kann. Bleibt diese Dominanz aus, weil sämtliche Spieler unter ihrem Leistungsniveau agieren, dann kannst du auf LA auch Bale stellen, wird das nicht viel helfen, da der Gegner einfach kaum Lücken zulässt. Das sah man Sané meiner Meinung nach sogar noch deutlich mehr. Selbst der gegen Schweden auf der Position gefeierte Werner war gestern nach Gomez' Einwechslung kaum vorhanden auf dem Flügel.

      "aufs neue an gleichen Problemen scheitert. Du kannst fußballerisch nicht erklären, warum Poldi und Schweini und so weiter wichtig waren"

      Aufs neue an gleichen Problemen scheitert? Du hast schon mitbekommen, dass wir die letzte WM gewonnen haben? Und weshalb Schweinsteiger so wichtig war, wurden nun in hunderten Wörter recht ausführlich erklärt. Ein Ruhepol, Führungsspieler, der sich kaum Fehler erlaubte. Der auch dann da war, wenn es weniger lief und dann auch mal da hin ging, wo es weh tut. Etwas, was Toni Kroos noch überhaupt nicht hat. Für dich ist das aber lediglich "bluten um mehr Dramatik reinzubringen". Von mir aus, ist deine Meinung. Offensichtlicher kann es aber eigentlich kaum sein, dass so jemand fehlt, der Spieler wie Kroos an die Hand nimmt.

    • 28.06.18

      Wenn ich doch keine Alternative zu Hector habe als LV, warum bitte halte ich dann an einer Viererkette fest. Muss ich dann nicht auch den Mut haben, mit einer Dreierkette hinten zu spielen?

    • 28.06.18

      mal lob an euch beide, amused & savon: schöne diskussion, in der 2 konträre sichtweisen aufeinanderprallen.. jeweils gut zu lesen mit ein paar überspitzten formulierungen, nah an der sache, tiefe in der interpretation. so sollten "debatten" geführt werden.. danke! ? mal eine willkommene abwechslung zum niveau der meisten anderen posts.

      eine "richtige" antwort wird es nat. eh nicht geben.. ich kann mich jeweils in teilen eurer aussagen wiederfinden und im endeffekt seid ihr euch mmn auch näher als ihr gerade selbst denkt.. vllt. finde ich später selbst noch zeit und steige mit ein..

    • 28.06.18

      Werner wurde völlig unnötig auf Außen gehyped, weil er gegen den überforderten Durmaz das Foul gezogen hat und davor gefühlt zwei Ecken rausholte. Im Endeffekt ist er auf den Flügeln trotz seiner Schnelligkeit verschenkt, weil er kein großartiger Dribbler ist. Die Schweden waren halt platt, als er auf den Flügel wechselte und stellten sich dämlich an.

      Brasilien war 2014 völlig überlastet mit der Erwartungshaltung. Die Pleite lag nicht unbedingt am Klima, eher am durchschnittlichen Kader bzw. dessen Einstellung und den Nominierungen. Die waren ab Spiel 1 völlig fertig mit den Nerven. Unabhängig davon spielen die meisten Brasilianer in Europa, sind das Klima also auch nicht mehr gewohnt. Außerdem ist die Liga nicht dafür bekannt eine Taktikhochburg zu sein. Sonst würden deutlich mehr Talente den Sprung nach Europa schaffen.

      Der Schweinsteiger von 2010 war ein sehr guter Spieler. Danach fasste ihn verletzungsbedingt die fußballerische Agonie. 2014 war er ein Schatten vergangener Tage und unfit. Ich bleibe dabei, dass da viel Mythos in seiner WM Leistung war. Trotzdem war er auch immer noch eher Balancespieler als Kroos und viel physischer. Kroos zieht es als ehemaligen 10er eher an den Strafraum, BS zog eher im Stile eines B2B in den Strafraum, ließ sich aber auch oft fallen.

      Keiner sagt das Sven Bender auf der 6 stehen müsste. Es könnte auch ein technisch guter Spieler mit Biss sein, wie z.B. Verratti oder in Deutschland Kimmich, aber eben jemand der tief spielt und da zu 90% bleibt.

      Kroos würde unter Guardiola von Lahm abgesichert, der war keinesfalls alleinig defensiv zentral verantwortlich.

      Wir haben 2014 gewonnen, sind aber 2012 und 2016 wegen taktischer Mängel und Aufstellungsfehlern gescheitert. Da will ich gar nicht auf 2010 Herumreiten, wo der Kader/Pool noch nicht so tief und gut besetzt war. Ab 2012 hatte sich Löw gewissermaßen überlebt. Und ja, trotz des WM Titels 2014.

      Ich bin ja kein N11-Hasser. Ich fand Schweini 2009/10 auch sehr, sehr gut. Müller ist für mich in Form ein sehr guter hängender Stürmer. Löw hingegen weißt schwere taktische und menschliche Mängel auf. Das er Leuten wie Ballack, Frings und Co. nicht direkt sagen konnte, dass ihre Zeit vorbei ist, gehört auch dazu.

    • 28.06.18

      "Brasilien war 2014 völlig überlastet mit der Erwartungshaltung."

      Und was war dieses Jahr mit unserer Erwartungshaltung? Amtierender Weltmeister und im Vergleich zum WM Kader 2014 fehlen mit Lahm, Schweisnteiger und Klose sauwichtige Spieler. Für Löw würde diese Ausrede nie zählen. Hast du eigentlich auch eine andere Platte drauf, außer für jeglichen Erfolg von Löw, Schweinsteiger und der Nationalmannschaft eine Ausrede zu finden um es mehr oder weniger als Glück darzustellen? Weshalb hatten die Engländer denn mittlerweile seit nunmehr als 50 Jahren nicht mehr das Glück Weltmeister zu werden? Bei Spanien dauerte es gar 80 Jahre. Lass mich raten, diese Mannschaften hatten nie einen derart starken Kader beisammen als Löw, oder? Und wenn Löw aber aus einem Kader mit bspw. Höwedes auf LV das Maximum rausholt, dann liegt das nur daran, weil die anderen Teams nicht mit dem Wetter klarkamen? Kommst du dir bei solchen Aussagen nicht selbst ein wenig albern vor?

      "Wir haben 2014 gewonnen, sind aber 2012 und 2016 wegen taktischer Mängel und Aufstellungsfehlern gescheitert."

      Gescheitert. Wir sind immer ins Halbfinale gekommen. Sag das mal den Spaniern, Italienern, Engländern, Holländern, Franzosen... Das sind genau die Leute, die das ganze Jahr die Bayernfans als Erfolgsfans bezeichnen, aber dann ein Halbfinaleinzug der Nationalmannschaft als "Scheitern" bezeichnen. Aber lass mich auch hier raten. Die hatten nie einen derart starken Kader wie Löw 2014 und kamen ganz einfach nicht dem Klima klar.

      Ich bin weit weg davon, alles schönzureden. Aber wie man wirklich alles so schlechtreden kann, erschließt sich mir nicht. Du tust gerade so, als wäre Löw bei seinen mittlerweile 6 Turnieren nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Er ist sicher kein perfekter Trainer, behauptet auch niemand. Guardiola, Klopp und Co. trainieren auch keine Nationalmannschaft. Allerdings sollte man mal ein klein wenig Respekt wahren und anerkennen, was dieser Trainer bislang alles geleistet hat und das kam hauptsächlich nicht durch Glück zustande. Mit Glück wäre noch viel mehr drin gewesen. Mit Glück rutscht Lahm 2008 nicht gegen Torres aus. Mit Glück kommt Puyol 2010 nicht an den Kopfball. Mit Glück trifft Balotelli den Ball 2012 bei 100 Versuchen nicht genau so ein einziges Mal gerade dann im Spiel gegen Deutschland. Mit Glück wird Hummels 2016 nicht völlig überzogen fürs Halbfinale gesperrt, bei dem auch Boateng mit Glück nicht verletzt raus musste. Ebenso wenig wirst du eben als erste europäische Mannschaft nicht nur mit Glück in Süd Amerika Weltmeister.

    • 28.06.18

      Mal eine kurze Zwischenfrage: Hast du Spiele der WM 2014 noch im Kopf?
      Das war ein Zittern von Runde zu Runde mit einem Unentschieden gegen Ghana und danach mehr als knappe Siege gegen die USA, Algerien (!!!) und Frankreich. Klar, du sagst durch die Dominanz wurden die Gegner mürbe gemacht und zu Fehlern gezwungen. Die Ballbesitz-Werte der Spiele dieser WM stellen auch eine überragende Dominanz dar, aber der Erfolg blieb aus. Sind es jetzt nur die lustlosen Spieler, die dadurch Fehler machen oder daran dass die alte Garde fehlt?

    • 29.06.18

      "Die Ballbesitz-Werte der Spiele dieser WM stellen auch eine überragende Dominanz dar"

      Ballbesitz an sich stellt keine Dominanz dar, das zeigte diese WM aus dem Bilderbuch. Zur Dominaz sind weitere Faktoren notwendig. Zum Vergleich einfach ein Spiel von Manchester City mit einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei dieser WM vergleichen. Ballbesitz alleine bringt dir einen feuchten F***, wenn ein Zentrumspieler den Ball am gegnerischen 16er im 1gg1 verliert (Khedira), ein weiterer Zemtrumspieler viel zu viele ungewohnte Fehler macht (Kroos) oder ein weiterer Zentrumspieler seinen langsamen, unkreativen Zwillingsbruder zur WM schickt (Gündogan).

      Einfach mal Christoph Kramers Aussagen diesbezgülich anhören. Sind in der Mediathek sicherlich noch zu finden. Er hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht. Kanns gerade nur sinngemäß und nicht wörtlich wiedergeben: "Normalerweise, wie auch 2014, beschäftigt die deutsche Nationalmannschaft den Gegner intensiv. Der Gegner muss Räumen hinterher laufen und läuft sich müde. 2018 konnten wir diese Dominanz nicht umsetzen. Die Gegner konnten tief stehen und wurden defensiv nicht stark gefordert, mussten keine Läufe machen und hatten so genügend Kraft und Möglichkeiten für Umschaltbewegungen". Und genau DAMIT ist für mich auch das Hauptproblem bei dieser WM erklärt. Geht nicht darum, das nun personell an Kroos festzumachen, Löw hat auch seinen Anteil, bestreite ich gar nicht. Aber auch qualitativ war mit diesem Zentrum bei dieser WM nicht mehr drin, als sich irgenwdie in die K.O. Phase zu duseln. Da hat Löw meiner Ansicht nach auch seinen Anteil daran, denn es ist seine Aufgabe die Spieler in Form zu bringen, aber einem Toni Kroos kann er auch nicht erklären, dass er einen Ball nach gegnerischen Ecke doch bitte nicht durch den eigenen 5er spielt.

      Da kann sich savon noch so häufig über Bastian Schweinsteiger lustig machen wie er will und noch öfter betonen, dass seine einzige Leistung 2014 war, mit Blut Dramatik reinzubringen, so ein Spieler hätte mit Krückstock noch weitergeholfen.

    • 29.06.18

      @amused/savon: mein fazit aus eurem "duell", was ich mir eben noch mal genüsslich komplett gegeben habe..

      savon weist sehr eloquent auf die taktischen mängel hin, während amused eher die these vertritt, dass das frühe ausscheiden eher an den spielern festzumachen sei, v. a. damit die verdienste von löw jetzt nicht zu stark in den dreck gezogen werden.. ganz grob. ihr habt da ja durchaus jeweils nuancen eingebaut.

      ihr habt da - überraschung - beide recht oder unrecht! am bsp. der "typenfrage", die amused einbringt, wird es ganz klar.. bei einer solchen wm kommt es nämlich nicht wirklich auf die taktik an. mmn dieses jahr sogar noch weniger als vor 4. deutschland hat die wm 2014 sicher nicht aufgrund einer revolutionären taktik gewonnen, sondern eben tatsächlich wegen ihrer im vgl. zu allen anderen teams herausragenden gruppendynamik, die sich mithilfe der besten infrastruktur dank des dfb in ihrem berühmten campo perfekt entwickeln konnte. für solch eine gruppe nötig: anführer/leader wie schweinsteiger und lahm, sowie starke persönlichkeiten wie klose, merte, poldi. sowohl auf, als auch neben dem platz. dieses gerüst hat dieses mal total gefehlt, was man ja eigentlich keinem vorwerfen kann.
      dazu kam der perfekte start ins turnier. alles ab da war dann erst mal knapp und die spiele waren alles andere als überzeugend. höwedes als LV dann im nachhinein überall als taktischen schachzug zu feiern, steht da sicher exemplarisch für die totale überhöhung des "taktikers" löw. dann das berühmte und oft bemühte 7:1: brasilien hat sich vor unseren augen direkt aufgehängt! die waren völlig von der rolle und konnten nervlich dem druck nicht standhalten. dennoch muss man auch sagen, dass deutschland mannschaftstaktisch den brasilianern völlig überlegen war. beides in der kombi ergab halt dieses historische ergebnis. und im finale brauchte man dann neben leadern, einer starken gruppe und einem guten start, die letzten zutaten für einen titel: glück (foul neuer, abseitstor) und den einen unterschiedsspieler: götze. kein(!) anderer spieler kann den ball von schürrle in dieser szene so verarbeiten und dann reinmachen. ok, meine ist rückschau fertig.

      für mich war es das perfekte zusammenspiel aller faktoren und wenn sich mmn auch durch den titel nicht bewiesen hat, dass löw ein herausragender trainer (taktiker) ist, so muss man ihm respekt zollen, denn er hat federführend diese gruppe geleitet und sie zu diesem erfolg geführt. ich bezeichne löw oft als einen ausgezeichneten "organisator (oder) gruppenleiter" und das meine ich auch nicht abwertend. er hat den überblick und schafft es, die angesprochenen zutaten perfekt zu mischen. klar, der dfb an sich ist ja schon immer gut strukturiert gewesen und hat u. a. durch eine kooperation mit sap die spielersoftware zum 1. mal zum einsatz gebracht, aber löw ist ja die verbindungsstelle zur mannschaft. daher hat er meinen respekt.

      aus eurer unterschiedlichen sichtweise zur wm 2014 ergibt sich ja jeweils überwiegend euer standpunkt zur jetzigen wm.. deshalb habe ich auch noch mal intensiver geschildert, wie ich sie im nachgang einschätze. deshalb nur noch kurz zu euren schlussfolgerungen zu heute:

      ✔️ amused weist vehement darauf hin, dass jetzt alle "hater" aus ihren löchern kommen, um löw schlechtzumachen - und zwar mit einer art abrechnung. savon ist sicher kein hater, sonst hätte ihm amused auch nie geantwortet (da kenne ich ihn zu gut), aber er hat halt an dieser stelle mal die chance genutzt, auf diese oberflächlichen kritiker einzugehen, die jetzt mit pauschalurteilen um sich werfen.. ich teile da amused ansicht. die ganzen sofa-besserwisser nehme ich sowieso nicht ernst (gibt ja genug beispiele hier in den kommentaren zu bestaunen). wenn, dann bitte eine differenzierte kritik (wie eben von savon).
      ❌ allerdings dann hier mit der einschränkung, dass man löw auch im nachhinein jetzt nicht übermäßig überhöht.. wobei das evtl. auch nur die reaktion ins gegenteil ist, um ihn zu verteidigen.

      ✔️ savon zeigt die taktischen unzulänglichkeiten auf.. in den jeweiligen punkten (bes. der anfangspost) teile ich da seine ansichten - mit ausnahme vom hector-argument (der ist für mich mit abstand die beste wahl hinten links; max hat für mich in der nationalmannschaft absolut gar nichts zu suchen).
      ❌ allerdings sollten wir dabei nicht den fehler machen, dass wir von außen besser bescheid wüssten als die verantwortlichen (wenn man selbst mal genau nachdenkt, dann weiß man ja, wie unsinnig das ist). ich denke, auch an dieser kategorischen überzeugtheit stört sich amused dann etwas. solange wir immer eine art distanz in unsere überzeugungen einfließen lassen, können wir viel besser diskutieren am ende.

      ✔️ indem amused auf die typen verweist und savon aufzeigt, dass löw sicher nicht der gewiefteste taktiker ist, habt ihr hier den gemeinsamen nenner.. die "taktik" bei einer wm ist sicher nicht der wichtigste grund für einen wm-titel. also ist die übermäßige konzentration auf diesen fakt total unsinnig. am ende ist es egal, ob müller auf RA spielt oder ob sané besser über links gekommen wäre. mmn hätten wir so oder so gar nix gerissen dieses mal. die ganze gruppe war satt, viel zu nachlässig und mental müde. außerdem sind die nationen noch enger zusammengerückt, so dass der faktor "glück" noch größer ist. die vorrunden-kicks haben das bisher gut gezeigt, finde ich. ohne götze, der außer form ist, hatten wir dann auch keinen unterschiedsspieler. und zum schluss noch das thema "kroos": er ist mmn keine führungspersönlichkeit auf dem feld, egal in welchem taktischen konzept. und bei der wm 2014 oder bei real wurde/wird er in der tat besser abgesichert in einem 3er-mittelfeld (mit lahm und schweinsteiger/khedira; mit casemiro und modric), das liegt ihm viel eher als in einem 2-er-mittelfeld. beides hat löw in dem fall nicht erkannt, also habt ihr auch hier beide recht. problem: dieser wichtige ankerpunkt auf der 6 fehlt komplett; es gibt ihn im deutschen fußball gerade einfach nicht! und zwar sowohl als typ, als auch taktisch. ich wage deshalb die these, dass selbst das bloße aufstellen ieines defensiv denkenden 6ers (bender, kimmich, xy) kaum einen unterschied gemacht hätte.

      na ja, das habe ich so von euch mitgenommen und auch mal meine meinung dargelegt. ich finde, das thema "nationalmannschaft" ist einfach das spannendste überhaupt, weil da jeder im grunde auf der gleichen seite steht und die standardmäßigen fan-anfeindungen wegfallen, so dass man stärker am thema diskutieren kann.

    • 29.06.18

      Wow, alter Mediator!

      Auch wenn ich die Deutungen nicht zu 100% mittrage (Taktik/Einstellung finde ich schon sehr wichtig), nehme ich diese Annäherung wohlwollend zur Kenntnis und kann damit gut leben. ^^

    • 02.07.18

      Das kann man von Sveno so unterzeichnen, wobei ich nicht in allen Punkten mitgehe.

      Mal noch ein anderes Beispiel: Spanien. Spanien wurde 2010 Weltmeister (spielten auch nicht überragend, bspw. ohne ein 7:1 gegen Brasilien), waren aber durchaus die beste Mannschaft der Welt (zwischen 2010 und 2012 vermutlich die beste Nationalmannschaft in diesem Jahrtausend bislang). Dann traten elementar wichtige (Führungs-)Spieler zurück (Puyol, Alonso, Xavi / Lahm, Schweinsteiger, Klose), die Mannschaft wirkte insgesamt etwas satt und Spanien schnitt die letzten drei Turniere wie folgt ab: Gruppe, Achtelfinale, Achtelfinale. Zufall? Mit Sicherheit nicht. Liegt an den inkompetenten Trainer, die Spanien während diesen Turnieren trainierten? Bin ich mir ebenfalls recht sicher, dass es daran nicht alleine liegt. Lt. savon lags in Brasilen eher am Klima, dass die Spanier nicht überzeugen konnten, obwohl die Spanier diesem Klima näher sind als wir. Was ist dieses Mal die Ausrede für Spanien? Hatten keinen so guten Kader wie ihn Löw jedes Turnier hat?

      Ein weiterer Punkt, der aus meiner Sicht nicht zufällig erscheint. 2009-2012 stellte Pep Guardiola das Grundgerüst im Zentrum für die spanische Nationalmannschaft, ebenso wie das Pep Guardiola bei der WM 2014 für Deutschland tat. Zufall, dass wir es da schafften, Ballbesitz in Dominanz umzumünzen? Zufall, dass es Spanien damals gelang, diese unglaubliche Dominanz auszustrahlen? Und Zufall, dass es beiden nicht mehr gelingt, seit Guardiola nicht mehr das Zentrum deren Nationalmannschaften im Verein trainiert? Auch hier bin ich mir recht sicher, dass das alles andere als Zufall ist.

      Aber einige stellen sich nach so einem Turnier dann hin und machen Löw alleinig verantwortlich. Sorry, mir persönlich ist das viel zu billig und zu einfach gedacht. Das Thema ist mit Sicherheit weitaus komplexer.

    • 02.07.18

      "Lt. savon lags in Brasilen eher am Klima, dass die Spanier nicht überzeugen konnten, obwohl die Spanier diesem Klima näher sind als wir. Was ist dieses Mal die Ausrede für Spanien? Hatten keinen so guten Kader wie ihn Löw jedes Turnier hat?"

      Das habe ich so nie gesagt. Die Spanier waren 2014 evt. satt und überheblich, evt. waren sie auch schlecht eingestellt worden.

      Und zum Klima: Es ist doch erstmal Humbug, dass irgendeine Nation besser auf ein Klima eingestellt ist. Menschen sind zur Akklimatisierung fähig. Noch dazu, und dieser Punkt ist deutlich wichtiger, ist das Klima in Spanien trocken und heiss und nicht tropisch, d.h. auf der iberischen Halbinsel ist die Luftfeuchtigkeit längst nicht so hoch. Im Hochsommer in den meisten Teilen Brasiliens Fußball zu spielen dürfte für 99% der Menschen anstrengend sein.

      Es gibt dieses mal keine Ausrede für die Spanier, bis auf das sie ihren Trainer zwei Tage vor Start verloren haben. LOL

      Du siehst den Punkt auch einfach nicht, dass man sich von 10 Halbfinalteilnahmen nichts kaufen kann, vor allem die Art und Weise, wie das Ausscheiden zu stande kam. (EM 2012 - Kroos als Pirlobewacher, dafür keinen Rechtsaußen, wie zugedröhnt war das denn?) Du wurdest ja auch darauf hingewiesen, dass die WM2014 bis zum Halbfinale von Zittersiegen geprägt waren. Da war keine absolute Dominanz.

    • 02.07.18

      "Und zum Klima: Es ist doch erstmal Humbug, dass irgendeine Nation besser auf ein Klima eingestellt ist. Menschen sind zur Akklimatisierung fähig. Noch dazu, und dieser Punkt ist deutlich wichtiger, ist das Klima in Spanien trocken und heiss und nicht tropisch, d.h. auf der iberischen Halbinsel ist die Luftfeuchtigkeit längst nicht so hoch. Im Hochsommer in den meisten Teilen Brasiliens Fußball zu spielen dürfte für 99% der Menschen anstrengend sein."

      Und das deutsche Klima passt sich da einfach super dem brasilianischen an. So gut, dass wir mit dem Klima sogar besser klarkommen, als die Brasilianer selbst. Sorry, ich lese da durchweg nur Ausreden. Ausreden, die du für alle Nationen hast, die in den letzten Jahren schlechter als Deutschland abschnitten.

      "Du siehst den Punkt auch einfach nicht, dass man sich von 10 Halbfinalteilnahmen nichts kaufen kann"

      Doch, daran sieht man, dass ein Trainer was drauf hat und nachhaltig arbeitet. Wann schafften es denn mal andere Teams, dass sie 5 Mal in Folge ins Halbfinale kamen? Spanien, Frankreich, Italien, Brasilien... Niemand schaffte das in naher Vergangenheit. Für die zählen alle Ausreden. Klima. Satt. Eventuell "auch schlecht eingestellt" (als wäre es ein Knopf an einer Maschine). Für alle zählen Ausreden. Aber wehe Löw erreicht nach 5 Halbfinalteilnahmen zum ersten Mal das Halbfinale nicht, dann kann das keine andere Gründe haben, außer dass Löw kein guter Trainer ist.

    • 02.07.18

      Die Brasilianer sind auch nur Menschen. Nur weil sie da geboren sind, können sie nicht 200% körperlich mehr leisten, zumal der Großteil seit langer Zeit in Europa spielte. Deine Suggestion geht schon fast ins rassistische. (das gleiche wie: Weil in Spanien öfter die Sonne scheint, sind sie besser bei tropischem Klima)

      Wie du ständig auf diesem 7:1 herumreitest. Da ging es nicht nur um das Klima, wie schon 92309423 mal gesagt, sondern u.a. auch darum, dass die Erwartungshaltung der Mannschaft viel zu hoch war und ggf. manche Nominierungen, eher einer Sympathie als dem Leistungsgedanken entsprachen. Die Welt ist komplexer als sich ständig an einem Wert zu reiben.

      Spanien hat drei große Turniere hintereinander gewonnen, DAS ist eine Leistung und das schaffte auch keiner in der Vergangenheit. Diese Leistung ist viel höher einzuschätzen. Da braucht man sich gar nicht an deren letzten Leistungen aufhängen. Die haben drei Titel hintereinander auf dem Briefbogen stehen. Von den 5 Halbfinals kann man sich nichts kaufen, gerade auch wenn man in diesen Spielen z.T. offensichtlich scheisse aufgestellt hat. Vor allem hat Spanien dann auch immer die Trainer gewechselt, Löw wird ja jetzt weitermachen.

      Apropos: Bleib bei deinem Löw-Hype und freue dich, dass er noch mindestens das nächste Turnier trainieren wird. Löw hat als Vereinstrainer nicht viel gerissen und es wird einen Grund haben, warum er so an diesem Posten klebt.

    • 02.07.18

      "Die Brasilianer sind auch nur Menschen. Nur weil sie da geboren sind, können sie nicht 200% körperlich mehr leisten, zumal der Großteil seit langer Zeit in Europa spielte."

      Ausreden. Nichts als Ausreden. Ausreden, die für alle zählen, außer für Löw und Schweinsteiger. Verlangt ja auch niemand, dass sie mehr leisten. Du streitest ja aber ab, dass Deutschland mehr leistete, sondern lediglich Glück hatte und sich durchduselte. Müsste doch also ein leichtes Untefangen gewesen sein für die Brasilianer da mitzuhalten (mithalten, nicht 200% mehr). Aber schönes Kompliment deinerseits, dass die Brasilianer 200% geben müssen um mit Löws trainierter Nationalmannschaft mithalten zu können.

      Btw., spar dir den Rassismus Quatsch. Hier geht es ums Klima, an das sich Menschen gewöhnen oder eben nicht. Und Menschen, die in einem Land aufgewachsen sind, sind das Klima eben eher gewohnt als Menschen, die in dem Land nur alle paar Jahre (wenn überhaupt schon mal) ihrem Beruf nachgehen.

      "sondern u.a. auch darum, dass die Erwartungshaltung der Mannschaft viel zu hoch war und ggf. manche Nominierungen, eher einer Sympathie als dem Leistungsgedanken entsprachen."

      Weitere Ausrede. Weshalb zählt die Ausrede "Erwartungshaltung" nicht für Löw? Weltmeiser, der diesen Anspruch weiterhin hat, aber wichtige Führungsspieler wie Lahm, Schweinsteiger oder Klose ersetzen musste. Da zählt die Ausrede nicht. Auf diese wiederholte Frage kam von dir bislang keine Antwort.

      "Spanien hat drei große Turniere hintereinander gewonnen"

      Und genau an diesem Satz sieht man, wie wenig objektiv du bist. Schau dir Spaniens K.O. Spiele 2010 an. Portugal, Paraguay, Deutschland und Holland überall 1:0 (zum Teil) durchgeduselt. Da war nichts mit überragendem Fußball. Bei Deutschland wird aber selbst ein 7:1 damit erklärt, dass der Gegner eine zu hohe Erwartungshaltung hatte.

      "Apropos: Bleib bei deinem Löw-Hype und freue dich, dass er noch mindestens das nächste Turnier trainieren wird"

      Das ist kein Hype, ich mache nur nicht bei der Lieblingsbeschäftigung aller Deutschen mit. Nämlich der Pauschalkritik, wie schlecht doch alles ist.

    • 02.07.18

      ihr beide wieder.. ?

      ok, habe dazu kurz 3 sachen:

      ins hf kam man bisher tatsächlich "leichter". diese wm ist das erste turnier, wo es taktikbedingt, wirklich ein fast unvorhersagbar ist, wer wie weit geht. daher ist es mmn schon so, dass ich von den deutschen kadern in der vergagenheit minimum das vf erwartet habe. ein schritt mehr macht da für mich keine exzellenz aus. allerdings ist dann löw natürlich auch kein blinder.. er ist einfach ein solider, guter planer.

      explizit zu spanien gestern und der trainerrolle per se habe ich schon gestern diskutiert: https://twitter.com/TobiasEscher/status/1013467849158025217 -->
      tobias escher (spielverlagerung): Wir sehen ja in der Bundesliga allein schon, wie schwer es vielen Teams fällt, eine gut organisierte Defensive zu knacken. Das individuelle Niveau bei einer WM ist höher, ja, aber die Trainingszeit ist wesentlich geringer. Schwierig, da Lösungen zu erarbeiten.
      ich: ja, bes. der letzte punkt ganz relevant. und dann bekommst du wie #esp einen tag vor der wm nen neuen trainer und verlierst auf einen schlag dein vertrauen ins spiel bzw. den coach.. da hat man dann keine chance! heute macht hierro dann den "fehler", dass er koke neben busquets stellt u komplett durchspielen lässt, anstatt noch einen zusätzlichen zu bringen, der mal ein 1:1 aus der tiefe gewinnt (thiago/saúl) mmn ganz schwacher taktischer move. gg. #rus brauchte man keine doppelsicherung.
      fazit: die rolle des trainers bei nationalmannschaften wird etwas überhöht.. sie haben einfach nicht die zeit für große taktische moves! daher kann man da löw auch nichts vorwerfen - ihn weder für super, noch für unfähig halten. und am bsp. hierro gestern kann nun jeder selber entscheiden, ob löw es schonmal so verhunzt hat?! ich tendiere eher zu nein, weil er eigentlich immer ein gutes auge während der spiele bewiesen und sie gut gelesen hat. für das diesmalige satte und nicht adäquate spielermaterial (stichwort: "fehlende leader") kann er halt auch nur bedingt etwas.

      ich komme bei eurem klima-argument mittlerweile gar nicht mehr mit und weiß nicht, wer was behauptet, aber das klima in brailien 2014 anzuführen, ist völlig deplatziert. das war maximal, auch aufgrund der spielweise, eher ein vorteil für die top vorbereiteten deutschen. vor allem, wenn man es gegen den immensen druck der brasilianer aufwiegen möchte.

    • 02.07.18

      "daher ist es mmn schon so, dass ich von den deutschen kadern in der vergagenheit minimum das vf erwartet habe"

      Das erwarte ich aber auch von den Franzosen, Brasilianern oder Spaniern, die das nicht immer schafften. Nur weil wir das "Minimalziel" immer erreichten, heißt das doch nicht, dass das kein Erfolg ist. Kann dem einfach nicht viel abgewinnen.

      "fazit: die rolle des trainers bei nationalmannschaften wird etwas überhöht.. sie haben einfach nicht die zeit für große taktische moves!"

      Genau meine Meinung. Diese Meinung habe ich allerdings schon immer, nicht nur wenn es Pro oder Contra Löw geht. Deshalb ist ja auch meine Meinung, dass der Einfluss der Vereinstrainer, die ganze Mannschaftsteile stelllen, zum Teil sogar noch größer ist (wie eben das Beispiel Guardiola).

      "ich komme bei eurem klima-argument mittlerweile gar nicht mehr mit und weiß nicht, wer was behauptet, aber das klima in brailien 2014 anzuführen ist völlig deplatziert."

      Natürlich ist das deplatziert. Geht ja auch nur um eine Ausrede, die für alle außer Deutschland zählt.

    • 02.07.18

      @sveninho: Es geht bei dem sog. "Klima-Argument" darum, dass du gewisse Spielstile nicht durchziehen kannst und das unter allgemein schwierigen, klimatischen Bedingungen die Qualität des Spiels/der Taktik leidet.

      Wenn die Taktik nicht das Gewicht hat, das sie eigentlich haben könnte, setzt sich im Zweifel noch eher die individuellere Klasse als das Kollektiv durch. Meine These war, dass die WM 2014 eine taktisch noch viel schlechtere war, als in der Regel die anderen Großturniere. Demnach fiel Löws taktische Schwäche auch nicht ins Gewicht.

      Und ja, Löw reagierte in manchen Spielen ganz gut auf den Spielverlauf, allerdings beging er schon vor dem Spiel aus meiner Sicht eklantante Aufstellungsfehler. Einer der größten Flops war eben das HF 2012, aber wenn ich wirklich Zeit und Muse hätte, würden mir sicherlich noch weitere einfallen.

      Vielleicht haben Nationaltrainer nicht den Einfluss auf die Taktik, aber sie können über die Aufstellungen viel steuern und da greift Löw regelmäßig ins Klo bzw. reagiert meist erst im Spiel und/oder wenn es zu spät ist. Diese WM wieder: Draxler auf links? Khedira neben Kroos alleine im Mittelfeld? Brandt hätte man viel früher bringen können, generell fehlten genuine Flügelstürmer...etc.pp.

      So sieht es auch bei Hierro gestern aus, der für manche merkwürdige Personalentscheidungen getroffen hat.

      @amused: Aufwachen! Du warst bis zu diesem Turnier mit deiner Liebe zu Löw absolut auf dem Mainstreamzug. Die meisten haben Löw gnadenlos abgefeiert, du bist kein Renegade. So war Deutschland drauf. Diese "Die Deutschen sind so negativ" ist so ausgelutscht. Kritik ist ein absolutes Muss um im Leben weiterzukommen.

      Des Weiteren sagt keiner, dass Spanien überragenden Fußball zu jeder Zeit gespielt hat. Im Endeffekt haben sie aber drei große hintereinander gewonnen PUNKT

      Da du jetzt nur noch im "nänänä Ausreden Ausreden Ausreden"-Modus bist und jeder Aspekt für dich "Ausrede Ausrede" ist, beenden wir das ganze. Das wird mir dann doch zu infantil.

      Btw.: Menschen akklimatisieren sich, auch die Deutschen konnten sich Wochen vorher an das Klima gewöhnen. Allein den Spaniern auf Grund der trockenen Hitze eine Nähe zum feuchtwarmen Klima in Brasilien zu unterstellen, womit sie angeblich besser klarkämen, ist eben auch großer BS.

    • 02.07.18

      Vielleicht haben Nationaltrainer nicht den Einfluss auf die Taktik, aber sie können über die Aufstellungen viel steuern und da greift Löw regelmäßig ins Klo bzw. reagiert meist erst im Spiel und/oder wenn es zu spät ist. Diese WM wieder: Draxler auf links? Khedira neben Kroos alleine im Mittelfeld? Brandt hätte man viel früher bringen können, generell fehlten genuine Flügelstürmer...etc.pp.

      also, wir können das, wie ich schon am freitag sagte, nicht wirklich beurteilen, aber meine meinung dazu:
      - draxler auf links finde ich eigentlich ne gute idee, bes. mit hector im rücken
      - kroos mit nur einem defensiveren partner im mf (und dann nicht mal ein abräumer!) funktioniert so nicht! dass das nicht erkannt wurde, finde ich auch merkwürdig
      - brandt früher bringen.. da gehe ich nicht ganz mit. ich finde, ein joker wie er kann im verlaufe eines turniers ganz wichtig sein.. gerade brandt baut mit seiner spielweise über eine längere spielzeit meist ab und ihm dann noch mehr verantwortung aufzudrücken, wäre für ihn und die gruppe, glaube ich, eher kontraproduktiv gewesen
      - ad flügelstürmer: sané nicht mitzunehmen, wird auch in x jahren für mich nicht begreifbar sein.. gerade bei dem zu erwartenden turnier mit den tief stehenden gegnern - wo taktische spielzüge (im gg.satz zu 2014) viel weniger bedeutung haben
      - extra punkt: gomez, mit seiner offenbar auferlegten einwechselfunktion in allen spielen (zentrumstürmer!), wagner vorzuziehen, ist für mich tatsächlich ein "griff ins klo"

      wie gesagt, das ist meine meinung aus der ferne.. erhebe da keinen anspruch auf die ultimative lösung (glaube, daran stört und verbeißt sich amused etwas bei der pauschalkritik vieler).

    • 02.07.18

      "Kritik ist ein absolutes Muss um im Leben weiterzukommen."

      Kritik ja. Aber das von dir ist zum Teil keine sachliche, differenzierte Kritik. "Die anderen kamen nicht mit dem Klima klar, weshalb wir uns als taktisch limitierte Truppe durchsetzten" hat nichts mit Kritik zu tun, das ist schlich Unsinn.

      "Des Weiteren sagt keiner, dass Spanien überragenden Fußball zu jeder Zeit gespielt hat. Im Endeffekt haben sie aber drei große hintereinander gewonnen PUNKT"

      Und Löw kam 5 Mal in Folge ins Halbfinale, was eben auch Spanien nicht schaffte. PUNKT.

      "Da du jetzt nur noch im "nänänä Ausreden Ausreden Ausreden"-Modus bist und jeder Aspekt für dich "Ausrede Ausrede" ist, beenden wir das ganze. Das wird mir dann doch zu infantil."

      Es sind eben nur Ausreden. Deutschland spielt gut und wird Weltmeister -> "das Klima sorgte dafür, dass Taktik überflüssig wurde und sich die Mannschaft mit der größten individuellen Klasse durchduselte". Brasilien fliegt raus -> "zu hohe Erwartungshaltung" (ohne dabei auf die diesjährige Erwartungshaltung der deutschen Mannschaft einzugehen). Spanien fliegt raus -> "satt" (ohne dabei auf den Faktor bei Deutschland einzugehen). Frankreich und Co. fliegen raus -> "Klima" (ohne darauf einzugehen, dass Löw das gut hinbekommen hat in Brasilien). Deutschland fliegt früh raus -> keine Anzeichen von "Erwartungshaltun", "satt", "Klima" oder sonstigen Ausreden, nein, wenn Löw das erste Mal in 12 Jahren früh scheitert, dann kann das nur daran liegen, dass er taktisch limitiert ist. Das sind einfach ständige Ausreden und Ausflüchte, die du einfach so festlegst, wie du sie gerade brauchst, um sie Löw negativ anzudichten.

      "Deutschen konnten sich Wochen vorher an das Klima gewöhnen"

      Eben. Wie jede andere Mannschaft halt auch. Vielleicht hatte Löw daran aber auch ganz einfach einen Anteil, weshalb es mit Deutschland der ersten Mannschaft gelang, in Süd Amerika Weltmeister zu werden. Deiner Meinung nach liegt es aber eher daran, dass durch das Klima nur die taktisch limitierte Mannschaft gewann, weil Mannschaften wie Spanien, Argentinien, Brasilien, Frankreich und Co. ja kaum individuelle Klasse haben.

    • 02.07.18

      jungs, ihr seid doch beide echt besser als das jetzt! ? das wird euren argumenten doch gar nicht gerecht, dass man jetzt so abdriftet..

    • 02.07.18

      @sveninho:
      - Draxler hat aus meiner Sicht zu wenig Geschwindigkeit um auf dem Flügel wirklich ein Faktor zu sein. Für mich bleibt er nach den letzten Jahren ein 10er. Hector ist aus meiner Sicht defensiv solide, offensiv aber mehr als limitiert.

      - Mit Brandt magst du recht haben, aber man hätte ihn einfach mal früher bringen können und vielleicht auch mal von Anfang an, vor allem nach den Leistungen in den ersten beiden Spielen. Ich hab bei ihm auch nichts von Verantwortung tragen gespürt, der Junge war völlig entfesselt, als er auf dem Platz stand.

      @amused: Deutschland ist zum ersten mal in der WM-Geschichte in der Vorrunde gescheitert. Und jetzt? 5 Halbfinalteilnahmen wiegen 3 Titel in Folge nicht auf. Da kannst du dich noch so im Kreis drehen.

      Ich sage ja nicht, dass die Spanier usw. es nicht auch "verkackt" haben, aber da erklären dann Spieler Rücktritte und der Trainer meist auch. Beim DFB wird man anscheinend nur noch im Sarg herausgetragen.

      Zum Thema Erwartungshaltung: Die Brasilianer hatten 2014 ab dem ersten Spiel bzw. davor geweint. Die waren psychologisch auf einer ganz anderen Ebene. Von den Deutschen haben ich diese emotionalen Ausbrüche gar nicht gesehen. Mesut, Jerome und Toni sind eben enttäuscht, aber mei, basst scho. Und ich erwarte ja gar nicht, dass sie weinen, aber die Brasilianer hatten eben eine ganz andere Form von Druck und Erwartung.

      Die N11 setzte sich in Brasilien durch, weil sie es individuell konnte und wollte, richtig. So etwas wie Höwedes wäre dauerhaft im Vereinsfußball undenkbar, weil man sich einer offensiven Variable beraubt. Sowas wie Özil auf den Außen kann man sich auch nicht leisten. Aber sei es drum. Es bleibt ja alles beim alten.

    • 02.07.18

      "Deutschland ist zum ersten mal in der WM-Geschichte in der Vorrunde gescheitert. Und jetzt? 5 Halbfinalteilnahmen wiegen 3 Titel in Folge nicht auf."

      Spanien flog nun dreimal in Folge (!) vor dem Viertelfinale raus. Erklär doch mal aufgrund deiner Argumentation, wie das überhaupt zustande kommen kann, dass Spanien dreimal in Folge so früh scheitern konnte. Dem weichst du ständig aus und hebst bei Spanien das hervor, was du Löw absprichst -> Titel. Was haben denn Brasilien oder Frankreich zuletzt gerissen, dass deren Nationaltrainer nicht ebenfalls eine Vollpfeife ist? Die haben "nicht mal" den Weltmeistertitel, den du ihnen absprechen kannst. Die haben nur deine Ausreden. Ausreden wie das Klima und die Erwartungshaltung.

      "Zum Thema Erwartungshaltung: Die Brasilianer hatten 2014 ab dem ersten Spiel bzw. davor geweint. Die waren psychologisch auf einer ganz anderen Ebene. Von den Deutschen haben ich diese emotionalen Ausbrüche gar nicht gesehen."

      Das ist jetzt gefühlt die fünhunderste Ausrede in dieser Diskussion. Zudem werden die Ausreden immer ulkiger. Jetzt ist es schon die Mentalität, der Nationen. Ach, die haben geweint? Komisch, bei Schweinsteiger sagst du, dass dessen blutiges Gesicht lediglich zur Dramatik beitrug. Dass du dir dabei langsam nicht selbst albern vorkommst.

    • 02.07.18

      "Ich sage ja nicht, dass die Spanier usw. es nicht auch "verkackt" haben, aber da erklären dann Spieler Rücktritte und der Trainer meist auch. Beim DFB wird man anscheinend nur noch im Sarg herausgetragen."

      Inwiefern ist bluten ein emotionaler Zustand? Mal davon ab, dass ich nicht auf die vermeintliche Mentalität eine Nation eingehe, sondern lediglich sage, dass sie sehr viel Druck hatten und eine hohe Erwartungshaltung, die bei einigen zu emotionalen Instabilität geführt haben muss, welche ich beim deutschen Team nicht beobachten konnte. Unabhängig davon war Scolari 2014 ein brasilianischer Löw, der auch besser aufstellen/nominieren hätte können. (siehe Fred)

    • 02.07.18

      Dann können wir ja erleichtert sein, dass Deutschland selten bis nie Druck hat. Die Brasilianer haben wenigstens ihre Landsleute und die Medien hinter sich. Wir haben 82 Mio Möchtegernbundestrainer, von denen einige Millionen noch die Daumen drücken, damit wir früh rausfliegen und danach alle sagen können, wie lange sie das doch alle schon wissen und es doch auch klar ist, dass die vorangegangenen Erfolge nur durch Glück und Ausreden der anderen zustande kamen. Wenn du schon die Emotionalität als Ausrede nehmen möchtest, dann ziehe das gefälligst auch bei Deutschland hinzu. Und Druck hat Deutschland inkl. Löw auch, vermutlich mehr als alle anderen Mannschaften dieses Jahr. Und das obwohl so viele wichtige Spieler zurückgetreten sind. Das würdest du bei Deutschland oder Löw nie als Faktor zulassen, da du hier nur einen Faktor siehst - nämlich Löw. Bei anderen suchst du fast schon verbissen nach jeder ach so kleinen Ausrede, um Löws erfolgreiches Abschneiden der letzten 12 Jahre als Glück oder eingeschränkte Leistungsbereitschaft der anderen aufgrund des Klimas darzustellen. Das ist einfach fernab einer objektiven Diskussion.

    • 02.07.18

      ihr müsst euch einfach damit abfinden, dass entwicklungen bei nationalmannschaften immer in gewissen zyklen verlaufen und nach dem muster auch die titel vergeben werden.

      die zeit deutschlands ist mmn erst mal rum und jetzt ist wieder frankreich oder brasilien an der reihe (was nicht heißt, dass einer unbedingt den titel gewinnen wird; gerade bei dem hohen glücksfaktor in diesem turnier).

      deutschland hatte sein fenster für titel und hat einen titel geholt.. und den fans viele spannende spiele und momente beschert. ob die "ära löw" am ende als erfolg bewertet wird oder eben nicht, darf jeder selbst entscheiden. eins ist aber klar: es war niemals weder ein totaler misserfolg, noch die beste nationalmannschaft ever. da seid ihr für meinen geschmack jeweils zu extrem unterwegs, gemessen an diesen beiden polen. ich für meinen teil konnte mich zumindest unter löw zum ersten mal spielerisch mit einer nationalmannschaft identifizieren und darauf kommt es mir dann am ende an.. nicht, wie viele titel oder wie viele halbfinals wurden am ende erreicht. ich bin sehr viel im ausland unterwegs und war in dieser periode zum 1. mal stolz zu sagen, dass ich deutscher bin beim fußball gucken. ich schreibe "ära löw", weil es unter seine ägide fällt.. wieviel anteil er schlussendlich aber daran hat, kann man nicht beziffern (ich denke, das habe ich in meinem 1. kommentar am freitag deutlich gemacht). eine spieler-kombo wie diese (neuer, boateng, hummels, lahm, schweinsteiger, kroos, özil, reus, götze, müller, klose) ist in seiner mischung schon was ganz besonderes gewesen. wie ihr also diese zeit betrachtet, ob eher positiv oder eher mit einem weinenden auge ob der vertanen chancen, bleibt nat. euch überlassen. ändern wird es aber nix.

      mmn ist die zeit von löw aber jetzt auch um - unter der voraussetzung, dass es eine gute alternativlösung gibt. deutschland muss sich neu aufstellen und wieder eine neue, hungrige, generation formen, die erfahrungen sammelt, dann klasse hat und final erfolgreich sein kann. ansonsten wird uns derselbe entwicklungsprozess der spanier jetzt erwarten.. durch gewisse entscheidungen lässt sich dieser prozess sicherlich etwas beschleunigen. ansonsten sehe ich jetzt erst mal frankreich, brasilien und england vor uns bei den nächsten turnieren.

    • 02.07.18

      Das sehe ich nicht zwingend so, auch wenn der französische Kader für die nächsten 10 Jahre das Maß aller Dinge sein dürfte.

      Deutschland hat unglaublich viele, sehr gute Spieler, die sich mit Ausnahme auf den AV-Positionen durch alle Manschaftsteile ziehen. In der Innenverteidigung hat man z.B. Süle und Tah, im zentralen Mittelfeld Leute wie Kimmich und Goretzka und im Offensivbereich Spieler wie Brandt, Sané, Werner. Damit kann man mittelfristig sehr gut arbeiten. Noch dazu dürfte ja bei den nächsten ein, zwei Turnieren noch Spieler der alten Garde dabei sein. Ich sehe das Fenster nicht wirklich geschlossen. Allein Goretzka kann der beste Box2Box werden, den Deutschland je hatte, aber das ist Spekulation.

      Wie gesagt: Frankreich scheint die nächsten Jahre die Macht zu werden, aber Deutschland wird bei den Titeln nach wie vor mitreden können.

    • 02.07.18

      glaube ich erst, wenn du mir ein paar echte "leader", vorzugsweise im zentralen mittelfeld, präsentierst..

      bis dahin sehe ich uns erst mal eher im bereich "halbfinale max." - und auch wenn du es anders siehst (oder vllt. auch nicht): der schritt von halbfinale zum echten titelanwärter ist riesig! dazu gehört einiges mehr als nur ein paar talente.. eine echte mentaliltät kann zwar von außen gesteuert werden, muss aber am ende aus einer truppe heraus kommen. ich sehe da absolut keine zur zeit, bes. in dieser komposition der gruppe.

      aber lass uns einfach mal abwarten.. ?

    • 02.07.18

      Meiner Meinung nach bedarf es ein paar mehr Änderungen als lediglich auf der Trainerposition (und die bedarf es meiner Meinung nach auch nur, wenn es adäquaten Ersatz gibt / einen Trainer der Kategorie Marcel Koller bringt auch niemanden dauerhaft weiter). Das Zentrum ist aus meiner Sicht mitnichten qualitativ stark besetzt, zumindest nicht aktuell. Ich würde es auch gut finden, wenn Kimmich bald wieder auf der Position spielt, auf die er gehört (nicht nur die N11) und Goretzka die Entwicklung nimmt, die ihm prognostiziert wird. Aktuell haben wir aber in diesem wichtigen Mannschaftsteil auch ein Qualitätsproblem, nach Schweinsteigers Rücktritt. Kroos ist das irgendwie zu viel, Khedira reicht nicht mehr für das Topniveau und Gündogan konnte bislang nie wirklich überzeugen in der N11. Ich sehe das ehrlich gesagt nicht so, dass wir nun lediglich den Trainer wechseln sollen und dann alles schon irgendwie weiterlaufen wird.

    • 02.07.18

      @amused: das unterschreibe ich so mit.

  • 28.06.18

    Das tut diesem Verband mal ziemlich gut!

    Dieses ganze selbstgefällige Marketing kann irgendwann ja nur als Boomerang zurückkommen.
    jetzt heisst es #zsmmn nach Hause fahren!

    Vollkommen zurecht. Blutleerer, ideenloser Auftritt.
    Es scheint als sei die Zeit einiger "großer" Spieler bereits vorbei. Der Umbruch wird kommen, hoffentlich ENDLICH auch auf der Trainerbank

  • 28.06.18

    Wenn man ehrlich ist, gab es die Anzeichen schon bei der WM 2014.
    Neben den beiden guten Spielen gegen die portugiesisch-sprachigen Länder,
    war kaum ein ambitionierter Kick zu sehen.
    Am Strafraum umher-gepasse und am Spielstil hat sich seitdem nicht viel getan.
    Dieses Jahr fiel eben häufiger das 0:1, als das 1:0. Hat am Beton-Spiel der Gegner natürlich nichts geändert :D

    2014 war es einfach glücklich, dass sonst auch niemand wirklich überzeugen wollte...

  • 28.06.18

    Mein Versuch einer Ursachenfindung:

    1. Die Vorbereitung
    Angefangen bei einigen mäßigen (wenn auch siegreichen) Qualispielen, über die 4 Testspiele gegen Topteams, von denen keines gewonnen werden konnte, bis zur Schmach von Klagenfurt und dem Fast-Remis gegen die Saudis.
    Alles Warnsignale, die nichts gebracht zu haben scheinen.

    2. Die Störfeuer
    Allen voran natürlich ''Erdogate'', das neben der allg. Unruhe im Team den eigentlich sehr guten und wichtigen Spieler Gündogan (selbstverschuldet)regelrecht unschädlich gemacht hat. So zumindest der Eindruck.
    Bei Özil würde ich nicht zwingend von einer dadurch bedingten Verunsicherung sprechen. Ich schätze ihn nicht so ein, als würde er sich über derartiges allzuviele Gedanken machen. Untergetaucht ist er auch früher schon, wenn es nicht lief.
    Ob es überhaupt richtig war, die beiden mitzunehmen, lasse ich hier außen vor.

    Dann die ständige Diskussion um Neuers Zustand oder die Nichtnominierung Wagners.

    Schließlich während des Turniers Themen wie Vatutinki, Bierhoffs Büroleiter oder die Dünnhäutigkeit einiger Spieler bei, wie ich fand verdienter und ziemlich sachlicher Kritik (kann nur ARD/ZDF beurteilen).

    Alles Dinge, die zumindest mal nicht förderlich sind.

    3. Die Einstellung
    Was auch nach dem Schweden-Spiel noch als unverschämte Medienschelte empfunden wurde, haben nun auch Löw und z.B. Neuer zugegeben: Es fehlte der Mannschaft an Mut, Ideen, Wille, Biss und Leichtigkeit. Kurz: der richtigen Einstellung zu einer WM.

    Löw hatte zwar vor Turnierbeginn immer betont, dass man nach Russland fahren muss, um etwas zu gewinnen und nicht, um etwas zu verteidigen. Leider sah es genau danach aus, dass der Druck, den Titel zu verteidigen, die Spieler gelähmt hat.

    Dass der Trainer daran nicht schrauben konnte und das Team sich auch nicht selbst an einem Erlebnis wie Schweden hochziehen kann, ist enttäuschend.

    Natürlich fehlten für die Mentalität einer Mannschaft wichtige Spieler von 2014 wie Lahm, Höwedes, Schweini, Merte, Poldi und Klose.
    Aber die waren in Frankreich größtenteils auch schon nicht mehr dabei und dennoch reichte es für's HF.
    Und dass die Weltmeister 2 Jahre später hungrig auf die EM sind, diese nicht gewinnen und bei der nächsten WM dann satt sind? Ich weiß ja nicht.

    Fakt ist, dass das Führungsspieler-Quartett in der Zentrale dieser Rolle (warum auch immer) nicht gerecht wurde und Leistungsträger wie Müller, Kimmich oder Özil iher Form hinterherliefen.
    Da kann man auch nicht erwarten, dass die Hoffnungsträger Reus und Werner den Karren aus dem Dreck ziehen.

    4. Die Spielweise
    Der blinde Offensivdrang aller Spieler bis auf Hummels und Boateng gegen Mexiko war erschreckend.
    Das wurde gegen Schweden zwar besser, dennoch waren die Räume für den Gegner noch zu groß.
    Das lässt sich bei der Spielweise, die Löw spielen lässt, aber auch kaum vermeiden.
    Ich persönlich wünsche mir daher seit langem schon, dass D wieder mehr wie zuletzt 2010 in Südafrika spielen würde (letztes Turnier, bei dem mich der dt. Fußball noch so richtig begeistert hat). Also mit weniger Ballbesitz und mehr Konter.
    Zumal man auch mit 8 offensiv ausgerichteten Spielern seit jeher Probleme mit tief stehenden Gegnern hat.
    Profitieren würden davon Spieler wie Sane und Werner, der zwar sehr bemüht war, aber Tore schießen sollte ein MS schon auch. Und das fällt einem Spielertypen wie ihm, mit diesem Spielsystem gegen defensive Gegner eben schwer.
    Bezeichnend, dass unser Stürmer Nr. 1 ständig auf den Flügel ausweichen musste.


    Konsequenzen:
    Neben einigen Spielern, die sicherlich ihren Hut nehmen werden (Gomez, evtl. Khedira, Özil?, Boateng?, Gündogan?), sollte mMn auch Löw samt Trainerteam und Bierhoff gehen.
    Offengesagt war ich schon seit der EM2012 nach jedem Turnier (auch 2014) für eine sportliche Neuausrichtung.
    Trotz der Erfolge konnte ich mich nie mit seiner Sturheit bei Nominierung, Aufstellung und Taktik, sowie seinem Umgang mit einigen und Festhalten an anderen Spielern anfreunden.
    Mein Gefühl sagt mir aber, dass er sich nicht so verabschieden wollen wird. Wir werden sehen.

  • 27.06.18

    Dinho hat einen Punkt: Demut ist eine Tugend. Das gilt für Mannschafft und Fans. Das stünde allen gut zu Gesicht. Daher folgender 3-Punkte-Plan zur sofortigen Umsetzung:

    1. Die zwei überbezahlten DFB-Flitzpiepen entlassen, die meinten beim mehr als glücklichen 2:1 gegen Schweden mit provozierenden Gesten vor der gegnerischen Bank feiern zu müssen.
    2. Eine wissenschaftliche Studie in Auftrag geben, wie die Gauchos gehen und wie die Deutschen. Stand jetzt.
    3. Eine Umbenennung in "DIE SCHAFT MAN".

  • 27.06.18

    Ich empfinde Schadenfreude für die notorischen "30 Steaks auf den Grill, wir gewinnen sowieso und fahren dann mit Autokorso durch die Stadt" Eventfans. Ich freue mich richtig darauf, dass man beim nächsten großen Turnier den Gegnern wieder auf Augenhöhe begegnen wird und nicht jeder vorher sagt die klatschen wir sowieso alle weg.

  • 27.06.18

    Warum ist Özil, Khedira S11???
    Goretzka Flügel? Goretzkamit Kroos 6er und vorne Brandt-Reus Flügel Müller 10.
    Ja aber Jogi weiß schon was er tut... hust
    schade für Reus, war der Gesamtbeste in den 3 spielen

  • 27.06.18

    Erdoğan ist schuld sonst niemand.

  • 27.06.18

    Matthias Sammer mit co Trainer Hannes Wolf wäre jetzt die richtige Antwort!

  • 27.06.18

    Das war leider nicht anders zu erwarten. Und, es war hochverdient.

    Unsere Nationalmannschaft hat seit Herbst 2017 kein gutes Länderspiel mehr geliefert. Und wer glaubte, dass es nach den beiden Länderspielen gegen Österreich und Saudi-Arabien nur noch besser werden könnte, den hat jetzt die bittere Realität eingeholt. Man hatte nie das Gefühl, dass in den drei Gruppenspielen eine Einheit auf dem Platz stand. Man hatte nicht das Gefühl, dass alle Nationalspieler begriffen, um was es geht.

    Die Blamage ist groß. Und es muss jetzt ein schonungsloses Aufarbeiten geben. Und dann eine Zäsur mit neuen Köpfen. Die Nationalmannschaft mit Löw und Bierhoff sollte Vergangenheit sein. Wenn die Verantwortlichen Charakter haben, warten sie nicht auf den Rauswurf sondern gehen von selbst.

  • 27.06.18

    expGoals vs Korea: https://twitter.com/11tegen11/status/1012012961592995847

    xGoals und die tatsächliche Zahl der geschossenen Tore nach den ersten beiden Spielen Deutschlands:
    https://twitter.com/michael_karbach/status/1011525611561594885

    Genau hier zeigt sich doch, dass man spielerisch trotz einiger Probleme (Konterabsicherung, Flügellastigkeit) eigentlich vernünftig gespielt hat.
    Schaut man sich die ExpectedGoals an sieht man, dass Deutschland einfach extrem underperformed hat in Bezug auf den Torabschluss.
    Problem war also, dass zu viele Chancen nicht genutzt wurden, so billig es auch klingt.

    • 27.06.18

      Du glaubst wirklich, dass wir vernünftig gespielt haben? Wir sind GRUPPENLETZTER in einer Gruppe mit mit Schweden, Mexiko und Süd Korea geworden, als Titelverteidiger!

    • 27.06.18

      Guck dir doch einfach mal die Links mit den enthaltenden Statistiken an, ist wirklich interessant. Keine Frage ist das frühe WM-Aus an Peinlichkeit nicht zu überbieten.

    • 27.06.18

      allein gomez hätte uns ins achtelfinale scoren müssen, sowohl gegen swe als auch gegen skorea. müsste mal schauen, wie sein individueller xGoal-wert aussieht. hinzu kommen situationen, in denen der abschluss von besseren situationen nicht genommen wurde (stattdessen quergelegt, bsp özil mehrfach zentral an der strafraumgrenze)

      https://mobile.twitter.com/11tegen11/status/1012012961592995847/photo/4

      die xGoals von deutschland und z.b. skorea im verhältnis zu den schüssen verdeutlichen aber mE auch, dass die qualität der herausgespielten chancen nicht dem aufwand entsprechen, es also irgendwo auch an der spielanlage lag. bezeichnend hierfür (und irgendwo auch erschreckend) etliche situationen, in denen mehrere spieler den gleichen raum besetzen.

  • 27.06.18

    Was mir schon in den ersten 2 Spielen erst zum Ende da war, war auch heute kaum zu sehen. Klare Ansagen, Körpersprache, Zweikämpfe, klare Offensivaktionen, dh. Abschlüsse!
    In allen Spielen hatte man das Gefühl die Spieler wollten den Ball ins Tor tragen.
    Immer schön spielen, immer klein klein. An 2-3 Spielern vorbei, aber da sind dann halt immer noch 4 zwischen Ball und Tor bei so defensiven Mannschaften.
    Gegen Schweden wollte ich immer mal die Brechstange sehen, Weitschüsse oder Flanken+, die jederzeit abgelenkt werden können - unpräziese und auch für die Abwehrspieler nicht zu verteidigen/vorherzusehen.
    Vom Mannschaftlichen + Spielaufbau+ wurde es schon immer besser, aber wie schon bei der EM vor 2 Jahren wurden kaum Torchancen herausgespielt oder herausgekämpft. Wobei ich den Kampfgeist schon gesehen habe + ihnen immer zurufen wollte: Jetzt schieß doch einfach mal, geb doch einfach mal ne Flanke in die Mitte. Meinetwegen fangen die 4 von 5 Bällen ab, aber der 5te bekommen wir evtl. als Abpraller im Strafraum wieder oder er geht durch zum Stürmer.
    Auch 2014 war nicht alles gut und auch damals haben wir uns schwer getan Chancen herauszuspielen, da wir mit unserer Spielweise halt kaum Raum haben. Sie hat aber andere Vorteile, die haben wir aber zu wenig genutzt.
    Ich fand dad Team das Löw aufgestellt hat gut. Ich hätte auch Müller rausgenommen (seit EM vs Polen denke ich dass es bessere Spieler auf dieser Position geben müsste), aber wohl einen echten Aussenstürmer reingestellt. Wobei das Anforderungsprofil von Außenstürmern vs so tief stehende Mannschaften ein anderes ist.
    Etwas mehr Feuer wie bei Süle, Werner, Brandt oder Rudy hätte sicher nicht geschadet.
    Wobei es wohl gereicht hätte wenn wir im letzten Drittel zwingender gespielt hätten.
    Einfach mal draufschießen! Einfach mal ein Dribbling! Einfach mal ein Abschluß!
    Also schlecht fand ich die Mannschaft nicht, aber es war halt viel Stückwerk, daß evtl. noch mehr zusammengefunden hätte in 1-2 Spielen, aber dafür hätten wir halt irgendwie Tore machen müssen oder wenigstens klarere Chancen herausprügeln müssen.
    So Senf!
    (Mal sehn für wen ich jetzt Daumen drücke: Schweiz oder Dänemark (Klasse homogene Team-Leistungen bisher). Oder doch Schweden?
    Deren Abwehr war zumindest vs uns beeindruckend und hat auch vs Südkorea solide gespielt. Noch traue ich ihnen nicht den Durchmarsch wie Griechenland zu, dafür muss noch mehr vom Mittelfeld (Forsberg opfert sich überraschend auf und kämpft mit dem Team und ist kein Schönspieler...) und Sturm (Berg+) kommen...)

  • 27.06.18

    Im Nachhinein ist man immer Schlauer, aber ich hätte gern gesehen, wie weit wir mit dem Kader aus dem Confedcup gekommen wären. Verdientes Ausscheiden - da scheint innerhalb der Manschaft einiges nicht zu stimmen. Vielleicht fehlte auch nur Poldi oder Großkreutz als gute Launebär :D

  • 27.06.18

    „Best Never Rest“. Wird zeit das man wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommt. Im europäischen Fußball absolut nichts gerissen und das spiegelt sich bei der WM wider. Wird Zeit für einen neuen Trainer und hungrige Spieler.

  • 27.06.18

    Das komplette Jahr haben die schon einen Rotz zusammen gespielt...
    Dachte zwar trotzdem, die kommen wenigstens ins Achtel-/Viertelfinale, aber so unerwartet ist es jetzt für mich auch nicht!

    Mal schauen, welche Lehren daraus gezogen werden?!?

    Ich sag nur soviel, man merkt oft erst wie gut manche Spieler wirklich waren, wenn sie nicht mehr dabei sind. Klose, Schweinsteiger und Lahm sind nun mal nicht so leicht zu ersetzen, auch weil es alles Führungsspieler waren.
    Über das ganze Gerede, dass der jetzige deutsche Kader besser sein sollte als 2014, konnte ich immer nur lachen :D

  • 27.06.18

    Waren leider tatsächlich nicht besser, wie es die Vorbereitung vermuten ließ, schade !

  • 27.06.18

    Sicherlich nicht die alleinige Ursache, aber die Fotos mit dem Despoten kurz vor dem Turnier waren einfach ein Fehler. Das hat die Spieler völlig verunsichert. Dabei ist Söder noch nicht mal Bayern-Fan.

  • 27.06.18

    Jetzt muss man die richtigen Schlüsse ziehen: Löw raus, Neustart, keine "Lieblinge mehr", sondern nur noch Leistung darf zählen. Kein Unverschämtheiten mehr, kein Marketing, Selbstinszenierung, keine Wahlhelfer, einfach wieder sachlichen, ehrlichen Fußball spielen. Aber ich befürchte die "Fußball-Merke*-Löw" macht "immer weiter so" und beehrt uns auch noch 2020 und 2022... Jetzt ist der richtige Moment für einen Neustart! Kein "Weiter so" mehr!

  • 27.06.18

    Özil wird leider nie objektiv betrachtet. Der einzige, der sich traute, den letzten Pass in die Schnittstelle zu spielen. Kroos unterirdisches Alibigekicke, nur 5m-Pässe, aber Hauptsache, bis auf eine Ecke alle selbst schießen.
    War schon immer im Team isoliert, hat es heute geschafft, dass auch Reus keinen Bock mehr auf seinen Ego-Trip hat und sich von ihm distanziert. Kroos hatte vermutlich Angst, wenn Reus mal eine Ecke schiesst, dies zum Erfolg führen könnte..

    Kimmich schon immer unterirdisch, wenn es schwierige Spiele waren, aber in den letzten 20 Minuten heute, als alles offen war, war er gut. So gut, wie nie zuvor. Ansonsten ist er natürlich kein ernstzunehmender RV.

    Khedira schlimm, Müller ein Witz, Reus heute schwach, Werner nix. Gomez war und wird nie einer. Kroos geht in der Nationalelf nicht. In der Nationalelf muss man sich opfern und in den Dienst der Mannschaft stellen, kann und will er nicht. Alibi und Show gibts bei Real.

  • 27.06.18

    Denke dies spiegelt auch das Niveau der Bundesliga wieder

  • 27.06.18

    Geht sonst noch jemandem die ständige Schönrederei von Christoph Kramer schon seit Mexiko auf den Sack?
    Er würde keinem den Willen absprechen, 2 Minuten, nachdem Neuer eben das getan hat.

    Vermutlich hat er noch Hoffnung und will sich's mit Jogi nicht verscherzen.
    Wenigstens hat ihm Olli mal widersprochen.

    Kramer:
    ,,Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und jeden Stein umdrehen.''
    Doch, genau dass Christoph!

    Edit:
    Na also! Hat scheinbar meinen Kommentar gelesen. ;)

  • 27.06.18

    Kein Wunder. Orban und Demme nicht dabei, dann kann's ja auch nicht laufen.

  • 27.06.18

    Mit sane wäre das anders gelaufen :)

    • 27.06.18

      Ohne Özil wäre es mit Sicherheit besser gelaufen und das meine ich rein spielerisch.

    • 27.06.18

      Mesut Özil vs. South Korea

      78/92 (85%) passes completed
      3 big chances created
      7 key passes
      2/3 crosses completed
      4 dribbles completed
      5/8 duels won

      Aber sicherlich das große Problem im deutschen Spiel. :)

    • 27.06.18

      Sry aber davon habe ich nichts gesehen.

    • 27.06.18

      Wollte ich gerade sagen... Özil war der einzige, der überhaupt was versucht hat. Auch wenn so gut wie gar nichts funktioniert hat. Aber er war der einzige bei dem ich Hoffnung hatte wenn einer den Ball hatte

    • 27.06.18

      Wow, so können die Eindrücke auseinander gehen.
      Für mich mal wieder ein Schatten seiner selbst, aber das trifft auf die meisten zu.

    • 27.06.18

      Alle Achtung vor Süd-Korea, wie die sich reingehängt haben, obwohl es für Sie um nichts mehr ging.

    • 27.06.18

      Man sieht halt auch nur das, was man sehen will ;)

    • 27.06.18

      @NOBODY: Stimmt so nicht ganz. Theoretisch hätte Südkorea mit 3 Punkten Tabellenzweiter werden können. Dazu hätte allerdings Mexiko gewinnen müssen. - So reicht es eben nur zu Platz 3 vor dem Weltmeister...

    • 27.06.18

      Statistiken...am Ende erwartet man von Özil und Co. mehr als Durchschnitt. Wer ging voran? Das war ein Rückschritt, selbst von Reus und Kroos war nichts zu sehen.

      Positiv war das Zusammenspiel von Süle und Hummels. Süle war die positive Überraschung und Hummels versuchte alles was er auch nur konnte. Schade, dass von unseren Kreativköpfen nichts zu sehen war. Wie erwartet hatte die Nominierung von Özil nichts gebracht.

      Zu den taktischen und personellen Fehlern gehört auch eben einen Özil draufzulassen, statt ihn gegen Brandt auszutauschen, damit Hector noch absichern kann. Löw hat sich sicherlich während des Spiels gefragt, wen er bringen kann und dann resümiert, dass ihm Sane, Wagner und Petersen nicht zur Verfügung stehen. Traurig, so am Ende noch 2:0 gegen Südkorea unterzugehen und letzter in einer mittelmäßigen und für einen Weltmeister wirklich leichten Gruppe als Tabellenletzter auszuscheiden.

    • 27.06.18

      Was Hummels und Süle hinten rausgekratzt haben war wirklich aller Ehren wert.
      Aber bei den 3 vergebenen Kopfbällen von Hummels konnte ich nur den Kopf schütteln, denn diese Offensivkopfballschwäche hat er die ganze BL-Saison schon gezeigt.
      Bei seinem nächsten Kopfballtor mach ich 3 Kreuze.

    • 27.06.18

      Ist klar, Hummels muss sein Tor machen..., ja er kann den schonmal machen. Aber wo war das Aufbäumen der Anderen?

      Schon traurig, wenn die Defensivspieler die Besten im deutschen Team waren. Hector war auch übrigens wieder der besser Kimmich.

    • 27.06.18

      @Inter_Netzer, auch wenn Schweden im direkten Vergleich 1-0 gegen Süd-Korea gewonnen hatte ?

    • 27.06.18

      @Nobody: Ja, auch dann. Ein 1:0 für Mexiko hätte den Koreanern gereicht. Oder jeder andere Sieg.
      "Bei Punktgleichheit gelten zunächst die Tordifferenz, dann die Zahl der mehr erzielten Tore. Erst wenn hier eine Gleichheit besteht, kommt der direkte Vergleich zum Tragen."

    • 28.06.18

      O.k. danke für die Aufklärung @Inter_Netzer.

    • 28.06.18

      Die hasserfüllten Kommentare auf Facebook und co. bin ich gewohnt, doch ich dachte, dass die Ligainsider Community sachlich bleibt. Schade, die Likes/Dislikes der zweiten & dritten Antwort zeigen, was ich meine!

    • 28.06.18

      Özil was bewegt? Wann immer sich eine Schussposition ergab (und verhältnismäßig hatte er 2-3 Mal ne offene Schussposition, selbst für den linken Fuß - denn oftmals war bei anderen immer ein Koreaner maximal 2m vom Ball entfernt) hat er den Ball weitergepasst. Kroos hat sich dann getraut, hatte aber die schlechtere Position.
      Aber man kann das definitiv nicht an Özil festmachen. Dennoch für mich wieder ein ganz ganz schwacher Auftritt von ihm.

    • 28.06.18

      @inter_netzer den direkten Vergleich hat man doch abgeschafft,oder nicht? Stattdessen gibt es doch jetzt die Fair-play-Wertung.

    • 28.06.18

      1. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
      2. Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen
      3. Anzahl Punkte aus dem direkten Vergleich
      4. Tordifferenz aus den Direkt-Begegnungen
      5. Anzahl der in den Direkt-Begegnungen erzielten Tore
      6. Fair-Play-Wertung (mit Minuspunkten für Gelbe 1, Gelb-Rote 3 und Rote Karten 4)
      7. Losentscheid